DVDs: Hanna Schygulla

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Liebe ist kälter als der Tod - Ulli LommelLiebe ist kälter als der Tod
Ulli Lommel, Hanna Schygulla

Videokassette, 1. Juni 1992
     Verkaufsrang: 36278     

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"Franz ist in die Maschen eines Syndikats geraten. Während man ihn gefangenhält, entwickelt sich zwischen ihm und Bruno, scheinbar ein Mitgefangener, eine Freundschaft. Bruno allerdings ist vom Syndikat beauftragt worden, Franz "arbeitswilliger" zu machen. Nach seiner Freilassung kehrt Franz zu seiner Freundin Joanna zurück, die als Prostituierte Geld für beide verdient. Bruno besucht ihn, drängt sich zwischen ihn und Joanna. Franz entscheidet sich - im Zwang eines merkwürdigen Ehrenkodex - für Bruno, der versucht, ihn durch gemeinsame Überfälle an sich und das Syndikat zu binden. Die Gewissenlosigkeit, mit der Bruno seinen Weg verfolgt, seine Morde, werden Joanna unheimlich. Um Franz vor Schlimmerem zu bewahren, verrät sie ihren nächsten Überfall der Polizei. Bruno wird erschossen. Franz kann ihn in ihr Auto ziehen und mit Joanna fliehen. Auf einer Landstraße öffnet Joanna die Wagentür und wirft, der sie verfolgenden Polizei, den toten Gangster vor den Wagen."



Wrong Move [UK IMPORT] - Rudiger VoglerWrong Move [UK IMPORT]
Rudiger Vogler, Hanna Schygulla, Nastassja Kinski

Videokassette, 26. September 1994
    

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"Von einem, der auszog, das Schreiben zu lernen. Wilhelm Meister reist in die deutsche Alltäglichkeit. Den Worten entgegen. Der alte Laertes, die stumme Mignon und die Schauspielerin Therese begleiten ihn auf seiner Odysee. Wilhelm sucht in der Ferne, was er nur bei sich selbst finden kann."



Die bitteren Tränen der Petra von Kant - Irm HermannDie bitteren Tränen der Petra von Kant
Irm Hermann, Margit Carstensen, Hanna Schygulla

Videokassette, 1. September 1992
     Verkaufsrang: 39683     

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"Ein Frauenschicksal: Besitzgier und Eifersucht, Unterdrückung und Abhängigkeit. Die erfolgreiche Modeschöpferin Petra von Kant verliebt sich in ein Mädchen, das wesentlich jünger ist als sie, Karin Thimm. Petra von Kant, die ihren ersten Mann durch einen Unfall verloren hat und von ihrem zweiten Mann geschieden ist, gerät in einen Aufruhr der Gefühle. Als Karins Mann aus dem Ausland zurückkehrt, verläßt sie Petra. Das abrupte Ende ihres Glücks stürzt Petra in Verzweiflung. Nur langsam beginnt sie zu verstehen, daß sie Karin nicht wirklich geliebt hat, sondern sie besitzen wollte. Voller Hoffnung bietet sie ihrer Sekretärin Marlene ein neues, gemeinsames Leben an..."

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Furioses Kammerspiel für Margit Carstensen und die Schygulla      5 von 5 Punkten
Petra von Kant - erfolgreiche Modeschöpferin in den Dreißigern - hat zwei unglückliche Ehe- Beziehungen hinter sich. Auf beruflichem Wege lernt sie das aufstrebende Model Karin Thimm kennen - und ihre erwachende Liebe zum eigenen Geschlecht. Die aus unterpriviligierten Verhältnissen stammende Karin erkennt allerdings schnell, dass ihr Eingehen auf das linkische Liebeswerben ihrer älteren Freundin vor allen Dingen ihrer beruflichen Karriere dient. Den Schein einer glücklichen lesbischen Liebe läßt Karin vollends auffliegen, als sich ihr Ex- Mann am Horizont wiedermeldet. Die verlassene Petra bricht zusammen, läuft Amok und muß am Schluss selber feststellen: "Ich habe sie nicht geliebt, ich habe sie nur besitzen wollen." Fassbinders Moritat über die Schwierigkeit einer echten, selbstlosen Liebe nimmt sich viel Zeit, die beiden Hauptprotagonisten ausführlich zu beschreiben, die hervorragend von den beiden First Ladies der Fassbinder- Familie dargestellt werden: Hanna Schygulla als Karin Thimm und Margit Carstensen als die Petra von Kant - ihre erste Hauptrolle in einem Fassbinder- Film überhaupt. Das mondäne Wohnambiente der Modeschöpferin wird ausgezeichnet von Kameramann Michael Ballhaus in Szene gesetzt und - schließlich ebenso wirkungsvoll dekonstruiert, wenn Petra in blinder Wut die edlen Requisiten zertrümmert, die ihre Welt ausmachen.


Eine Liebe in Deutschland - Hanna SchygullaEine Liebe in Deutschland
Hanna Schygulla, Piotr Lysak, Daniel Olbrychski

Videokassette, 17. Januar 1995
     Verkaufsrang: 16259     

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"Eine verbotene Liebe während des Dritten Reichs. Während ihr Mann als Soldat im Zweiten Weltkrieg dient, führt Pauline den gemeinsamen Dorfladen weiter. Die Arbeit ist schwer. Nur Stani hilft ihr jeden Abend beim Schleppen der Kartoffelkisten. Sie verlieben sich ineinander. Pauline ist Mitte Dreißig, Stani ist 20. Sie ist Deutsche, er polnischer Zwangsarbeiter. Die Nazi-Verordnungen verbieten solche Beziehungen aufs Strengste. Die beiden verbindet eine leidenschaftliche Affäre, die vor nichts halt macht - obwohl über ihnen ständig die Angst vor Entdeckung oder Denunziation schwebt."



