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| DVDs: Devid Striesow | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Die Fälscher Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow DVD, 22. Oktober 2007 Verkaufsrang: 750 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden DIE FÄLSCHER
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)
Dieser Film hat Österreich im Jahr 2008 den ersten Oscar beschert 5 von 5 Punkten Der Film selbst beruht auf Erinnerungen des KZ-Überlebenden Adolf Burger,
welcher als Häftling Nr. 64401 das "Unternehmen Bernhard"
(Fälscherwerkstatt der Nazis für Geld, Briefmarken, Dokumente usw.) aus
nächster Nähe erlebte.
Während des Unternehmens Bernhard wurden kriegswichtige KZ-Häftlinge
(Buchdrucker, Grafiker etc.) im KZ Sachsenhausen (gelegen bei Berlin)
zusammengeführt, in einem vom übrigen Konzentrationslager abgetrennten
Bereich untergebracht und dort zur Zwangsarbeit gezwungen - Ziel der Aktion
war es u.a., die Wirtschaft der Kriegsgegner mit perfekt gefälschten
Banknoten zu überfluten, um so z.B. das Vertrauen der britischen
Bevölkerung in die eigene Währung zu zerstören und somit zugleich den
Wirtschaftskreislauf des Gegners nachhaltig zu stören.
Ein Großteil der Handlung spielt hinterm Lagerzaun, in und zwischen
KZ-Baracken - lediglich zu Beginn wird die Vorgeschichte, bzw. gegen Ende
des Filmes das der Befreiung folgende Schicksal des im Film focusierten
"Fälscherkönig Salomon Sorowitsch" (kurz) beleuchtet - die Hauptfigur
Sorowitsch wird gespielt vom österreichischen Schauspieler Karl Markovics,
welcher u.a. aus Fernsehserien, wie z.B. Kommissar Rex und Stockinnger
bekannt ist.
Während der Produktion des angeblich 4 Mio. teuren Filmes wurde u.a. auf
Handkameras zurückgegriffen, diese Vorgehensweise vermittelt dem Zuschauer
oftmals den Eindruck, sich direkt in der gebotenen Szenerie zu befinden -
zudem ist es viel weniger die gelegentliche Darstellung nackter Gewalt,
welche diesem Film zu seiner überaus dichten Atmosphäre verhilft, vielmehr
sind es die in besonderer Weise nachdenklich und schockierend stimmenden
Momente, wie z.B. die überschwängliche Freude der Häftlinge über
zugesteckte Kleinigkeiten und zugestandene Vergünstigungen durch die rund
um die Uhr kontrollierenden und gegenwärtigen Menschenschinder - diese
Stückchen Normalität (so z.B. eine Tischtennisplatte) wirken im Kontext des
Lagerlebens wie inzwischen unglaubliche Märchen aus einer unerreichbar
fernen Traumwelt - die Sequenzen der schmerzlichen Erinnerungen an einst
normal geführte Leben wirken nach, weit über den Abspann hinaus.
Die hier verfilmten Erinnerungen des Adolf Burger bringen das ganze Ausmaß
der Unmenschlichkeit und Überheblichkeit des Nazisystems auf den Punkt !
Wenn auch nur in einer Nebenrolle, so hat doch gerade August Diehl (z.Zt.
im Kino, in "Anonyma - eine Frau in Berlin" zu sehen) in seiner Rolle des
Häftlings Adolf Burger großen Anteil an den Schlüsselszenen dieses wirklich
sehenswerten Filmes!
DIE VERLEIHUNG DES OCAR: Schauspieler und Macher des Filmes wird es ganz
bestimmt gefreut haben, dass man ihre Arbeit seinerzeit mit dieser
international begehrten Auszeichnung belohnt hat - zugleich beweist jedoch
gerade die Entwicklung der Zuschauerzahlen, wie wichtig es immer noch ist
und wohl auch stets sein wird, solche Filmprojekte zu wagen - war "Die
Fälscher" vor dem US-Filmpreis nämlich höchstens ein Fall fürs
Programmkino, stiegen die Zuschauerzahlen nach der Oscar-Verleihung
sprunghaft an, konnten sich plötzlich auch die eher kommerziell
ausgerichteten Kinoketten für den Film erwärmen, war man offenbar erst im
Windschatten des werbeträchtigen Oscar bereit, dieser Art Kino die
wohlverdiente Projektionsfläche zu bieten.... - schade, denn auf diesem
eingeschlagenen Weg braucht man sich eigentlich nicht wundern, wenn die
Lust nach seichter Unterhaltung im Überfluss gefördert wird und somit der
überaus wichtige Bereich der Information über und der Erinnerung an das
dunkelste Kapitel unserer Vergangenheit Gewicht verliert.
