|
| DVDs: Doris Schretzmayer | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Was tun, wenn's brennt? Til Schweiger, Doris Schretzmayer, Martin Feifel DVD, 3. September 2002 Verkaufsrang: 2827 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Das Timing muss stimmen!" Da dieser Satz aus einem Agitprop-Film der Gruppe 36 im gleichen Maße für Komödien wie für Sprengsätze gilt, kann eine Bombenexplosion zum falschen Zeitpunkt in Gregor Schnitzlers Was tun, wenn's brennt? zum idealen Ausgangspunkt für eines der interessantesten deutschen Spielfilmdebüts der letzten Jahre werden. In den 80er-Jahren haben die sechs der Berliner Hausbesetzerszene angehörenden Mitglieder der Gruppe 36 eben nicht nur filmische Anleitungen zum Bau von Bomben gedreht - Holger Meins' aus den späten 60er-Jahren stammender Kurzfilm über die Herstellung eines Molotowcocktails lässt erkennbar grüßen -, sondern selbst auch welche gebastelt. Als nun zu Beginn des 21. Jahrhunderts einer ihrer damals deponierten Sprengsätze mit fast 15 Jahren Verspätung in einer Grunewalder Villa hochgeht, holt ihre Vergangenheit die inzwischen meist bürgerlich gewordenen Ex-Hausbesetzer und Anarchisten ein. Eine der unbestrittenen Stärken Hollywoods ist seine Fähigkeit, große Unterhaltungs- und Genrefilme zu produzieren, die uns in eine fremde Welt entführen und uns zugleich aber auch etwas über die Welt erzählen, in der wir leben. Das deutsche Kino hat - sieht man einmal von einigen ganz wenigen Regisseuren ab - diese Fähigkeit schon vor langer Zeit verloren. Selbst während des Booms der 1990er-Jahre blieb diese von Filmemachern wie Kritikern, Verleihern wie Publikum konstruierte Trennung, die zwischen einem reinen Unterhaltungskino und dem so genannten Autorenfilm unterscheidet, weit gehend unangetastet. Erst in der letzten Zeit haben so unterschiedliche Regisseure wie Volker Schlöndorff und Oskar Roehler, Christopher Roth und Oliver Hirschbiegel ernsthaft versucht, diese beiden Formen von Filmen, die sich eben gar nicht widersprechen müssen, wieder zusammenzuführen. Ihrem Vorbild ist Gregor Schnitzler mit seinem Erstling gefolgt. Man spürt in nahezu jeder Einstellung und jedem Schnitt von Was tun, wenn's brennt?, dass sein Regisseur zuvor Werbeclips und Musikvideos inszeniert hat. Ihre Ästhetik und ihr Tempo sind hier aber nicht nur Selbstzweck, sie spiegeln das neue Berlin, das kaum noch etwas mit der Stadt verbindet, in der die Mitglieder der Gruppe 36 einst von einer anderen, besseren Welt geträumt haben. Und so wie sich Berlin verändert hat, sind auch die Sechs längst nicht mehr die, die sie einst waren: Maik (Sebastian Blomberg), der nun seine eigene schicke Werbeagentur hat; Nele (Nadja Uhl), die sich als allein erziehende Mutter zweier Kinder durchschlägt; "Terror" (Matthias Matschke), der jetzt als Staatsanwalt auf der anderen Seite steht; Flo (Doris Schretzmeyer), die irgendwie zu Geld gekommen ist. Von Idealen und Träumen haben sie sich weit entfernt. Selbst Tim (Til Schweiger), der letzte authentische Punk Berlins, und der seit einem Unfall an einen Rollstuhl gefesselte Hotte (Martin Feifel) leben nur noch so wie damals, weil sie den Absprung irgendwie verpasst haben. Von ihrem Glauben und ihren Überzeugungen ist zumindest in ihrem Innersten kaum noch etwas übrig. Im Prinzip erzählt Gregor Schnitzler hier die alte Geschichte von den Idealisten, die sich mit der Zeit dem Lauf der Dinge gefügt haben und nun an einem Punkt in ihrem Leben angekommen sind, um den sie eigentlich einen großen Bogen machen wollten. Sein eigentlicher Schachzug ist aber, dass er sie in Beziehung setzt zu den gesellschaftlichen Veränderungen, in deren Gefolge aus der alten BRD die heutige Berliner Republik geworden ist. Auch wenn sich Schnitzlers Blick anscheinend nur auf den Westen der Stadt richtet, erzählt Was tun, wenn's brennt? doch mehr von unserer gesamtdeutschen Wirklichkeit als die meisten Filme. Schnitzler führt zwar nicht jeden seiner Gedanken aus, und einiges bleibt auch etwas plakativ, aber diese kleinen Schwächen gleicht sein hervorragendes Ensemble - allen voran Sebastian Blomberg, Til Schweiger, der hier auf beeindruckende Weise gegen sein Image anspielt, und Martin Feifel - allemal aus. -Sascha Westphal
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Kleinod ! 5 von 5 Punkten In den späten 80ern haben 6 Mitglieder der Berliner Hausbesetzerszene nicht nur Molotows geschmissen sondern auch kleine Bomben zur Durchsetzung ihrer Ideale gebastelt.