Die bitteren Tränen der Petra von Kant - Irm HermannDie bitteren Tränen der Petra von Kant
Irm Hermann, Margit Carstensen, Hanna Schygulla

DVD, 4. September 2002
     Verkaufsrang: 53937     

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In den 13 Jahren, in denen seine Fernseh- und Kinofilme entstanden sind, hat Rainer Werner Fassbinder zugleich immer auch noch an verschiedenen Bühnen in Deutschland gearbeitet und dort eigene genauso wie fremde Stücke inszeniert. Einige dieser Theaterarbeiten hat er dann später selbst verfilmt. So basiert neben seinem zweiten Film Katzelmacher auch das 1972 entstandene Melodrama Die bitteren Tränen der Petra von Kant auf einem von ihm geschriebenen Stück, das er 1971 bei der Experimenta in Frankfurt uraufgeführt hat. Doch während Katzelmacher mit seinen wechselnden Schauplätzen die Spuren seiner Entstehung etwas zu verwischen scheint, betont Fassbinder bei seiner Umsetzung von Petra von Kant den Ursprung des Stoffes ganz bewusst und lässt uns nie vergessen, dass wir hier Kino gewordenes Theater sehen.

Die Modeschöpferin Petra von Kant (Margit Carstensen) lebt nach der Scheidung von ihrem Mann alleine mit ihrer die ganze Zeit über stumm bleibenden Dienerin Marlene (Irm Hermann) in einer großbürgerlichen Wohnung zusammen. Getrieben von ihren emanzipatorischen Vorstellungen kritisiert sie jede Form von Liebe, die auf Herrschaft und Unterwürfigkeit basiert. Nur vergisst sie augenblicklich ihre Ideen, als sie sich in die aus dem Arbeitermilieu kommende Karin (Hanna Schygulla) verliebt. Die Jüngere ist zwar bereit, sich kaufen zu lassen, aber ihre Freiheit will sie auf keinen Fall aufgeben. So bleibt ihr letztlich nichts anderes übrig, als Petra zu verlassen. Nach einem Zusammenbruch an ihrem 35. Geburtstag erkennt die Modeschöpferin, dass sie lernen muss, zu lieben, ohne Forderungen zu stellen.

Nach den ersten sehr spröden Filmen, die sich einer konventionellen oder auch nur klassischen Kinoästhetik konsequent entzogen haben, begann Rainer Werner Fassbinder relativ bald mit seiner Suche nach einer Filmsprache, in der sich seine Ideen und die Traditionen des großen Erzählkinos zu einer perfekten Einheit fügen. Bei Die bitteren Tränen der Petra von Kant hat er diese ersehnte Harmonie zum ersten Mal erreicht. Auch wenn das Theaterhafte des Projekts -- der Film verlässt den Raum, in dem Petra arbeitet und schläft, liebt und herrscht, praktisch nicht, und auch die ursprüngliche Akteinteilung ist noch genau zu erkennen -- ganz im Vordergrund steht, war Fassbinder mit keinem anderen Film, vielleicht einmal abgesehen von Lili Marleen, Hollywood so nah wie hier.

Die Geschichte der Modeschöpferin, die von einer anderen, gleichberechtigten Liebe träumt und doch die Fehler ihres Mannes wiederholt, ist Fassbinders Version eines der amerikanischen Woman's Films, der Frauenfilme der 40er- und 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Wie George Cukor, Joseph Mankiewicz und Douglas Sirk porträtiert er nicht nur das Schicksal einer Frau, die sich im gleichen Maße selbst zerstört, wie sie von anderen zerstört wird, er seziert zugleich die gesellschaftlichen Bedingungen, die den Niedergang seiner Heldin unvermeidlich machen. In der bürgerlichen Welt, deren Gefangene Petra von Kant ist -- sie scheint ihre Wohnung nie zu verlassen --, wird Liebe immer einem Besitzverhältnis gleichkommen. Diese wahrhaft bittere Erkenntnis präsentiert uns Fassbinder hier in so kunstvollen wie künstlichen Bildkompositionen, deren betörende Schönheit nie von Margit Carstensens grandioser Charakterstudie ablenkt, ihr ganz im Gegenteil sogar noch eine größere Intensität verleiht. --Sascha Westphal

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Kammerspiel, Trauerspiel, Lustspiel, Frustspiel-Geilo!      5 von 5 Punkten
Das klassische Lindenberg-Geilo für eine Doppel-DVD der Extraklasse:

DVD 1: Fassbinders Verfilmung des Theaterstücks mit einer alles sehr gute noch bei weitem übertreffenden Margit Carstensen in der Rolle der Petra von Kant. Sie spielt so intensiv, dass man
den Eindruck hat, man stünde direkt mit ihr in der Szene. Hanna Schygulla und Irm Hermann, als Gesichtsvorgängerin von Zellweger im Bridget Jones-Stil zurechtgeschminkt, flankieren und quälen die Carstensen verlässlich klassisch. Genial auch Eva Mattes im Internats-Outfit und mit Bubiköpfchen toupiert. Zwei Stunden intensive Dialogintensität und Bildpower vom Meister der Kamera, Michael Ballhaus. Die Ausstattung ist besonders erwähnenswert.