Was ich am Film -trotzdem- vermisst habe? Ich wünschte, es wäre mehr über
die einzelnen Teilnehmer des "Unternehmens Bernhard" berichtet worden - die
historischen Zusammenhänge z.B. als Bonusmaterial, wenn auch nur in
Textformat, dokumentiert worden - schade, aber trotzdem dieser Film hat 5
Sterne und vor allen Dingen die Aufmerksamkeit des Publikums verdient -
denn Filme wie dieser tragen dazu bei, dass nicht nicht vergessen wird, was
nicht vergessen werden darf!
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Napola - Elite für den Führer Max Riemelt, Tom Schilling, Devid Striesow DVD, 25. August 2005 Verkaufsrang: 1816 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Zwischen den viel beachteten Der Untergang und Sophie Scholl - Die letzten Tage kam zur Jahreswende 2004/2005 ein weiterer deutscher Film über die Nazi-Zeit in die Kinos, der sich jedoch - im Gegensatz zu seinen thematisch verwandten Kompagnons - einem Aspekt des Dritten Reichs widmete, der bisher noch keine filmische Aufarbeitung erfahren hatte: Dennis Gansels Napola - Elite für den Führer erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft in einer Nationalpolitischen Erziehungsanstalt - Internats-ähnliche Kaderschmieden, in denen das NS-Regime seinen ebenso folgsamen wie skrupellosen Nachwuchs heranzüchtete. Im Zentrum steht der mittellose Berliner Nachwuchs-Boxer Friedrich (Max Riemelt in einer beeindruckenden Vorstellung), der die Napola als einzige Chance sieht, seine erhoffte Sportkarriere wahr machen zu können. Erst der sensible Albrecht (Tom Schilling), Sohn des Gauleiters Heinrich Stein (Justus von Dohnányi), öffnet Friedrich nach und nach die Augen über die systematische Gehirnwäsche, der sie in dieser "Erziehungsanstalt" ausgesetzt sind. Für die Beiden beginnt ein ideologischer Kampf innerhalb dieses Mikrokosmos des unmenschlichen Nazi-Regimes, dessen tragisches Ende vorprogrammiert zu sein scheint. Auch wenn Regisseur und Drehbuch-Autor Gansel mehr aus seinem unverbrauchten Setting hätte machen können, weiß sein Mahnmal für den geistigen Widerstand der Jugend dennoch durch hohe Dramatik und das eindringliche Spiel seiner Hauptakteure zu begeistern. Wohl auch wegen der Unverbrauchtheit seines Sujets umschifft Napola erfolgreich das "Alles schon mal gesehen"-Gefühl bei vielen anderen Filmen über die Nazi-Zeit, und bietet gerade für junge Leute wichtige Denkanstöße, die Napola lange nachwirken lassen. - Frank-Michael Helmke
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 46 Bewertungen)
Spitzenmäßig! 5 von 5 Punkten Großartiger Film, mit talentierten Schauspielern und sehr emotionalen sowie auch sehr "kalten" Szenen. Sehr gut gemacht.
Ansehen wird man nicht bereuen.
