DVDs: Mark Rylance

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Intimacy - Mark RylanceIntimacy
Mark Rylance, Kerry Fox, Timothy Spall

DVD, 21. Februar 2002
     Verkaufsrang: 2132      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Obwohl man eigentlich alles schon einmal gesehen hat, gibt es immer noch Filme wie Patrice Chéraus Intimacy, die einen ganz und gar unvorbereitet treffen und einem damit den Glauben an die Kraft des Kinos zurückgeben. Auch wenn die Grundkonstellationen seiner Geschichte - ein Mann und eine Frau treffen sich jeden Mittwoch in einer beinahe leeren Wohnung und schlafen dort miteinander - entfernt an Bernardo Bertoluccis umstrittenen Klassiker Der letzte Tango in Paris erinnert, eröffnet Chérau dem Kino mit seiner Verfilmung von zwei Kurzgeschichten des britischen Autors Hanif Kureishi einen ganz neuen Weg. Er nähert sich den Menschen und ihren Körpern mit einer Rückhaltlosigkeit, die den Zuschauer schier überwältigt. Die Intensität seiner Bilder fordert einen anderen, einen viel offeneren Blick. Man kann die Menschen, ihre Leidenschaften und ihre Ängste, ihre Maßlosigkeit und ihre Rätselhaftigkeit, in Intimacy geradezu neu entdecken.
Jay (Mark Rylance) und Claire (Kerry Fox) wissen praktisch nichts voneinander, nicht einmal ihre Namen. Sie sind sich einmal zufällig begegnet, und nun treffen sie sich einmal in der Woche. Die körperliche Nähe, das Glück, das in ihrer Vereinigung liegt, das ist eigentlich mehr als genug. Doch dann will Jay, der ehemalige Musiker, der einst seine Frau und seine Kinder ohne ein Wort verlassen hat, mehr über Claire erfahren. Er folgt ihr, lernt ihren Mann Andy (Timothy Spall) kennen, entreißt ihr langsam ihre Geheimnisse und zerstört alles.
In seiner Arbeit mit den Schauspielern ist Patrice Chérau von seinen Erfahrungen als Theater- und Opernregisseur geprägt, doch seinen Filmen haftet nie etwas Theaterhaftes an. Sie sind reines Kino, nur eben viel direkter, viel dichter, als man es gewohnt ist. Die Körperlichkeit und die Unbefangenheit von Kerry Fox und Mark Rylance wirken beinahe hypnotisch. Sie haben fast etwas Erschütterndes. Man kann zu ihren Figuren praktisch nicht auf Distanz gehen, sie ziehen einen unaufhaltsam in ihren Bann. Man verfällt ihnen regelrecht, teilt ihr Glück wie ihren Schmerz und versteht sie in einem Maße wie kaum andere Kinofiguren.
Intimacy zeichnet ein kompromissloses Bild des modernen Großstadtlebens. Glück erscheint als etwas, das nicht dauerhaft sein kann, das der Mensch, vor allem der Mann, immer wieder selbst zerstört. Und doch wirkt Chéraus Film über die Liebe, über ihre Sprache wie über ihre Sprachlosigkeit, nie hoffnungslos. Am Ende weiß man um die Bedeutung von Geheimnissen und sieht die Menschen mit anderen Augen. -Sascha Westphal


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

Ewig Suchender trifft Lebenshungrige      5 von 5 Punkten
Der Barkeeper Jay erhält jeden Mittwoch Besuch von einer Unbekannten. Sie bleibt für ein paar Stunden leidenschaftlichen Sex und verschwindet wieder. Die beiden wissen nichts voneinander und reden kaum, bis Jay eines Tages Claire heimlich folgt, um mehr über ihr Leben zu erfahren. Er findet heraus, dass sie regelmäßig in einem Pub Theater spielt, verheiratet ist und Kinder hat. Auch Jay war einmal verheiratet und hat Kinder. In Rückblenden und Gesprächen mit dem Barkeeper Ian erfährt der Zuschauer, dass Jay eines Tages seine Familie verlassen hat, einfach so, ohne tiefere Gründe anzugeben.