Extra hier: Interview mit Irm Hermann, Bios von Schygulla, Carstensen, Hermann.

DVD2: Life, Love und Celluloid: Semidoku-Film von J.Lorenz über Fassbinder-Retro im MOMA, New York, featuring Gotti John, Rosi Zech, Günni Lamprecht und Hanna Schygulla als Sängerin.

Dazu: Fassbinders Kurzfilm "Stadtstreicher". Legendärer Anfangsstreifen Fassbinders, in München aufgenommen.

Schade, dass RWF so früh abtrat, aber wenn einer, dann konnte er sich einen so zeitigen Abgang leisten wie das vorliegende 2DVD-Set einmal mehr eindrucksvoll beweist.

5 Sterne für faszinierendes Filmschaffen, tolle Menschen und würdige Wiederveröffentlichungen durch die Fassi Foundation.

Hut ab!

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Die bitteren Tränen der Petra von Kant - Irm HermannDie bitteren Tränen der Petra von Kant
Irm Hermann, Margit Carstensen, Hanna Schygulla

Videokassette, 22. August 2002
     Verkaufsrang: 12403     

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In den 13 Jahren, in denen seine Fernseh- und Kinofilme entstanden sind, hat Rainer Werner Fassbinder zugleich immer auch noch an verschiedenen Bühnen in Deutschland gearbeitet und dort eigene genauso wie fremde Stücke inszeniert. Einige dieser Theaterarbeiten hat er dann später selbst verfilmt. So basiert neben seinem zweiten Film Katzelmacher auch das 1972 entstandene Melodrama Die bitteren Tränen der Petra von Kant auf einem von ihm geschriebenen Stück, das er 1971 bei der Experimenta in Frankfurt uraufgeführt hat. Doch während Katzelmacher mit seinen wechselnden Schauplätzen die Spuren seiner Entstehung etwas zu verwischen scheint, betont Fassbinder bei seiner Umsetzung von Petra von Kant den Ursprung des Stoffes ganz bewusst und lässt uns nie vergessen, dass wir hier Kino gewordenes Theater sehen.

Die Modeschöpferin Petra von Kant (Margit Carstensen) lebt nach der Scheidung von ihrem Mann alleine mit ihrer die ganze Zeit über stumm bleibenden Dienerin Marlene (Irm Hermann) in einer großbürgerlichen Wohnung zusammen. Getrieben von ihren emanzipatorischen Vorstellungen kritisiert sie jede Form von Liebe, die auf Herrschaft und Unterwürfigkeit basiert. Nur vergisst sie augenblicklich ihre Ideen, als sie sich in die aus dem Arbeitermilieu kommende Karin (Hanna Schygulla) verliebt. Die Jüngere ist zwar bereit, sich kaufen zu lassen, aber ihre Freiheit will sie auf keinen Fall aufgeben. So bleibt ihr letztlich nichts anderes übrig, als Petra zu verlassen. Nach einem Zusammenbruch an ihrem 35. Geburtstag erkennt die Modeschöpferin, dass sie lernen muss, zu lieben, ohne Forderungen zu stellen.

Nach den ersten sehr spröden Filmen, die sich einer konventionellen oder auch nur klassischen Kinoästhetik konsequent entzogen haben, begann Rainer Werner Fassbinder relativ bald mit seiner Suche nach einer Filmsprache, in der sich seine Ideen und die Traditionen des großen Erzählkinos zu einer perfekten Einheit fügen. Bei Die bitteren Tränen der Petra von Kant hat er diese ersehnte Harmonie zum ersten Mal erreicht. Auch wenn das Theaterhafte des Projekts -- der Film verlässt den Raum, in dem Petra arbeitet und schläft, liebt und herrscht, praktisch nicht, und auch die ursprüngliche Akteinteilung ist noch genau zu erkennen -- ganz im Vordergrund steht, war Fassbinder mit keinem anderen Film, vielleicht einmal abgesehen von Lili Marleen, Hollywood so nah wie hier.

Die Geschichte der Modeschöpferin, die von einer anderen, gleichberechtigten Liebe träumt und doch die Fehler ihres Mannes wiederholt, ist Fassbinders Version eines der amerikanischen Woman's Films, der Frauenfilme der 40er- und 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Wie George Cukor, Joseph Mankiewicz und Douglas Sirk porträtiert er nicht nur das Schicksal einer Frau, die sich im gleichen Maße selbst zerstört, wie sie von anderen zerstört wird, er seziert zugleich die gesellschaftlichen Bedingungen, die den Niedergang seiner Heldin unvermeidlich machen. In der bürgerlichen Welt, deren Gefangene Petra von Kant ist -- sie scheint ihre Wohnung nie zu verlassen --, wird Liebe immer einem Besitzverhältnis gleichkommen. Diese wahrhaft bittere Erkenntnis präsentiert uns Fassbinder hier in so kunstvollen wie künstlichen Bildkompositionen, deren betörende Schönheit nie von Margit Carstensens grandioser Charakterstudie ablenkt, ihr ganz im Gegenteil sogar noch eine größere Intensität verleiht. --Sascha Westphal

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Kammerspiel, Trauerspiel, Lustspiel, Frustspiel-Geilo!      5 von 5 Punkten
Das klassische Lindenberg-Geilo für eine Doppel-DVD der Extraklasse:

DVD 1: Fassbinders Verfilmung des Theaterstücks mit einer alles sehr gute noch bei weitem übertreffenden Margit Carstensen in der Rolle der Petra von Kant. Sie spielt so intensiv, dass man
den Eindruck hat, man stünde direkt mit ihr in der Szene. Hanna Schygulla und Irm Hermann, als Gesichtsvorgängerin von Zellweger im Bridget Jones-Stil zurechtgeschminkt, flankieren und quälen die Carstensen verlässlich klassisch. Genial auch Eva Mattes im Internats-Outfit und mit Bubiköpfchen toupiert. Zwei Stunden intensive Dialogintensität und Bildpower vom Meister der Kamera, Michael Ballhaus. Die Ausstattung ist besonders erwähnenswert.