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KDD - Kriminaldauerdienst - Staffel 2 Manfred Zapatka, Götz Schubert, Saskia Vester, Barnaby Metschurat, Melika Foroutan DVD, 25. August 2008 Verkaufsrang: 1563 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Universum Film KDD - Kriminaldauerdienst - Staffel 2, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 25.08.08
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
noch besser als die erste 5 von 5 Punkten Zuerste die frohe Nachricht: Es wird auch eine dritte Staffel geben! Die Dreharbeiten haben gerade begonnen, ausgestrahlt werden die neuen Folgen ab Herbst 2009. Bis dahin kann man sich die Zeit mit Staffel 1 und 2 auf DVD vertreiben. Ich war nach der ersten Staffel sehr besorgt. Die Reaktionen der Kritiker waren ja durchweg euphorisch, die Zuschauerresonanz jedoch eher verhalten. Daher war ja zu befürchten, in der zweiten Staffel könnten die Produzenten versucht sein, den besonderen KDD-Look zu glätten, die Erzählweise an herkömmliche Fernsehkrimis anzupassen um eine höhere Quote zu erreichen. Doch nichts da! Meiner Meinung nach sind die Folgen der zweiten Staffel eher noch sperriger und verlangen dem Zuschauer eher noch mehr ab. Dazu kommt, dass eher noch mehr passiert und die Vorkommnisse den Zuschauer noch mehr schockieren, aufwühlen, nachdenklich machen. (Es tauchen wieder viele Geschichten auf, die eindeutig von realen Fällen der vergangenen 1,2 Jahre inspiriert sind.) Einige Handlungsstränge werden weitererzählt, einige sogar aufgelöst, viel mehr aber bleiben - vorerst - offen oder werden noch verworrener. Und wer noch unter dem Cliff-Hanger am Ende der ersten Staffel leidet: Auch die zweite Staffel endet mit einem fiesen offenen Ausgang!
Die DVD-Box der zweiten Staffel beinhaltet vier DVDs, auf der letzten ist allerdings nur Bonus-Material. (Ich habe mich ganz schön erschrocken, als ich abends dachte, ich sehe mir die letzten drei Folgen an und dann feststellen musste, dass die Staffel schon zuende ist!) Den Teil mit den herausgeschnittenen Szenen ("deleted scenes") fand ich sehr interessant, einige doch sehr gute Szenen dabei!
Also viel Spaß mit dieser neuen Box. Wie schon gesagt wurde, macht es viel mehr Spaß, die Folgen auf DVD hintereinander weg zu sehen, als dazwischen immer eine Wochen warten zu müssen. Die Serie profitiert eindeutig vom konzentrierten, zusammenhängenden Sehen!
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Das Herz ist ein dunkler Wald Nina Hoss, Devid Striesow, Franziska Petri DVD, 4. Juli 2008 Verkaufsrang: 4057 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Warner Das Herz ist ein dunkler Wald, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 04.07.08
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wendepunkt. 5 von 5 Punkten Marie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Durch Zufall kommt sie dahinter, dass ihr Mann sie seit Jahren betrügt und ein weiteres Kind hat. Wie unter Schock beginnt Marie zu agieren und stellt ihr bisheriges Leben in Frage. Sie hat auf eine Musikkarriere verzichtet und fühlt sich nun auf einem Abstellgleis des Lebens. Mutig sucht sie alle Beteiligten auf und stellt sie zur Rede. Auch mit ihrem Vater führt Marie eine tiefgründige Aussprache.
Am Abend folgt Marie ihrem Mann zu einem Kostümfest und Konzert in einer abgelegenen mondänen Villa. Künstler und Gäste umgibt etwas geheimnisvolles und auch Marie schlüpft in ein Kostüm. Das Finale kann beginnen.
Die Geschichte behandelt einen Tag im Leben der Protagonistin. Ein schwerer Schicksalsschlag stellt ihr gesamtes bisheriges Leben auf den Prüfstand. Pittoreske Szenen, filigrane Dialoge und überraschende Wendungen generieren eine spannend, knisternde Atmosphäre. Einzelne Passagen werden aus dem Film herausgehoben und reduziert auf die Personen auf die Bühne gestellt. Die schauspielerischen Leistungen sind ausgezeichnet. Nicht zuletzt beeindruckt die Musik- und Showeinlage in der alten Villa. |
Yella Nina Hoss, Devid Striesow, Hinnerk Schönemann, Burghart Klaussner, Barbara Auer DVD, 16. Mai 2008 Verkaufsrang: 3510 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Kampf um Freiheit und Nähe 4 von 5 Punkten Viele Regisseure bezeichneten das Filmen als einen verzweifelten Kampf gegen Vergänglichkeit und Tod. Petzold versucht in seinem neusten Film Yella etwas anderes. Er baut eine filmische Schleife, die Nina Hoess, ohne es zu wissen, immer enger zieht, bis sie am Ende erkennt, dass der Tod die einzige Rettung ist. Ob man dabei die Erzählung von Anfang als Rückblick versteht oder erst nach und nach, ist im Grunde egal. Denn das beklemmende Bauchgefühl eines sicheren Scheiterns vermittelt sich in den starren Bildern und der künstlichen Geräuschskulisse wie von selbst. Der erzählerische Kunstgriff der direkten vorwärts gerichteten und indirekten rückblickenden Erzählung der gleichen Geschichte macht Yella aber auch jenseits dieser gekonnt inszenierten Thrilleratmosphäre zu einem intellektuellen vielleicht philosophischen Ratespiel, das noch lange nachwirkt.
