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| DVDs: Falko Skrabal | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Meine Schwester Maria Maria Schell, Maximilian Schell, Falko Skrabal DVD, 1. September 2003 Verkaufsrang: 33881 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Entwürdigendes Machwerk übelster Art 1 von 5 Punkten Dies dürfte, zu meinem Entsetzen, die wohl entsetzlichste "Dokumentation" sein, die jemals gedreht wurde. Wer allen Ernstes erwartet, hier etwas über Maria Schell zu erfahren, wird schnell eines Besseren belehrt - oder vielmehr eines (weitaus) Schlimmeren.
Maria Schell, ihr Leben und ihr gesundheitlicher Zustand werden hier nämlich allein zum Vorwand genommen, damit sich nach und nach, der gesamte Schell-Clan in peinlichster Weise als Gutmenschen in Szene setzen kann. Und wie sie sich dabei gerieren, ist an Erbärmlichkeit kaum zu unterbieten. Normalität vorgaukelnde Spielszenen, deren künstliche Gestelztheit durch unterlegte Geigenklänge in pathetische Regionen getreiben werden, von denen kein Provinztheater jemals zu träumen wagte, wechseln mit dem stereotyp wiederholten Bekenntnis, was für ein guter Mensch sie - Maria Schell - doch sei. Womit die Informationsflut über die titelgebende Figur schon erschöpft wäre.
Der Rest besteht aus Maximilian Schell, Maximilan Schell, Maximilian Schell sowie seiner Tochter, seiner Frau, seinem... Und allen geht es so verdammt offensichtlich nur um Eines: sich selber darzustellen. Ob seine Frau einen schmachttriefenden Brief vorliest oder er selbst ein Gemälde von Rothko zu ihren Gunsten versteigern lässt - Maria Schell bildet immer nur den gierig ergriffenen Anlass, die eigene Persönlichkeit zu präsentieren. Oder vielmehr den eklatanten Mangel an selbiger.
In Österreich gibt es dafür ein schönes Wort: Outriertheit. Und dieser Film ist die perfekte Beschreibung dafür.
Falls jemand denken sollte, ich würde hier übertreiben, der kann es gerne unternehmen, sich diesen Film anzutun. Eine Viertelstunde sollte genügen, um diese Vermutung nachhaltig zu zerstreuen. Was sage ich, allein schon die ersten fünf Minuten reichen!
Letztendlich bleibt für mich nur eine Frage: warum hat Herr Schell diese desinteressierte Hinrichtung dritter Klasse nicht gleich: "Ich, Maria Schells Bruder" genannt. Es würde weder dem Film, noch Maria Schell helfen. Aber es wäre zumindest ehrlicher gewesen.
Prädikat: abartig, peinlich, beschämend, unerträglich, entwürdigend (sic!), entlarvend.
PS: Es bleibt zu hoffen, dass eines Tages doch noch eine Dokumentation erstellt werden wird, die Leben und Werk von Maria Schell zu würdigen weiss. |
Meine Schwester Maria Maria Schell, Maximilian Schell, Falko Skrabal Videokassette, 1. September 2003 Verkaufsrang: 18332 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Entwürdigendes Machwerk übelster Art 1 von 5 Punkten Dies dürfte, zu meinem Entsetzen, die wohl entsetzlichste "Dokumentation" sein, die jemals gedreht wurde. Wer allen Ernstes erwartet, hier etwas über Maria Schell zu erfahren, wird schnell eines Besseren belehrt - oder vielmehr eines (weitaus) Schlimmeren.
Maria Schell, ihr Leben und ihr gesundheitlicher Zustand werden hier nämlich allein zum Vorwand genommen, damit sich nach und nach, der gesamte Schell-Clan in peinlichster Weise als Gutmenschen in Szene setzen kann. Und wie sie sich dabei gerieren, ist an Erbärmlichkeit kaum zu unterbieten. Normalität vorgaukelnde Spielszenen, deren künstliche Gestelztheit durch unterlegte Geigenklänge in pathetische Regionen getreiben werden, von denen kein Provinztheater jemals zu träumen wagte, wechseln mit dem stereotyp wiederholten Bekenntnis, was für ein guter Mensch sie - Maria Schell - doch sei. Womit die Informationsflut über die titelgebende Figur schon erschöpft wäre.
Der Rest besteht aus Maximilian Schell, Maximilan Schell, Maximilian Schell sowie seiner Tochter, seiner Frau, seinem... Und allen geht es so verdammt offensichtlich nur um Eines: sich selber darzustellen. Ob seine Frau einen schmachttriefenden Brief vorliest oder er selbst ein Gemälde von Rothko zu ihren Gunsten versteigern lässt - Maria Schell bildet immer nur den gierig ergriffenen Anlass, die eigene Persönlichkeit zu präsentieren. Oder vielmehr den eklatanten Mangel an selbiger.