Extra hier: Interview mit Irm Hermann, Bios von Schygulla, Carstensen, Hermann.

DVD2: Life, Love und Celluloid: Semidoku-Film von J.Lorenz über Fassbinder-Retro im MOMA, New York, featuring Gotti John, Rosi Zech, Günni Lamprecht und Hanna Schygulla als Sängerin.

Dazu: Fassbinders Kurzfilm "Stadtstreicher". Legendärer Anfangsstreifen Fassbinders, in München aufgenommen.

Schade, dass RWF so früh abtrat, aber wenn einer, dann konnte er sich einen so zeitigen Abgang leisten wie das vorliegende 2DVD-Set einmal mehr eindrucksvoll beweist.

5 Sterne für faszinierendes Filmschaffen, tolle Menschen und würdige Wiederveröffentlichungen durch die Fassi Foundation.

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Rio das Mortes - Rainer Werner Fassbinder - Hanna SchygullaRio das Mortes - Rainer Werner Fassbinder
Hanna Schygulla, Michael König, Günter Kaufmann, Katrin Schaake

DVD, 29. November 2004
     Verkaufsrang: 80595     

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Michael ist Fliesenleger. Günther, ein Besatzungskind, ein bayrisch redender Schwarzer, kommt gerade von der Bundeswehr, zu der er freiwillig gegangen war, um zu beweisen, dass er auch ein "richtiger" Deutscher ist. Sie besitzen eine Landkarte von Peru, auf der ein Schatz eingetragen ist, in der Gegend von Rio das Mortes. Trotz Widerstands von Hanna, die Michael heiraten will, planen die Freunde eine Reise nach Peru...



Händler der vier Jahreszeiten - Hans HirschmüllerHändler der vier Jahreszeiten
Hans Hirschmüller, Irm Hermann, Hanna Schygulla

Videokassette, 1. Juni 1992
     Verkaufsrang: 23726     

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Hans ist ein Händler der vier Jahreszeiten, ein Ausschreier, der in den 50er-Jahren mit seinem Marktwagen durch die Münchner Hinterhöfe zieht und dort je nach Saison Obst und Gemüse verkauft. Er verdient nicht schlecht dabei, aber entgegen all der Mythen des Wirtschaftswunders bedeuten Geld und ein gewisser Erfolg nichts für ihn. Hans (Hans Hirschmüller) ist ein kleiner Mann, nicht nur seiner Körpergröße wegen, auch im Inneren fühlt er sich winzig, verkrüppelt. Die Frauen in seinem Leben, seine herrische Mutter (Gusti Kreissl), der er nie etwas recht gemacht hat, der er aber auch nie entfliehen konnte, seine große Liebe (Ingrid Caven), die ihn aus Snobismus zurückgewiesen hat, seine kalte Ehefrau (Irm Hermann), die ihn mit ihrer Eifersucht verfolgt, und seine Schwester (Hanna Schygulla), die viel zu zynisch ist, um ihren gut gemeinten Worten auch Taten folgen zu lassen, haben ihn zerstört. Seine Schwäche lässt ihn zunächst in den Alkohol und in Gewalt, später dann in Schweigen und schließlich in den Tod fliehen.

In einem Interview hat Rainer Werner Fassbinder einmal erzählt, dass Händler der vier Jahreszeiten in einer Zeit entstanden sei, in der er sich "sehr intensiv mit den Melodramen von Douglas Sirk" beschäftigt habe. Seine Auseinandersetzung mit dem großen Melodramatiker prägt diesen Film ganz deutlich. Sirks Kino, sein einzigartiger Stil, ist präsent in den kräftigen, aber nur selten warmen Farben des Films und in dem durchdringenden Blick, den er auf die (klein)bürgerliche Familie und ihre Mechanismen der Zerstörung wirft. Doch Fassbinder ist kein Epigone, der einfach sein Vorbild kopiert. Er hat durch Sirks Melodramen nur die Anregungen erhalten, die es ihm ermöglichten, seine zutiefst persönliche Filmsprache um einige entscheidende Fassetten und Nuancen zu erweitern. Blickt man vom Händler der vier Jahreszeiten aus zurück auf seine früheren Filme, dann scheinen sie alle Teil einer Suche nach einer eigenen Form des Melodramas zu sein, zu der Fassbinder schließlich durch Sirk finden konnte.