13 Jahre später will bis auf zwei "Unbelehrbare" keiner mehr etwas von seiner Vergangenheit und seinen Überzeugungen wissen. Nur dumm, dass ausgerechnet jetzt ein Sprengsatz leicht verspätet hochgeht und sämtliche Spuren nachträglich zu verwischen sind.
"Was tun, wenn}s brennt ?" ist ein cineastisches Kleinod. Tolle Bilder, viel Tempo, super Musik und vor allem: ein super Drehbuch mit witzigen und nachdenklichen Dialogen und einem dafür massgeschneiderten Schauspielerensemble.
Allen voran Til Schweiger, der die Rolle des letzten Punks Tim perfekt interpretiert.
Leuten, die einst ihre Platten und T-Shirts beim Weserlabel gekauft und ihre Jeans mit Domestos behandelt haben, müsste dieser Film eigentlich aus der Seele sprechen:
Staat, Geld, Karriere und Wet-Gel-Arschlöcher, wir zeigen Euch den gestreckten Mittelfinger !
Weitere Kundenmeinungen |
Tempo Xaver Hutter, Nicolette Krebitz, Dani Levy, Simon Schwarz, Michou Friesz DVD Verkaufsrang: 38352 Der 18jährige Jojo rast als Fahrradbote durch die Straßen Wiens, ständig auf der Suche nach Spaß, Liebe und vor allem: guten Raves. Das Abenteuer, in das er bald stolpert, ist zwar ganz anders als seine romantisch-blutrünstigen Tagträume, dafür lernt er aber etwas ganz Neues kennen: die Wirklichkeit. Auch ganz cool.
Das Leben ist halt nicht immer eine geile Party. Aber verdammt oft...
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
tempo, tempo, tempo 4 von 5 Punkten Tempo war meine erste Begegnung mit Oscarpreisträger (die Fälscher)Stefan Ruzowitzkys Können. Ein packender, witziger, actionreicher Film. "Lola Rennt" auf wienerisch wenn man unbedingt einen Vergleich ziehen will. großartig: Simon Schwarz (Komm Süßer Tod, Trautmann), wunderschön: Nicolette Krebitz |
Jagdfieber - Der Pilotfilm aus der Serie: Die Neue - Eine Frau mit Kaliber Doris Schretzmayer DVD Verkaufsrang: 51412
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Macht Lust auf mehr 5 von 5 Punkten Junge Kommissarin wird von der Stadt in die Provinz versetzt, stößt dort bei den Einheimischen auf Skepsis aber vor allem auch bei ihrem Amtsvorgänger. Die Konflikte sind altbekannt und oft verfilmt: Frau - Mann, Jung - Alt, Fremde - Einheimische, Städterin - Dorfbewohner.
Trotz allem gelang es mit "Jagdfieber" jedoch, eine Pilotfolge zu schaffen, die Lust auf mehr macht. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und gut besetzt. Das Salzkammergut liefert eine idyllische Kulisse, in der längst nicht alles idyllisch ist, wie sich schon beim ersten, spannenden Mordfall zeigt.
Die Hauptdarsteller sind Doris Schretzmayer als Lisa Engel, Heinz Marecek als Rudi Aschenbrenner und Dirk Martens als Eddie Modnsee.