"Ich dachte, du wüsstest etwas, das ich nicht weiß, und du würdest es mir irgendwann sagen" begründet Jay den Reiz, den Claire auf ihn ausübt, und formuliert damit gleichsam die Erwartung, die er - unbewusst - an diese Beziehung stellt. Jay ist der "ewig Suchende" , der sich im Grunde zutiefst nach mehr Nähe und Verbindlichkeit sehnt, aber nicht wirklich imstande ist, seine eigenen Ansprüche einzulösen, wie sich am Scheitern seiner Ehe zeigt.

Claire hingegen lebt in einer alltagstauglichen Verbindung. Mit einem Mann, der ihr treu ergeben und sehr fürsorglich, aber leider hochgradig unerotisch ist. Sie weiß genau, was sie von Jay will: "Er weiß seine Energien zu nutzen" erläutert sie ihrer besten Freundin seine Vorzüge. Für Claire war daher die Welt in Ordnung, solange sie Jay treffen und seinen Körper genießen konnte - ein freizügiges Geben und Nehmen ohne Forderungen, etwas anderes wollte sie nicht von Jay.

Indem Jay Claire folgt, um ihr "Geheimnis" zu ergründen, verletzt er die unausgesprochenen Spielregeln der beiden und zerstört letztlich das filigrane Gewebe dieser Beziehung.

Intimacy ist eine sparsame, aber sehr präzise und realistische Charakterzeichnung zweier Menschen, die mittels ihrer erotischer Treffen einmal wöchentlich der Tristesse des Großstadtlebens entfliehen - zumindest für eine Weile.


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Engel und Insekten - Mark RylanceEngel und Insekten
Mark Rylance, Kristin Scott Thomas, Patsy Kensit

DVD, 15. September 2003
     Verkaufsrang: 18571      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Das Kostümdrama Engel und Insekten erzählt die Geschichte von William Adamson, einem zugeknöpften Entdeckungsreisenden (Mark Rylance), der bankrott nach England zurückkehrt und dort auf die Großzügigkeit seines Sponsors Sir Harald Alabaster (Jeremy Kemp) angewiesen ist. Adamsons Intelligenz und sein Aufstieg aus einer niedrigeren sozialen Klasse imponieren dem alten Mann, aber Sir Haralds Sohn Edgar scheint über seine Anwesenheit verärgert zu sein.
Trotzdem verliebt sich Adamson in die schüchterne, aber attraktive Tochter von Sir Harald (Patsy Kensit) und hält um ihre Hand an. Es entbrennt ein komplexer Kampf zwischen den Klassen und Geschlechtern, während Adamson zugleich die Untersuchung einer nahe gelegenen Ameisen-Kolonie beginnt. Dank der ermutigenden Worte einer verarmten Kusine der Alabasters (Kristin Scott Thomas) fängt der Forscher an, über die Insekten zu schreiben, ohne die Parallelen zu seinem eigenen Leben zu realisieren.
Der Film gibt dem Zuschauer eine Reihe von Rätseln auf, verwöhnt ihn aber auch mit der Schönheit der Darsteller und ihrer extravaganten Kostüme. Hauptdarsteller Mark Rylance ist zudem als Sympathieträger mit tadellosen Manieren und sonorem schottischem Akzent perfekt besetzt. -Doug Thomas


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Skurril und spannend      5 von 5 Punkten
Nach gefährlichen Abenteuern am Amazonas kehrt der Insektenforscher William Adamson nach England zurück, aber die Aristokratie, in die er durch die Heirat mit der reichen Eugenia aufsteigt, entpuppt sich als alles andere als zivilisiert. Eine sehr fesselnde Geschichte, die nicht nur durch die hervorragenden Schauspieler besticht, sondern besonders auch durch die unwirkliche Atmosphäre. Beeindruckende Landschaftsaufnahmen wechseln sich ab mit Großaufnahmen von Ameisenkolonien und anderem Krabbelgetier; die für die Epoche typischen Kostüme sind so aufwändig und in so grellen Farben gehalten, dass sie schon grotesk wirken... die Grenzen zwischen (Alb)traum und Realität sind fließend, und für William gibt es ein böses Erwachen. Sehr sehenswert!

james ivory würde sich an den Kopf langen      2 von 5 Punkten
Die Handlung ist unglaubwürdig und seicht, richtig lächerlich.