Eine Reise ins Dunkel, in die Nacht der Seele ist Händler der vier Jahreszeiten, die auch den Titel "Verzweiflung" hätte tragen können. Fassbinder begleitet Hans auf seinem Weg ins Nichts, in die Auslöschung voller Mitgefühl und Sympathie. Selbst in den Momenten, in denen dieser kleine Mann wild um sich schlägt und nur mit Gewalt auf seine Umwelt reagieren kann, hat er nichts wirklich Verachtenswertes an sich. Sein Verhalten ist zweifellos abstoßend, aber man nimmt die ganze Zeit auch dessen Triebfedern wahr: eine kaum zu ermessende Verlassenheit, die ihn auf seine Frau einprügeln lässt, obwohl er doch eigentlich nur sich selbst treffen will. Die Frauen haben Hans zu dem gemacht, was er ist, doch Fassbinder klagt sie nicht an. In seinem Blick auf sie liegt keine Wut, nur Trauer und vielleicht sogar Vergebung. Nicht der Einzelne ist schuldig, sondern das Ganze. Fassbinder zeigt eine Welt, die verändert werden muss, und weckt damit die Sehnsucht nach einem Wandel. Wie der aussehen könnte, diese Frage muss sich jeder selbst stellen. --Sascha Westphal

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Tolles Zeitdokument!      5 von 5 Punkten
Zuerst nur fürs Fernsehen produziert und dann doch noch auf der grossen Leinwand (u.a. in New York) gelandet, ist dieses Meisterwerk Fassbinders.

Eines der wenigen Fassbinder-Werke, dass sich auch mit der Vergangenheit der Personen befasst.

Irm Hermann brilliert in einer Ihrer Glanzrollen des Fassbinder-Clans.
In meiner DVD-Collection ein absolutes Muss!

Eines der Fassbinder-Meisterwerke - von Sirk inspiriert      5 von 5 Punkten
Fassbinder hat sich von Douglas Sirk (eigentlich Hans Detlef Sierck, 1938 in die USA emigriert) inspirieren lassen.

Er holte bei Sirk persönlich ein Urteil zu seinem Drehbuch von Der Händler der vier Jahreszeiten ein, wobei er später äußerte, dass er, falls Sirk es für schlecht befunden hätte, das Filmemachen aufgegeben hätte.

Für den jungen Rainer Werner Fassbinder (drehte mit Sirk gemeinsam "Angst essen Seele auf", 1973) waren die Filme Sirks die "schönsten Filme der Welt".

Sirks Kunst war es, auch in scheinbar belanglose Geschichten raffiniert getarnte Gesellschaftskritik einzubauen. Dies gilt uneingeschränkt auch für den "Händler der vier Jahreszeiten".

Sirks Hauptthematiken, nämlich der innerlich zerrissene Mensch im Konflikt mit sich selbst und seiner Umwelt, findet sich immer wieder auch bei Fassbinder.

Sirks spezielle Farbdramaturgie, besondere Lichtspiele und eine symbolhafte Ausstattung der Szenerie beeinflussten Fassbinders Filme.

Irm Hermann beeindruckt durch ihre Ausdrucksstärke, was insbesondere bei den Nahaufnahmen buchstäblich nahe geht. Der Hauptdarsteller Hans Hirschmüller hatte schon anläßlich des 10. Todestages Fassbinders (1992) geäußert, dass die Themen des Films noch immer aktuell sind. Das gilt auch 2003! Wenn auch die "Institution Ehe" heute nicht mehr die Rolle spielt wie in den 60er und 70er Jahren, so beschäftigen doch in erster Linie "Beziehungskisten" unser Bewußtsein. Also: Kaufen, ansehen, nachdenken und den nächsten Fassbinder-Film ordern!

Erfreulich ist die auch Zusatz-DVD, die unter anderem den Kurzfilm "Das kleine Chaos" (1967) bereithält.



Lili Marleen [UK IMPORT] - Hanna SchygullaLili Marleen [UK IMPORT]
Hanna Schygulla, Mel Ferrer, Giancarlo Giannini, Karl Heinz

Videokassette, 13. März 1995
    

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Als Lili Marleen Anfang 1981 in die Kinos kam, reagierte die Kritik alles andere als freundlich. Alte Freunde genauso wie alte Feinde griffen Rainer Werner Fassbinder für die Art an, in der er hier die Nazi-Zeit und einen ihrer Stars, die Sängerin Lale Andersen, die im Film Wilkie Bunterberg heißt, darstellt. Sie warfen ihm vor, sich und seine Ideen vom Kino verkauft zu haben, um sich mit dieser Geschichte für Hollywood zu empfehlen. Das Publikum setzte sich über all diese Angriffe einfach hinweg und machte den Film zu dem Erfolg, den Fassbinders Kritiker wohl befürchtet hatten und den sie zu verhindern hofften.

Im Rückblick, nicht nur auf den Film und das manisch anmutende Werk Fassbinders, sondern auch auf das deutsche Nachkriegskino insgesamt und im besonderen auf die Versuche der filmischen Vergangenheitsbewältigung aus den 90ern wie Aimée & Jaguar, erweist sich Lili Marleen nun gerade aufgrund seines inhaltlichen wie ästhetischen Umgangs mit dem Dritten Reich als einer der faszinierendsten Filme über diese Zeit.

Die Geschichte des berühmten Kriegsliedes "Lili Marleen" wird bei Fassbinder zum geradezu klassischen Melodram von der Unvereinbarkeit von Politik und Privatem, von der Zerstörung der Liebe durch die Macht. Die Kabarett-Sängerin Wilkie Bunterberg (Hanna Schygulla) liebt den reichen, im Untergrund gegen Hitler kämpfenden Juden Robert Mendelsson (Giancarlo Giannini). Als sie plötzlich mit "Lili Marleen" zu einem der größten Stars in Deutschland wird, gerät sie mitten zwischen die Fronten, wird zum Spielball der Nazis wie der Widerstandskämpfer.