Eine rein politische Lesart des Films, als eine Kritik des menschenverachtenden Turbokapitalismus scheint mir ob von Petzold beabsichtig oder nicht unangebracht. Denn nicht die etwas klischeehafte Darstellung von Business Meetings ist die Stärke des Films, sondern Yellas verzweifelter Kampf um Freiheit und Nähe, der an große Vorbilder wie Hitchcocks Marnie erinnert.
Vision wovon ? 4 von 5 Punkten Die selbstbewusste junge Frau Yella hat sich von ihrem Mann getrennt und eine neue Arbeit in Hannover gefunden. Die Firma ihres Lebenspartners befindet sich im Konkurs, so wie ihre Beziehung. Yella steigt ein letztes Mal zu ihm ins Auto. In der Hoffnung zum Bahnhof gebracht zu werden und das Ende damit zu unterstreichen. Doch es kommt zu einem Selbstmordversuch.
Nass entsteigt Yella der Elbe und bekommt sogar noch ihren Zug. In Hannover erweist sich die Stellenzusage als Flop. Doch Yella lernt im Hotel den Finanzmakler Philipp kennen und der braucht dringend eine tüchtige Assistentin, die sich mit Zahlen gut auskennt. Fortan gehen Philipp und Yella gemeinsam zu den Geschäftsverhandlungen. Es geht um Firmen mit guten Ideen und zu wenig Kapital. Die Konditionen, die Philipp für notwendiges Fremdkapital aushandelt, sind hart und er selbst will auch nicht zu kurz kommen. Das Hazardspiel findet ein jähes Ende, als ein Geschäftsmann dem Druck nicht nachgibt und sich das Leben nimmt.
Der Film erzählt in erster Linie eine Bildergeschichte. Natürlich gibt es jede Menge erklärende Dialoge. Die bleiben aber an der Oberfläche, kratzen nicht an der gezeigten Handlung. Das Leben der Protagonistin scheitert und in einem geschenkten zweiten führt dies ebenfalls zu Tod und Verzweiflung. Pittoreske Szenenbilder, geschickte Kameraführung und immer wieder offene Fragen erzeugen Neugier und Aufmerksamkeit, die leider nicht immer zufrieden gestellt werden. Ein interessanter Film, der ungern seine Geheimnisse preisgibt.
Meisterhaft! 5 von 5 Punkten "Yella" ist einer der stärksten deutschen Filme der letzten Jahre. Christian Petzold gelingt mit diesem Film eine formal wie inhaltlich überragend gestaltete Geschichte, deren Spannweite von der Provinzerzählung über eine Wirtschaftskritik bishin zum surrealen Märchen reicht.
Der Film läuft auf einen großen Clou im Plot hinaus, einen Wendepunkt, der alles Gesehene in einen anderen Kontext stellt. Was mich dabei fasziniert, ist dass sich "Yella" aber nicht einzig und allein auf diesen Wendepunkt verlässt. In vielen Filmen läuft alles nur auf den einen "Twist" hinaus: Beim ersten Sehen große Verwirrung, Schmunzeln bei der Auflösung und schließlich beim zweiten Sehen Freude an den eigentlich doch recht plakativ eingestreuten Hinweisen. "Yella" hingegen ist auch beim zweiten Hinsehen nicht plakativ, sondern unheimlich zurückhaltend und dabei sorgfältig inszeniert. Der Film bleibt auf magische Weise stets in der Schwebe und selbst am Ende kann man nicht so richtig sicher sein, was man denn nun denken und glauben soll.