Das einzig Schöne am Film ist die Verwendung von Insekten als Metapher,wobei auch das nicht wirklich ausgeklügelt ist.

Aber die Aufnahmen der Insekten und die aussergewöhnliche Sichtweise, die dem Zuschauer dargetan wird, ist durchaus positiv.

Aber was durch den geistlosen Handlungsstrang dem geneigten Zuschauer angetan wird, trotzt jeder Beschreibung! Langweilige koventionelle Schema-F Sexszenen, die aber völlig losgelöst von der Handlung stehen, da sie für den Film an sich, für die Handlung trivial sind - offensichtlicher gehts gar nicht, dass einfach noch ein paar Sexszenen hineingeschrieben wurden, um den faden Film etwas aufzupeppen, doch leider sind die Ameisen-Szenen viel erregender und ästhetischer als die blöden Sexszenen.

Doch, auch das Wirken von Kristin Scott Thomas vor der Kamera ist immer ein Genuss, aber sie kommt in diesem Machwerk nicht zur Geltung, wie eine prächtige Blume, die man irgendwo in eine Ecke in den Schatten stellt!

Ich habe keine Kraft, mich auch noch über die banalen Dialoge auszulassen! Das ist nicht ein opulentes tiefes Kostumdrama, sondern eine moderne kitschige Soap, zurechtgestutzt, gekappt und vorgestanzt für ein blödes Massenpublikum, dessen Anspruch ziemlich schnell erfüllt ist! Kurzum: wie ein braunes, schales Gebräu, das aber in prunkvollem Behältnis daherkommt.

Das ist Hollywood, meine Damen und Herren!


The Other Boleyn Girl [UK IMPORT] - Natalie PortmanThe Other Boleyn Girl [UK IMPORT]
Natalie Portman, Ana Torrent, David Morrissey, Scarlett Johansson, Eric Bana

DVD, 30. Juni 2008
     Verkaufsrang: 41591      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 23,97 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein Lehrstück zum Thema Männer manipulieren      4 von 5 Punkten
Mag sein, dass der Film sich nicht zu 100% an die historischen Fakten hält, andererseits - wer weiß schon ganz genau, was vor einem halben Jahrtausend genau ablief. Die Geschichte ist klar und stringent präsentiert, mit großzügigen, wenn auch nicht übertrieben opulenten Dekors. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet - der Ehrgeiz der Männer, die Warmherzigkeit, aber auch der Stolz der Frauen - und Scarlett Johansson verdient Preise für die kurze Szene, in der sich in ihrem Gesicht die Erkenntnis spiegelt, dass sie schwanger ist. Im Übrigen ist sehr interessant zu sehen, wie Scarlett Johansson einmal das graue Mäuschen spielt, während Natalie Portman das Glamourgirl gibt. Leider wird nicht vertieft, wie Mary - also Scarlett Johansson - emotional mit der Ablehnung durch ihren Geliebten fertig wird. Ganz besondere Bedeutung verleiht dem Film das Thema der natürlichen Offenheit einer Frau im Vergleich zu taktierender Manipulation - letztere führt nur scheinbar zum Erfolg.

A Disgrace      1 von 5 Punkten
I've never been so disappointed in a film... beautiful actors (Bana, Johansson, Portman) but a story distorted beyond recognition.

Allegedly this is the story of Mary Boleyn but once more it becomes the story of Anne, the "evil queen" leading the king by the leash - only that Henry was everything but that.

I could maybe still live with the fact that after nearly ten years of "courting" Anne, Henry is protrayed as still still young, slim and beautiful - though he was everything but -

Honestly - we all knew that Mary Boleyn was Henry's mistress and that he dumped her at some point - moving on to where the grass was greener - but why didn't the producers, script writers, the director - at least make an effort to give Mary the credit she deserves - at least if they base the film on the Philippa Gregory's novel.