Fassbinder erschafft die Welt der späten 30er und der 40er Jahre noch einmal mit den Mitteln des damaligen UFA-Kinos. Das Pathos der NS-Filme lebt hier auf und findet seinen Höhe- und Umschlagpunkt in den Untergangsszenen. Der äußere Krieg an den Fronten im Osten und Westen und der innere gegen alle Gegner des Systems wird zur Götterdämmerung. Eine menschenverachtende, größenwahnsinnige Diktatur stürzt in den Wahnsinn und reißt die Unschuldigen, die Liebenden, mit sich. --Sascha Westphal



Götter der Pest - Harry BaerGötter der Pest
Harry Baer, Hanna Schygulla, Günther Kaufmann

Videokassette, 22. August 2002
     Verkaufsrang: 28926     

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So reich sie auch jeweils für sich genommen sind, sollte man letztlich doch keinen von Rainer Werner Fassbinders Filmen ganz isoliert betrachten. Jeder von ihnen ist Teil eines großen, fast organisch anmutenden Lebenswerkes, in dem alles, die frühen Kurzfilme und die eleganten Melodramen, die spröden Gangsterfilme und die späten Frauen-Porträts, miteinander vernetzt ist. Mal sind es nur Kleinigkeiten, die eine Produktion mit den anderen verbindet, und mal kann man sich so wie bei Götter der Pest und Liebe ist kälter als der Tod den einen Film ohne den anderen kaum vorstellen.

Fassbinders dritter Spielfilm ist zugleich Fortsetzung und Variation seines Debüts. Die zentrale Figur ist wieder ein kleiner Gangster mit dem Namen Franz. Nur verkörpert ihn diesmal Fassbinders enger Mitarbeiter Harry Baer und nicht der Regisseur selbst. Als Franz nach Jahren aus dem Gefängnis kommt, kehrt er zunächst zu seiner Freundin Joanna zurück, die hier wie in Liebe ist kälter als der Tod von Hanna Schygulla gespielt wird und nun als Sängerin in einem Nachtklub arbeitet. Nur sperrt sie ihn mit ihrer Liebe regelrecht ein, und so bricht er aus. In der Kellnerin Margarethe (Margarethe von Trotta) findet Franz schließlich eine nichts von ihm fordernde Geliebte. Nachdem er seinen alten Freund Gorilla (Günther Kaufmann) wiedergetroffen hat, plant er einen Überfall auf einen Supermarkt. Doch die beiden werden erst von der eifersüchtigen Joanna und später noch von der besorgten Margarethe an die Polizei verraten.

Es sind längst nicht nur die Namen der Figuren, die Fassbinders ersten und zweiten Münchner Gangsterfilm miteinander verbinden. Entscheidender sind da schon ihre strukturellen Parallelen. Beide erzählen sie ihre Geschichte in kleinen episodischen Fragmenten, die sich kaum zu einem geschlossenen Ganzen zusammenfügen. Die Welt, die Fassbinder hier wie in allen seinen frühen Filmen porträtiert, ein fast schon proletarisches Kleinbürgermilieu, verweigert sich einem großen erzählerischen Bogen, der Sinn stiftet und ein klares Ziel hat.

Mehr noch als in allen seinen anderen Filmen werden hier direkte Wiederholungen und leichte Variationen zum bestimmenden Erzählprinzip. Einige Elemente der Geschichte von Götter der Pest stammen direkt aus seinem Vorgänger und betonen zugleich den Zusammenhang der beiden Filme und die künstlerische Entwicklung, die Fassbinder in der Zwischenzeit gemacht hat. Franz wird erneut von Joanna verraten, auch wenn sie hier aus enttäuschter Liebe statt aus Sorge handelt, und Margarethes Anruf bei der Polizei ist praktisch ein Zitat aus Liebe ist kälter als der Tod, nur war es da eben Joanna, die Franz retten wollte. Zudem spiegelt sich in der Freundschafts- und Liebesbeziehung zwischen Franz und dem Gorilla das Verhältnis von Franz und Bruno. Die Menschen sind bei Fassbinder von der Gesellschaft dazu verbannt, immer wieder die gleichen Fehler zu machen. Ein Ausbruch aus einmal etablierten Verhaltensmustern ist unmöglich, und so kann am Ende auf alle nur Einsamkeit oder der Tod warten. --Sascha Westphal