Was mir persönlich besonders gut gefallen hat, ist die dem Film innewohnende Wirtschaftskritik, die ebenfalls nicht plakativ vorgetragen wird. Yellas Beziehung ist über die Pleite der Firma ihres Mannes in die Brüche gegangen und sie möchte nun einen Neuanfang im entfernten Hannover wagen. Yellas Geschichte ist die einer Frau, die mehr zufällig in die Welt des großen Geldes rutscht und Gefallen an ihrer neuen Rolle findet. Nina Hoss' famoses Spiel spiegelt den Wandel dieser Frau hervorragend wider. Zunächst wirkt sie fahrig, geduckt, verängstigt, ist eine Frau, die es gewohnt ist, auf der Verliererseite zu stehen. Doch später wächst ihr Selbstbewusstsein, in Verhandlungen tritt sie souverän auf, sie wächst auch körperlich in die Gewinner-Rolle. Allerdings möchte Yella auch weiter gehen, erliegt der Versuchung des schnellen Geldes, möchte neben dem beruflichen nun auch ihr privates Glück machen. Und so ist ihr Wandel zur Gewinnerseite auch ein Wandel zu Amoral. Dabei geht sie einen Schritt zu weit und stürzt andere Leute ins Verderben. Bis sie schließlich selbst - noch einmal - stürzt.
Dieser Film ist ein echtes Kunstwerk. Neben den durchweg gut besetzten Rollen sind es insbesondere das Spiel mit Farben und die Tonebene, die "Yella" weit über den Durchschnitt hinausheben. Wie sich das Rascheln der Blätter, das Säuseln des Windes und das Rauschen des Wassers in Yellas Momenten größter Verwirrung zu einem bedrohlichen Klangszenario wandeln, ist große Kunst. Die surreal angehauchten Szenen, in denen Yella wie fremd wirkt, andere Leute durch sie hindurchschauen, als sei sie nicht existent, sind sehr gut umgesetzt worden, ohne dabei den stilistischen Rahmen des Films zu durchbrechen. Hier handelt es sich nicht um groteske David-Lynch-Lookalike-Szenen, sondern um Szenen, die nur knapp neben der Realität stehen. Und dennoch haben diese Szenen ebenso eine Sogwirkung wie Lynch in seinen besten Momenten.
Meine uneingeschränkte Empfehlung für diesen in jeder Hinsicht gelungenen Film!
Überragend inszenierte ... 5 von 5 Punkten ... Geschichte um Business, Liebe, Tod, Ost-West-Konflikt ...
Zum Inhalt:
Yella ist erfolgreich in ihrem Job und liiert mit ihrem nicht minder erfolgreichen Chef Phillip. Sie führt ein schönes Leben. Doch das war nicht immer so. Vor langer Zeit, bevor sie in den Westen aufbrach, lebte Yella im Osten, in einer zerrütteten Ehe und musste mit ansehen, wie die Firma ihres Mannes in Konkurs ging. Zum Glück ist jetzt alles anders. Doch Stimmen der Vergangenheit holen Yella immer wieder ein.
Zum Film:
Meisterregisseur Petzold hat intensiver denn je seine Handschrift hinterlassen: fast schwerelos scheint der Film dahinzufließen. Dabei wird man immer wieder sanft auf falsche Gleise geschickt. Wo ist die Realität, wo beginnt der Traum, wo wird beides vermischt? Vgl. hierzu das absolut fantastische Ende (und den genialen Kniff: was sich wie ein Flüstern der Bäume anhört, entpuppt sich als.... => wird nicht verraten!)
Großartigst bis in alle Nebenrollen besetzt (Berkel, Klaußner, Auer und Petzold jr.in) meistert vor allem Nina Hoss ihre schwierige Rolle mit Bravour. Auch Devid Stresow kann seinen Rollenkonflikt meisterlich darstellen. Und wo Klaußner (in einer seiner Nebenrollen) draufsteht, ist garantiert bester deutscher Film drin.
Fazit:
Anschauen lohnt sich, regt sehr zum Nachdenken an!