Read to book - that's a lot better, if one agrees with her approach of the incestuous and sodomite circles around Anne and her brother or not, and if this caused Anne's downfall or not.

skip the film - it's a waste of time.


Engel und Insekten - Mark RylanceEngel und Insekten
Mark Rylance, Kristin Scott Thomas, Patsy Kensit

DVD, 15. September 2003
     Verkaufsrang: 70701     

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Das Kostümdrama Engel und Insekten erzählt die Geschichte von William Adamson, einem zugeknöpften Entdeckungsreisenden (Mark Rylance), der bankrott nach England zurückkehrt und dort auf die Großzügigkeit seines Sponsors Sir Harald Alabaster (Jeremy Kemp) angewiesen ist. Adamsons Intelligenz und sein Aufstieg aus einer niedrigeren sozialen Klasse imponieren dem alten Mann, aber Sir Haralds Sohn Edgar scheint über seine Anwesenheit verärgert zu sein.
Trotzdem verliebt sich Adamson in die schüchterne, aber attraktive Tochter von Sir Harald (Patsy Kensit) und hält um ihre Hand an. Es entbrennt ein komplexer Kampf zwischen den Klassen und Geschlechtern, während Adamson zugleich die Untersuchung einer nahe gelegenen Ameisen-Kolonie beginnt. Dank der ermutigenden Worte einer verarmten Kusine der Alabasters (Kristin Scott Thomas) fängt der Forscher an, über die Insekten zu schreiben, ohne die Parallelen zu seinem eigenen Leben zu realisieren.
Der Film gibt dem Zuschauer eine Reihe von Rätseln auf, verwöhnt ihn aber auch mit der Schönheit der Darsteller und ihrer extravaganten Kostüme. Hauptdarsteller Mark Rylance ist zudem als Sympathieträger mit tadellosen Manieren und sonorem schottischem Akzent perfekt besetzt. -Doug Thomas


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Skurril und spannend      5 von 5 Punkten
Nach gefährlichen Abenteuern am Amazonas kehrt der Insektenforscher William Adamson nach England zurück, aber die Aristokratie, in die er durch die Heirat mit der reichen Eugenia aufsteigt, entpuppt sich als alles andere als zivilisiert. Eine sehr fesselnde Geschichte, die nicht nur durch die hervorragenden Schauspieler besticht, sondern besonders auch durch die unwirkliche Atmosphäre. Beeindruckende Landschaftsaufnahmen wechseln sich ab mit Großaufnahmen von Ameisenkolonien und anderem Krabbelgetier; die für die Epoche typischen Kostüme sind so aufwändig und in so grellen Farben gehalten, dass sie schon grotesk wirken... die Grenzen zwischen (Alb)traum und Realität sind fließend, und für William gibt es ein böses Erwachen. Sehr sehenswert!

james ivory würde sich an den Kopf langen      2 von 5 Punkten
Die Handlung ist unglaubwürdig und seicht, richtig lächerlich.

Das einzig Schöne am Film ist die Verwendung von Insekten als Metapher,wobei auch das nicht wirklich ausgeklügelt ist.

Aber die Aufnahmen der Insekten und die aussergewöhnliche Sichtweise, die dem Zuschauer dargetan wird, ist durchaus positiv.

Aber was durch den geistlosen Handlungsstrang dem geneigten Zuschauer angetan wird, trotzt jeder Beschreibung! Langweilige koventionelle Schema-F Sexszenen, die aber völlig losgelöst von der Handlung stehen, da sie für den Film an sich, für die Handlung trivial sind - offensichtlicher gehts gar nicht, dass einfach noch ein paar Sexszenen hineingeschrieben wurden, um den faden Film etwas aufzupeppen, doch leider sind die Ameisen-Szenen viel erregender und ästhetischer als die blöden Sexszenen.

Doch, auch das Wirken von Kristin Scott Thomas vor der Kamera ist immer ein Genuss, aber sie kommt in diesem Machwerk nicht zur Geltung, wie eine prächtige Blume, die man irgendwo in eine Ecke in den Schatten stellt!