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Kongenial: Sozialkritik als Krimi      4 von 5 Punkten
Das Bookler der DVD enthält unter anderem die handschriftliche Besetzungsliste. Die Überschrift der Liste erläutert uns auch den eigenartigen Titel des Films: "Gangster sind unsere Götter. Der Kapitalismus ist eine Pest."
Der Gangster Franz Biberkopf will eine Utopie leben. Von und in Liebe leben. Keine Abhängigkeit von Geld.
Die Rolle des Franz wird von Harry Baer autistisch interpretiert.Er verläßt seine Freundin Johanna (Hanna Schygulla), da ihr angestrebtes Leben aus Luxus und Besitz seine Utopie bedroht. Erst einem Mann gegenüber - seinem farbigen Freund Günther - zeigt Franz echte Emotionen. Momente des Glücks werden ins Licht gesetzt - laut Booklet zahlte Fassbinder über 1600 DM - im Jahr 1969! - für einen Helikopterflug zur Von-Oben-Aufnahme des Glücks des Franz Biberkopf...
Atemberaubend spielt Hanna Schygulla - in einer Bar erleben wir sie als Sängerin. Bald schon muß sie ihren geliebten Franz an die Polizei verraten. Denn den haben die Sachzwänge der Pest eingeholt ("Ein Geld muß her").
Zwischendurch hört Franz eine Karl-Valentin-Schallplatte. Merkwürdige Komik in einem Kriminalfilm. Will uns Fassbinder mitteilen, dass die Sachzwänge der Abhängigkeit vom Geld das Leben zu einer traurigen Komödie machen?
Der Film hält dutzende latente Botschaften bereit; auf - für damalige Verhältnisse - internationalem Niveau von Dietrich Lohmann ins Licht gesetzt. Als Extra enthält die DVD ein Interview mit dem Kameramann. Die Filmmusik von Peer Raben greift die Wechselstimmungen zwischen Hoffnung und Verzweiflung sehr gut auf.
Dieser sechste Fassbinder-Film ist ein defintiv guter Film. Spätere Werke zeigen allerdings noch eine Steigerung, sowohl was die innere Konsistenz der Einzelhandlungen anbelangt als auch die handwerkliche Umsetzung (Licht, Szenenwechsel, Nahaufnahmen). Daher "nur" vier Sterne.



Rio das Mortes - Rainer Werner Fassbinder - Hanna SchygullaRio das Mortes - Rainer Werner Fassbinder
Hanna Schygulla, Michael König, Günter Kaufmann, Katrin Schaake

Videokassette
    

Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar!

Michael ist Fliesenleger. Günther, ein Besatzungskind, ein bayrisch redender Schwarzer, kommt gerade von der Bundeswehr, zu der er freiwillig gegangen war, um zu beweisen, dass er auch ein "richtiger" Deutscher ist. Sie besitzen eine Landkarte von Peru, auf der ein Schatz eingetragen ist, in der Gegend von Rio das Mortes. Trotz Widerstands von Hanna, die Michael heiraten will, planen die Freunde eine Reise nach Peru...



That Night In Varennes [UK IMPORT] - Harvey KeitelThat Night In Varennes [UK IMPORT]
Harvey Keitel, Marcello Mastroianni, Jean-Louis Trintignant, Hanna Schygulla, Jean-Louis Barrault

Videokassette, 26. Juni 1995
     Verkaufsrang: 21596     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Das unbekannte Meisterwerk. Leider (immer noch) nicht auf DVD erhältlich...      5 von 5 Punkten
Das unbekannte Meisterwerk. Leider (immer noch) nicht auf DVD erhältlich...

...doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Dass heutzutage bald jeder nur erdenkliche Schrott auf DVD gebrannt wird, macht die Tatsache nicht erträglicher, dass grossartige aber eben unbekannte Filme mit Inhalt, Atmosphäre, Esprit und Engagement den Weg zum DVD-Release nicht finden. Genau zu diesen zähle ich auch diesen genialen Streifen. Ist das wirklich schon Randsortiment? Und wo bleibt denn da der Auftrag zur Pflege desselben?

Action verkauft sich offenbar besser! Ich musste in anderen Foren leider zur Kenntnis nehmen, dass dieser Film von gewissen Zeitgenossen als langweilig empfunden wird. Nun ja, von diesem Standpunkt aus betrachtet ist die Handlung wohl tatsächlich eher moderat und mit Gewalt wird man auch nur latent konfrontiert. Wenn man nun für intelligente, spritzige Dialoge auch nichts übrig hat und für versteckte, hintergründige Anspielungen genau so wenig empfänglich ist und darüberhinaus grossartige, schauspielerische Leistungen auch nicht zu würdigen weiss, dann soll man halt die Finger davon lassen.

ALSO: DIES IST KEIN HOHLER KOSTÜM-SCHINKEN! Ganz abgesehen von den grossartigen Bildern, die denen im Film: "DAS PARFÜM" in nichts nachstehen, ist es eine jener raren Tragik-Komödien wie es sie nur allzu selten gibt. Die Spannung und Unsicherheit jener Tage wird spürbar: Unglaubliches soziales Gefälle, Relvolution, Umbruch, Aufruhr - die alte Ordnung ist in Auflösung und die neue installiert sich im Chaos. Die Vorzeichen sind gekehrt! Resignation und Flucht auf der einen, Entfesselung und Hoffnung auf der anderen Seite.

Vor diesem Hintergrund und in einer Zeit, in der das Reisen an sich schon recht abenteuerlich gewesen sein muss - nun noch im adeligen Exodus - das Chaos auf den Fersen, folgt eine Reisegemeinschaft mehr oder weniger zufällig der Fluchtroute des gestürzten Königs und treffen immer wieder auf seine Spuren. Es sind Charaktere wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und mehr oder weniger genauso unfreiwillig zusammengewürfelt. Da wird reflektiert, disputiert, intrigiert, konkurrenziert und philosophiert, dass es eine Freude ist. Witz, Geist, Herz und Humor aber auch Ironie und Hochmut, Vorurteile und Hass, Sentimentalität usw. nichts kommt zu kurz. Den widrigen Umständen zum Trotz machen sie sich lieber gegenseitig das Leben schwer, geraten so immer wieder in reichlich skurrile Situationen und schlagen sich von Remise zu Remise durch das Frankreich des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Als sie sich am Ziel angelangt doch noch annähern, werden sie von der Vergangenheit eingeholt und auch schon wieder getrennt. Tja, so richtig aus dem Leben gegriffen; ein treffliches Abbild von Schicksal eben.