Kritik muss aber erneut an SAT.1 gehen, das es wieder nicht schafft, eine Serie komplett aufzulegen. |
1/2 Miete Stephan Kampwirth, Doris Schretzmayer, Sven Pippig DVD, 1. November 2004 Verkaufsrang: 51689 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
eine schöne, unkonventionelle Geschichte 4 von 5 Punkten Die Hauptfigur lebt als Hacker vom Verkauf geheimer Firmeninformationen. Als sich seine von Wahnvorstellungen verwirrte Lebensgefährtin umbringt, flüchtet er aus der Stadt und landet eher zufällig in Köln. Dort verschafft er sich Zugang zu Wohnungen, während die Besitzer/innen weg sind. Nicht um dort etwas zu stehlen, sondern um zu schlafen, zu duschen, zu essen, auszuruhen. Zunächst schwankt er noch hin- und her zwischen seinem alten Hacker-Leben und einem Neuanfang, mag sich dann aber nicht länger im Verborgenen zu halten. Nach und nach fängt er an, sich bemerkbar zu machen, kleine (gutgemeinte) Veränderungen vorzunehmen, wie z.B. neue Lebensmittel in den Kühlschrank zu legen. Tatsächlich kann das angstschürende Eindringen in die Privatsphäre der Menschen sich zu einem Dasein als willkommener Gast entwickeln. "1/2 Miete" braucht zwar eine Weile, um in Fahrt zu bekommen, um so schöner und einfallsreicher wird die Handlung aber erzählt, als der Film seine eigene Dynamik entfaltet. Besonders gefallen hat mir die unkonventionelle, aber nicht anstrengede Erzählweise, die eine gute Geschichte nicht unnötig aufbläht, sondern subtil und doch unterhaltsam schildert. Zu dem angenehmen Gefühl, das auch noch nach dem Ende des Films noch geblieben ist, trägt auch die angenehme musikalische Untermalung bei. |
Was tun, wenn's brennt? Til Schweiger, Doris Schretzmayer, Martin Feifel Videokassette, 3. September 2002 Verkaufsrang: 373 "Das Timing muss stimmen!" Da dieser Satz aus einem Agitprop-Film der Gruppe 36 im gleichen Maße für Komödien wie für Sprengsätze gilt, kann eine Bombenexplosion zum falschen Zeitpunkt in Gregor Schnitzlers Was tun, wenn's brennt? zum idealen Ausgangspunkt für eines der interessantesten deutschen Spielfilmdebüts der letzten Jahre werden. In den 80er-Jahren haben die sechs der Berliner Hausbesetzerszene angehörenden Mitglieder der Gruppe 36 eben nicht nur filmische Anleitungen zum Bau von Bomben gedreht - Holger Meins' aus den späten 60er-Jahren stammender Kurzfilm über die Herstellung eines Molotowcocktails lässt erkennbar grüßen -, sondern selbst auch welche gebastelt. Als nun zu Beginn des 21. Jahrhunderts einer ihrer damals deponierten Sprengsätze mit fast 15 Jahren Verspätung in einer Grunewalder Villa hochgeht, holt ihre Vergangenheit die inzwischen meist bürgerlich gewordenen Ex-Hausbesetzer und Anarchisten ein. Eine der unbestrittenen Stärken Hollywoods ist seine Fähigkeit, große Unterhaltungs- und Genrefilme zu produzieren, die uns in eine fremde Welt entführen und uns zugleich aber auch etwas über die Welt erzählen, in der wir leben. Das deutsche Kino hat - sieht man einmal von einigen ganz wenigen Regisseuren ab - diese Fähigkeit schon vor langer Zeit verloren. Selbst während des Booms der 1990er-Jahre blieb diese von Filmemachern wie Kritikern, Verleihern wie Publikum konstruierte Trennung, die zwischen einem reinen Unterhaltungskino und dem so genannten Autorenfilm unterscheidet, weit gehend unangetastet. Erst in der letzten Zeit haben so unterschiedliche Regisseure wie Volker Schlöndorff und Oskar Roehler, Christopher Roth und Oliver Hirschbiegel ernsthaft versucht, diese beiden Formen von Filmen, die sich eben gar nicht widersprechen müssen, wieder zusammenzuführen. Ihrem Vorbild ist Gregor Schnitzler mit seinem Erstling gefolgt. Man spürt in nahezu jeder Einstellung und jedem Schnitt von Was tun, wenn's brennt?, dass sein Regisseur zuvor Werbeclips und Musikvideos inszeniert hat. Ihre Ästhetik und ihr Tempo sind hier aber nicht nur