Ich habe keine Kraft, mich auch noch über die banalen Dialoge auszulassen! Das ist nicht ein opulentes tiefes Kostumdrama, sondern eine moderne kitschige Soap, zurechtgestutzt, gekappt und vorgestanzt für ein blödes Massenpublikum, dessen Anspruch ziemlich schnell erfüllt ist! Kurzum: wie ein braunes, schales Gebräu, das aber in prunkvollem Behältnis daherkommt.

Das ist Hollywood, meine Damen und Herren!


Institute Benjamenta [UK-Import] - Alice KrigeInstitute Benjamenta [UK-Import]
Alice Krige, Gottfried John, Mark Rylance

Videokassette, 10. Juni 1996
     Verkaufsrang: 26718     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Dieser Traum, den die Menschen Leben nennen.      4 von 5 Punkten
Im Institut Benjamenta werden junge Männer zu Dienern ausgebildet. Unter der Anleitung von Lisa Benjamenta und ihrem Bruder Johannes beschäftigen sich die künftigen Lakaien immer wieder mit denselben Messern, Gabeln und Servietten und lernen Hausregeln und Merksprüche auswendig. Der Sinn ihrer Handlungen sind die Handlungen selbst, die Dienerausbildung wird zur Meditation. In diesem verstörten und verstörenden Universum bewegt sich Jakob von Gunten, Fräulein Benjamentas Lieblingsschüler. Trotz ihrer erotischen Avancen bleibt die Prinzessin für ihn unerreichbar, und er muss am Schluss zur Kenntnis nehmen: "Instead of a mystery, there is only a goldfish."
Ausgehend von Robert Walsers Roman "Jakob von Gunten" schufen die Brüder Stephen und Timothy Quay eine Traumwelt in Schwarz-Weiß; eine Bilder-Orgie surrealer Tableaus.


Intimacy - Mark RylanceIntimacy
Mark Rylance, Kerry Fox, Timothy Spall

Videokassette, 21. Februar 2002
     Verkaufsrang: 3251     

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Obwohl man eigentlich alles schon einmal gesehen hat, gibt es immer noch Filme wie Patrice Chéraus Intimacy, die einen ganz und gar unvorbereitet treffen und einem damit den Glauben an die Kraft des Kinos zurückgeben. Auch wenn die Grundkonstellationen seiner Geschichte - ein Mann und eine Frau treffen sich jeden Mittwoch in einer beinahe leeren Wohnung und schlafen dort miteinander - entfernt an Bernardo Bertoluccis umstrittenen Klassiker Der letzte Tango in Paris erinnert, eröffnet Chérau dem Kino mit seiner Verfilmung von zwei Kurzgeschichten des britischen Autors Hanif Kureishi einen ganz neuen Weg. Er nähert sich den Menschen und ihren Körpern mit einer Rückhaltlosigkeit, die den Zuschauer schier überwältigt. Die Intensität seiner Bilder fordert einen anderen, einen viel offeneren Blick. Man kann die Menschen, ihre Leidenschaften und ihre Ängste, ihre Maßlosigkeit und ihre Rätselhaftigkeit, in Intimacy geradezu neu entdecken.
Jay (Mark Rylance) und Claire (Kerry Fox) wissen praktisch nichts voneinander, nicht einmal ihre Namen. Sie sind sich einmal zufällig begegnet, und nun treffen sie sich einmal in der Woche. Die körperliche Nähe, das Glück, das in ihrer Vereinigung liegt, das ist eigentlich mehr als genug. Doch dann will Jay, der ehemalige Musiker, der einst seine Frau und seine Kinder ohne ein Wort verlassen hat, mehr über Claire erfahren. Er folgt ihr, lernt ihren Mann Andy (Timothy Spall) kennen, entreißt ihr langsam ihre Geheimnisse und zerstört alles.
In seiner Arbeit mit den Schauspielern ist Patrice Chérau von seinen Erfahrungen als Theater- und Opernregisseur geprägt, doch seinen Filmen haftet nie etwas Theaterhaftes an. Sie sind reines Kino, nur eben viel direkter, viel dichter, als man es gewohnt ist. Die Körperlichkeit und die Unbefangenheit von Kerry Fox und Mark Rylance wirken beinahe hypnotisch. Sie haben fast etwas Erschütterndes. Man kann zu ihren Figuren praktisch nicht auf Distanz gehen, sie ziehen einen unaufhaltsam in ihren Bann. Man verfällt ihnen regelrecht, teilt ihr Glück wie ihren Schmerz und versteht sie in einem Maße wie kaum andere Kinofiguren.
Intimacy zeichnet ein kompromissloses Bild des modernen Großstadtlebens. Glück erscheint als etwas, das nicht dauerhaft sein kann, das der Mensch, vor allem der Mann, immer wieder selbst zerstört. Und doch wirkt Chéraus Film über die Liebe, über ihre Sprache wie über ihre Sprachlosigkeit, nie hoffnungslos. Am Ende weiß man um die Bedeutung von Geheimnissen und sieht die Menschen mit anderen Augen. -Sascha Westphal