Ein besonderer Genuss: Marcello Mastrojanni in der Rolle des schon etwas gealterten und auch etwas abgetakelten Giacomo Casanova - einfach grossartig, köstlich - und tragisch zugleich (Zitat):
"Man soll nie etwas - und schon gar nicht von Anfang an - ausschliessen! ...und hätten wir uns früher kennengelernt... wer weiss?!"

Einer der Filme die ich endlich gern wieder mal sehen würde, jedenfalls halte ich immer ein paar GB und eine leere VHS auf dem Recorder bereit, weil - wie schon gesagt ...die Hoffnung stirbt zuletzt.


Die Ehe der Maria Braun - Hanna SchygullaDie Ehe der Maria Braun
Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Hark Bohm, Gisela Uhlen

DVD
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Während eines Bombenangriffs 1943 heiraten Hermann Braun und das Mädchen Maria im Eilverfahren. Ihre Flitterwochen dauern nur eine Nacht, dann muß er wieder an die Front. Maria wartet. Mit Schwarzmarktgeschäften schlägt sie sich durch. Ihr Mann gilt als verschollen, später als tot. Nach dem Krieg arbeitet Maria bei den Amerikanern. Sie lernt Bill kennen, einen schwarzen GI. Sie ziehen zusammen. Eines Abends steht ihr totgeglaubter Mann vor der Tür. Es kommt zum Streit. Im Affekt erschlägt Maria ihren Liebhaber. Hermann Braun geht für sie ins Gefängnis. Maria will nur noch für ihn leben, eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Als Geliebte eines Industriellen macht sie im Wirtschaftswunder Karriere. Doch als Hermann 1954 entlassen wird, ist es für beide zu spät. "...voll von Widerspruch, Lebendigkeit, Witz und Genauigkeit in der Figurenzeichnung - ein exaktes Abbild von Deutschland im Nachkriegswinter und im Wirtschaftswunderfrühling." (Der Spiegel) "Die Ehe der Maria Braun ist einer der erstaunlichsten Filme Fassbinders." (Frankfurter Rundschau)



Il Mondo Nuovo ( Italienische Fassung ) - Marcello Mastroianni; Hanna Schygulla; Harvey Keitel; Jean-Louis Barrault; Jean-Claude BrialyIl Mondo Nuovo ( Italienische Fassung )
Marcello Mastroianni; Hanna Schygulla; Harvey Keitel; Jean-Louis Barrault; Jean-Claude Brialy

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Durante la rivoluzione francese Luigi XIV e la Regina Maria Antonietta fuggono da Parigi e si rifugiano a Varennes. Qui incontrano, per una notte di confronto e discussione, un cronista contemporaneo, un americano in viaggio e Giacomo Casanova.



Die Ehe der Maria Braun - Hanna SchygullaDie Ehe der Maria Braun
Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Hark Bohm, Gisela Uhlen

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Während eines Bombenangriffs 1943 heiraten Hermann Braun und das Mädchen Maria im Eilverfahren. Ihre Flitterwochen dauern nur eine Nacht, dann muß er wieder an die Front. Maria wartet. Mit Schwarzmarktgeschäften schlägt sie sich durch. Ihr Mann gilt als verschollen, später als tot. Nach dem Krieg arbeitet Maria bei den Amerikanern. Sie lernt Bill kennen, einen schwarzen GI. Sie ziehen zusammen. Eines Abends steht ihr totgeglaubter Mann vor der Tür. Es kommt zum Streit. Im Affekt erschlägt Maria ihren Liebhaber. Hermann Braun geht für sie ins Gefängnis. Maria will nur noch für ihn leben, eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Als Geliebte eines Industriellen macht sie im Wirtschaftswunder Karriere. Doch als Hermann 1954 entlassen wird, ist es für beide zu spät. "...voll von Widerspruch, Lebendigkeit, Witz und Genauigkeit in der Figurenzeichnung - ein exaktes Abbild von Deutschland im Nachkriegswinter und im Wirtschaftswunderfrühling." (Der Spiegel) "Die Ehe der Maria Braun ist einer der erstaunlichsten Filme Fassbinders." (Frankfurter Rundschau)



The Bitter Tears Of Petra Von Kant [UK IMPORT] - Hanna SchygullaThe Bitter Tears Of Petra Von Kant [UK IMPORT]
Hanna Schygulla, Margit Carstensen, Irm Hermann

DVD, 7. August 2006

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für immer: Lulu - Hanna Schygullafür immer: Lulu
Hanna Schygulla, Debbie Harry, Annie Golden, Alec Baldwin, Ruth Westheimer

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Die dritte Generation - Eddie ConstantineDie dritte Generation
Eddie Constantine, Hanna Schygulla, Bulle Ogier

Videokassette, 1. September 1992

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The Marriage Of Maria Braun [UK IMPORT] - Hanna SchygullaThe Marriage Of Maria Braun [UK IMPORT]
Hanna Schygulla, Klaus Lowitsch, Ivan Desny

Videokassette, 31. Mai 1994

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Wrong Move [UK IMPORT] - Rudiger VoglerWrong Move [UK IMPORT]
Rudiger Vogler, Hanna Schygulla, Nastassja Kinski

DVD, 14. Juli 2008

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