Irrlichter 1 von 5 Punkten Irrlichternde Mädchen und Frauen, eines der Hauptthemen, mit welchen Christian Petzold punkten konnte, etwa in "Die innere Sicherheit", "Wolfsburg" oder zuletzt in "Gespenster".
Petzolds neues Werk - D '07, 87 Min - setzt diesen Reigen fort mit "Yella". Yella, die Hauptfigur, gespielt von Nina Hoss, hat sich gerade von ihrem Ex-Freund (~Mann ?) getrennt. Dieser, mit ihr im Geschäft verbunden, er als Geschäftsführer, sie als Buchhalterin, ist quasi bankrott. Seine - verzweifelten - "bleib bei mir-Versuche" wehrt sie ab.
Ihre Antwort ist die "angekündigte Flucht" von Wittenberge nach Hannover (!). Der Verblichene bringt sie natürlich nicht -s.o.- zum Bahnhof, sondern steuert stattdessen den Wagen in die Elbe.
Schön, doch, eigentlich ein feiner Ausgangspunkt für eine nette Geschichte. Yella - mit ihrem Exfreund am Ufer gestrandet - erwacht und besteigt den Zug. In Hannover angekommen, muss sie leider feststellen, dass ihr bereits arrangierter neuer Arbeitsplatz eine Luftblase eines Kriminellen war. Natürlich, sie trifft im Hotel auf die personifizierte Heuschrecke, gespielt von Devid Striesow, jemand, der davon lebt, an faktisch insolventen Firmen zu schmarotzen, vulgo ein Riskokapital-Manager.
Hier entgleitet es Petzold leider. Striesows - TB würde sagen Lebens- - Rolle ist gewiss nicht die eines erfolgreichen Menschen. Bekannt als Verlierer-Typ in Schmids Meisterwerk "Lichter", unvergesslich darin seine Brille und die Jacke, Glanzlichter der Requisite. Brille und Jacke hat er in Petzolds Streifen gegen die Heuschrecken-Version
getauscht, das eher hölzern-blecherne Spiel jedoch beibehalten. Mancher wird einwenden, dies sei doch das Agieren der an solchen Geschäften Beteiligten und Petzold habe diese Rolle für Striesow bewusst so gewählt. Leider wirken die "Geschäftspartner" von Striesow und Hoss weitaus authentischer - Verzeihung für dieses Blasenwort -
glaubwürdiger und eine Kapitalismuskritik mag nur in den dargestellten Verhandlungsszenen erkennen, wer noch nicht an dem Punkt angekommen ist, wo sich Neid am - pekunären - Erfolg von Mitmenschen in Mitleid für das damit verbundene Kleingeistige wandelt.
Nina Hoss geistert derweil treu und später intimer an der Seite ihres "Wirtstiers" herum. Ihre Art, ihr Wille ihren Exfreund finanziell zu unterstützen, unterscheidet sich nicht substantiell von der Striesows. Eher konfus, ohne Charakter, ohne glaubwürdige Gefühle, sich in Tagträumen verlierend, weist ihr Spiel auf die nicht wirklich überraschende Wendung am Ende des Films hin.
Ein Wendung, die zu früh einsetzt - ein Zugeständnis an den amerikanischen Markt ? -, die nicht entschädigt für das zuvor Durchlittene, das Fehlen von Identifikationsfiguren. Ein Film, der an der Zielgruppe vorbeigeht - die Kinos in den Frankfurter Bankenvierteln sollen für eine halbe Woche ausgebucht gewesen sein !? -, ein Streifen, der die Oberflächlichkeit einschlägiger Rezensionen unterstützt, nach dem Motto, ein Film, welcher aktuelle Themen aufgreift, muss von vorneherein gut sein. Dies geht leider hier nicht auf.
Freunde von "Irrlichtern" und Petzold können getrost auf Yella verzichten und den bereits eingangs genannten Streifen "Gespenster" einlegen. Freunde von Petzold-freien Irrlichtern werden sich genussvoll dem gleichermaßen immer noch aktuellen und unvergleichlich runderen Werk Schmids "Lichter" zuwenden, alternativ und thematisch näher finden sie Grafs unverwechselbare Handschrift in "Der Felsen".