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

Ewig Suchender trifft Lebenshungrige      5 von 5 Punkten
Der Barkeeper Jay erhält jeden Mittwoch Besuch von einer Unbekannten. Sie bleibt für ein paar Stunden leidenschaftlichen Sex und verschwindet wieder. Die beiden wissen nichts voneinander und reden kaum, bis Jay eines Tages Claire heimlich folgt, um mehr über ihr Leben zu erfahren. Er findet heraus, dass sie regelmäßig in einem Pub Theater spielt, verheiratet ist und Kinder hat. Auch Jay war einmal verheiratet und hat Kinder. In Rückblenden und Gesprächen mit dem Barkeeper Ian erfährt der Zuschauer, dass Jay eines Tages seine Familie verlassen hat, einfach so, ohne tiefere Gründe anzugeben.

"Ich dachte, du wüsstest etwas, das ich nicht weiß, und du würdest es mir irgendwann sagen" begründet Jay den Reiz, den Claire auf ihn ausübt, und formuliert damit gleichsam die Erwartung, die er - unbewusst - an diese Beziehung stellt. Jay ist der "ewig Suchende" , der sich im Grunde zutiefst nach mehr Nähe und Verbindlichkeit sehnt, aber nicht wirklich imstande ist, seine eigenen Ansprüche einzulösen, wie sich am Scheitern seiner Ehe zeigt.

Claire hingegen lebt in einer alltagstauglichen Verbindung. Mit einem Mann, der ihr treu ergeben und sehr fürsorglich, aber leider hochgradig unerotisch ist. Sie weiß genau, was sie von Jay will: "Er weiß seine Energien zu nutzen" erläutert sie ihrer besten Freundin seine Vorzüge. Für Claire war daher die Welt in Ordnung, solange sie Jay treffen und seinen Körper genießen konnte - ein freizügiges Geben und Nehmen ohne Forderungen, etwas anderes wollte sie nicht von Jay.

Indem Jay Claire folgt, um ihr "Geheimnis" zu ergründen, verletzt er die unausgesprochenen Spielregeln der beiden und zerstört letztlich das filigrane Gewebe dieser Beziehung.

Intimacy ist eine sparsame, aber sehr präzise und realistische Charakterzeichnung zweier Menschen, die mittels ihrer erotischer Treffen einmal wöchentlich der Tristesse des Großstadtlebens entfliehen - zumindest für eine Weile.


 Weitere Kundenmeinungen


Intimacy [Verleihversion] - Mark RylanceIntimacy [Verleihversion]
Mark Rylance, Kerry Fox, Patrice Chereau

DVD, 1. Januar 2002

Verkaufsrang: 74552

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William Shakespeare - A Life Of Drama [UK IMPORT] - Jonathan MillerWilliam Shakespeare - A Life Of Drama [UK IMPORT]
Jonathan Miller, Glenda Jackson, Baz Luhrmann, Ian McKellen, Germaine Greer

Videokassette, 29. März 1999

Verkaufsrang: 32920

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Angels and Insects - Mark RylanceAngels and Insects
Mark Rylance, Kristin Scott Thomas

DVD


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