In Österreich gibt es dafür ein schönes Wort: Outriertheit. Und dieser Film ist die perfekte Beschreibung dafür.
Falls jemand denken sollte, ich würde hier übertreiben, der kann es gerne unternehmen, sich diesen Film anzutun. Eine Viertelstunde sollte genügen, um diese Vermutung nachhaltig zu zerstreuen. Was sage ich, allein schon die ersten fünf Minuten reichen!
Letztendlich bleibt für mich nur eine Frage: warum hat Herr Schell diese desinteressierte Hinrichtung dritter Klasse nicht gleich: "Ich, Maria Schells Bruder" genannt. Es würde weder dem Film, noch Maria Schell helfen. Aber es wäre zumindest ehrlicher gewesen.
Prädikat: abartig, peinlich, beschämend, unerträglich, entwürdigend (sic!), entlarvend.
PS: Es bleibt zu hoffen, dass eines Tages doch noch eine Dokumentation erstellt werden wird, die Leben und Werk von Maria Schell zu würdigen weiss.
Liebevolles und doch erstaunlich objektives Porträt 4 von 5 Punkten Dies ist eine Dokumentation Maximilian Schells (selbst ja Schauspieler) über seine - einst - berühmte schauspielernde Schwester Maria, entstanden zwei Jahre nach deren Selbstmordversuch und zwei Jahre vor ihrem Tod. Wer glaubt, dies artet in billge Lobhudelei aus, irrt: Schell (und Co-Autor Gero von Boehm) schaffen die schwierige Balance zwischen Hommage an eine große Darstellerin (mein Fall ist sie jedoch nicht ganz, mit Ausnahme der Western, wo sie völlig aus sich herausgehen kann - tolle Ausschnitte), mit vielen alten Filmausschnitten, und der Aufnahme des - kritischen - Jetzt-Zustandes (Maria war ja zu diesem Zeitpunkt schon total verschuldet) erstaunlich gut. Rührend, wie der Bruder auf seine Schwester eingeht und ihr genau die richtigen und wichtigen Fragen stellt (die sich freilich eher auf die Vergangenheit beziehen). Doch keine Angst: Sie ist keineswegs geistig weggetreten (wie in den Klatschmagazinen oft behauptet wurde) und kann alles noch völlig klar beantworten, trotz ihrer gewissen körperlichen Unbeweglichkeit (zu diesem Zeitpunkt hatte sie ja bereits zwei Schlaganfälle erlitten); es macht Spaß, ihr zuzuhören. Die Sprache kommt auf ihre diversen männlichen Filmpartner (ich will nicht zuviel verraten, aber Gary Cooper war wohl ihr liebster), besonders auf ihre letzte große Liebe, ein Russe (der "nie mehr angerufen hat" - eine sehr traurige Stelle, hier weint sie, in Gegenwart von Schells Frau), aber auch auf die Familie. Auch spielen diverse Nachbarskinder (ich konnte sie nicht alle einordnen) wacker mit, um das Bild des Almlebens zu vervollständigen (Sonnenuntergang inklusive). Insgesamt also eine sehr anrührende, gelungene Hommage (teilweise geschmackvoll mit Bach-Musik unterlegt), die sehr zum Verständnis der Ursachen der Lebensweise Maria Schells in ihren letzten Jahren beiträgt (Fans mögen durch ihr Erscheinungsbild sowie durch die Veränderung ihrer Stimme geschockt sein). Den pseudowissenschaftlichen Begleitkommentar eines befreundeten Arztes, der etwas von verschiedenen Bewußtseinsebenen faselt, hätte man sich allerdings sparen können (aber das hat wohl noch andere Gründe)... Auch wenn mir ihre Filme nicht so viel bedeuten (da ich einer ganz anderen Generation angehöre) so kann ich jetzt jedoch überreißen, welches Verdienst sich Maria Schell durch ihr enormes Oeuvre als Vorbild und Idol vieler im Nachkriegs-Deutschland erworben hat, und habe durchaus Verständnis für die (Verweigerungs-)Haltung gegen Ende ihres Lebens ("Ich habe den Menschen so viel gegeben, jetzt sollen sie mir einmal etwas zurückgeben" [Kaufsucht], sowie ständiger Fernsehkonsum alter Filme: "Dann bin ich sofort wieder in der Rolle drin"). Einzig weil der Beginn des Porträts etwas zu langatmig-dramatisierend daherkommt (Maria wird ersteinmal lange Zeit nicht gezeigt) und die Aufeinanderfolge alter Filmausschnitte hier zu schnell und zu wirr ist, muß man einen Bewertungsstern abziehen. Dennoch handelt es sich um eine sehr sehenswerte Dokumentation, die trotz aller Traurigkeit des Ist-Zustandes der Schell ein sehr schönes Gefühl zurückläßt. "Einnerungen kann einem niemand mehr nehmen" - wie wahr. |
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