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Valerie Agata Buzek, Devid Striesow, Birol Ünel DVD, 18. Januar 2008 Verkaufsrang: 17526 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden VALERIE
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Unglaublich toller Film 5 von 5 Punkten Ansehen, die Geschichte ist ziemlich traurig, aber auch unglaublich schön. Wirklich eine Perle - und so ganz ohne Wertung bei Amazon zu stehen hat er nicht verdient ;-) |
Eden (Limited Pandora-Edition) Josef Ostendorf, Charlotte Roche, Devid Striesow DVD, 27. April 2007 Verkaufsrang: 36889 Pandora Film Eden, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 27.04.07
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Wer Bella Martha mag, dem gefällt auch dieser Film!!! 5 von 5 Punkten Endlich mal ein intelligenter romantischer Film aus Deutschland mit der genialen Charlotte Roche. Und entgegen der üblichen Erwartung spielt sie ruhig und sehr leise. Eden ist eine einsame verheiratete Mutter, die sich in den Koch Gregor oder mehr in seine Kochkunst verliebt. Wenn sie Gregors Süßigkeiten isst, wird sie obsessiv und schlemmt hemmungslos. Ihr Mann Xaver kann nicht verstehen, wenn sie sagt: "diese Praline ist Wollust". Gregor ist mächtig und grobschlächtig, aber ein zarte Seele, der nur über seine Kochkunst mit seiner Umwelt kommuniziert. Die Einzige, die ihn in der Kleinstadt zu verstehen scheint, ist Eden.
Eine originelle Dreiecksgeschichte, gefilmt in appetitlichen Bildern. Der Film ist eine Ode an die unterschiedlichen Schattierungen von Glück und Liebe. Einer der sinnlichsten deutschen Filme der letzten Zeit.
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DIE FÄLSCHER / Edition Der Standard Karl Markovics, Devid Striesow, Martin Brambach, Marie Bäumer, August Diehl DVD Verkaufsrang: 63395 Der Film beruht auf der Autobiographie von Adolf Burger, der miterlebte, wie die Nazis in großem Stil Devisen herstellen ließen, um damit die Weltwirtschaft aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Fälscher" wurde 2008 mit dem Auslandsoscar prämiert.
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Die Fälscher Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow, Martin Brambach, August Zirner DVD Verkaufsrang: 64520 Es war die größte Geldfälschungsaktion aller Zeiten. Über 130 Millionen britische Pfund wurden unter Umständen gedruckt, die nicht spektakulärer und tragischer hätten sein können. Als in den letzten Kriegsjahren die Lage zunehmend aussichtslos wurde, beschloss die Führung des Deutschen Reichs, die Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner selbst herzustellen. Mit den Blüten wollte man die feindliche Wirtschaft überschwemmen und die leeren Kriegskassen füllen. Im KZ Sachsenhausen wurden hierfür unter dem Decknamen Unternehmen Bernhard zwei strikt vom restlichen Lager und der Außenwelt abgeschottete Baracken in eine perfekt ausgestattete Fälscherwerkstatt umgerüstet. Aus anderen Lagern brachte man Häftlinge nach Sachsenhausen, die den Plan umsetzen sollten professionelle Drucker, preußisch korrekte Bankbeamte und Vorstadt-Handwerker, sie alle machte man zu Mitgliedern des streng geheimen Fälscherkommandos. Sie hatten die Wahl: Kooperierten sie mit dem Feind, bekamen sie die Chance zu überleben als Gefangene erster Klasse in einem goldenen Käfig, ausreichend Essen und eigene Betten inbegriffen. Sabotierten sie, bedeutete dies den sicheren Tod. Für DIE FÄLSCHER ging es somit nicht mehr nur darum, Leib und Leben zu retten, sondern auch das eigene Gewissen ...
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Freischwimmer August Diehl, Fritzi Haberlandt, Frederick Lau, Alice Dwyer, Devid Striesow DVD, 7. November 2008 Verkaufsrang: 6530 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| The Counterfeiters [UK IMPORT] August Diehl, Dolores Chaplin, Devid Striesow, Karl Markovics, Martin Brambach DVD, 26. Dezember 2008 Verkaufsrang: 31222 Noch nicht veröffentlicht
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