Selbstzweck, sie spiegeln das neue Berlin, das kaum noch etwas mit der Stadt verbindet, in der die Mitglieder der Gruppe 36 einst von einer anderen, besseren Welt geträumt haben. Und so wie sich Berlin verändert hat, sind auch die Sechs längst nicht mehr die, die sie einst waren: Maik (Sebastian Blomberg), der nun seine eigene schicke Werbeagentur hat; Nele (Nadja Uhl), die sich als allein erziehende Mutter zweier Kinder durchschlägt; "Terror" (Matthias Matschke), der jetzt als Staatsanwalt auf der anderen Seite steht; Flo (Doris Schretzmeyer), die irgendwie zu Geld gekommen ist. Von Idealen und Träumen haben sie sich weit entfernt. Selbst Tim (Til Schweiger), der letzte authentische Punk Berlins, und der seit einem Unfall an einen Rollstuhl gefesselte Hotte (Martin Feifel) leben nur noch so wie damals, weil sie den Absprung irgendwie verpasst haben. Von ihrem Glauben und ihren Überzeugungen ist zumindest in ihrem Innersten kaum noch etwas übrig. Im Prinzip erzählt Gregor Schnitzler hier die alte Geschichte von den Idealisten, die sich mit der Zeit dem Lauf der Dinge gefügt haben und nun an einem Punkt in ihrem Leben angekommen sind, um den sie eigentlich einen großen Bogen machen wollten. Sein eigentlicher Schachzug ist aber, dass er sie in Beziehung setzt zu den gesellschaftlichen Veränderungen, in deren Gefolge aus der alten BRD die heutige Berliner Republik geworden ist. Auch wenn sich Schnitzlers Blick anscheinend nur auf den Westen der Stadt richtet, erzählt Was tun, wenn's brennt? doch mehr von unserer gesamtdeutschen Wirklichkeit als die meisten Filme. Schnitzler führt zwar nicht jeden seiner Gedanken aus, und einiges bleibt auch etwas plakativ, aber diese kleinen Schwächen gleicht sein hervorragendes Ensemble - allen voran Sebastian Blomberg, Til Schweiger, der hier auf beeindruckende Weise gegen sein Image anspielt, und Martin Feifel - allemal aus. -Sascha Westphal
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Kleinod ! 5 von 5 Punkten In den späten 80ern haben 6 Mitglieder der Berliner Hausbesetzerszene nicht nur Molotows geschmissen sondern auch kleine Bomben zur Durchsetzung ihrer Ideale gebastelt.
13 Jahre später will bis auf zwei "Unbelehrbare" keiner mehr etwas von seiner Vergangenheit und seinen Überzeugungen wissen. Nur dumm, dass ausgerechnet jetzt ein Sprengsatz leicht verspätet hochgeht und sämtliche Spuren nachträglich zu verwischen sind.
"Was tun, wenn}s brennt ?" ist ein cineastisches Kleinod. Tolle Bilder, viel Tempo, super Musik und vor allem: ein super Drehbuch mit witzigen und nachdenklichen Dialogen und einem dafür massgeschneiderten Schauspielerensemble.
Allen voran Til Schweiger, der die Rolle des letzten Punks Tim perfekt interpretiert.
Leuten, die einst ihre Platten und T-Shirts beim Weserlabel gekauft und ihre Jeans mit Domestos behandelt haben, müsste dieser Film eigentlich aus der Seele sprechen:
Staat, Geld, Karriere und Wet-Gel-Arschlöcher, wir zeigen Euch den gestreckten Mittelfinger !
Weitere Kundenmeinungen |
What To Do In Case Of Fire [UK IMPORT] Til Schweiger, Martin Feifel, Sebastian Blomberg, Klaus Lowitsch, Matthias Matschke DVD, 28. April 2003 Verkaufsrang: 88102 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Klasse Film - aber lieber gleich die deutsche Version nehmen 4 von 5 Punkten Ein absoluter Topfilm. Unterhaltsam und spannend bis zuletzt. Einen Stern abzug gibts für eine gewisse Klische-/Kitschhaftigkeit: Nach vielen Jahren müssen sich die Expunks wiedertreffen, und was sind sie mittlerweile: New-Economy - Stars, Rechstanwälte (oder Richter?) und Hausfrauen - absolut bürgerlich also. Ausführlichere Kritiken gibts bei der deutschen Version des Films, Titel hier: "Was tun wenn's brennt". Da der Film auch deutsch ist (und die DVD _deutlich_ billiger ist) würde ich auch dringend anraten die zu kaufen. |
 | Seiten: 1 |  |
|

|