DVDs: Udo Samel

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Alles auf Zucker! - Henry HübchenAlles auf Zucker!
Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel

DVD, 29. September 2005
     Verkaufsrang: 7565      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Warner Home Alles auf Zucker!, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 28.09.05

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

GOTTVOLL      5 von 5 Punkten
Bei Jacky Zucker (Henry Hübchen) läuft alles aus dem Ruder. Ehemals erfolgreich als Ossi-Sportreporter hat er viel Leerlauf seit dem Mauerfall. Seine Zeit schlägt er am Billardtisch tot, so dass es kein Wunder ist, wenn er den Gerichtsvollzieher so oft sieht wie seine Frau Marlene (Hannelore Elsner), was dazu führt, dass die sich mit Scheidungsgedanken trägt.
Ein European Pool Turnier steht an und Zucker hofft auf Geldsegen. Zu diesem unpassenden Moment meldet sich Bruder Samuel per Telegramm. Die gemeinsame Mutter ist gestorben und sie möchte in Berlin beerdigt werden. Zucker setzt alle Hebel in Bewegung, um dem orthodoxen Samuel eine heile, gläubige, jüdische Idealfamilie vorzuspielen, zumal testamentarisch verfügt ist, dass die zerstrittenen Brüder nur erben können, wenn sie sich versöhnen.
Die Folge: totales Familenchaos bei Zuckers.

Der Regisseur Daniel Levy nimmt in seinem Film jüdische Sitten und Gebräuche mächtig auf die Schippe, desgleichen die Ossie-Wessie-Situation. Indes versucht Jacky sein Leben zu ordnen. Er nimmt sich vor, sich mit dem Bruder auf Teufel komm raus auszusöhnen, was gar nicht so einfach ist, denn der ist im Kapitalismus westlicher Prägung verwurzelt, während der Protagonist noch immer den Idealen des gescheiterten Kommunismus hinterher weint.
Nach jüdischem Gesetz gilt es, gemeinsam eine siebentägige Totenwache durchzustehen.

Ein fürs Fernsehen produzierter Film, der - für manchen wider Erwarten - auch zum Kassenschlager im Kino wurde und schließlich mit Filmpreisen überhäuft wurde von Beste Musik, Beste Kostüme, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller und Bester Spielfilm.

Mir gefielen die durchweg grandiosen schauspielerischen Leistungen (allen Akteuren und ganz besonders Henry Hübchen und Hannelore Elsner ist anzumerken, dass der Dreh Spaß machte) und der jüdische Witz, insbesondere mit dem Hintergrund religiöser Thematik.

Insgesamt eine herrliche, kurzweilige Komödie, die ohne Berührungsängste mit dem Leben der Juden im Hier und Heute umgeht. SEHENSWERT. Fast ein MUSS. HMcM


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Deutschlandspiel Teil 1+2 - Sir Peter UstinovDeutschlandspiel Teil 1+2
Sir Peter Ustinov, Rudolf Wessely, Udo Samel

DVD, 7. Oktober 2003
     Verkaufsrang: 2822      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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DEUTSCHLANDSPIEL

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

So spannend kann Geschichte sein!      5 von 5 Punkten
Dieser spannende TV-Zweiteiler behandelt im ersten Teil den Zeitraum vom Tag des 40. Jahrestages der DDR-Gründung (07. Oktober 1989) bis zum Tag des Mauerfalls (09. November 1989) und im zweiten Teil die Monate bis zur Wiedervereinigung (03. Oktober 1990). Dies alles in spannenden Spielszenen, kombiniert mit Aussagen von beteiligten Zeitzeugen.

Man kann sich hier einen guten Einblick verschaffen wie glücklich die friedliche Revolution in der DDR ablief. Hätten sich die Hardliner im SED-Politbüro um Erich Honecker durchgesetzt, hätte es bei den Massendemonstrationen in Leipzig und anderswo auch ein gewaltsames Einschreiten der Sicherheitskräfte analog der Vorgänge in Peking 1989 geben können. Das dies alles anders ablief, gehört zu den absoluten Glücksfällen der deutschen Geschichte.

Ein erstklassiges Darstellerensemble, darunter der unvergessene Sir Peter Ustinov als feinsinnig-ironischer sowjetischer Gesandter Maximytschew, Udo Samel als Michail Gorbatschow und Lambert Hamel als Helmut Kohl lassen die zum Teil dramatischen Ereignisse dieser Geschichte schreibenden 12 Monate wieder aufleben. Teilweise sehen die Schauspieler ihren historischen Vorbildern verblüffend ähnlich, insbesondere bei Udo Schenk als Horst Teltschik ist mir das aufgefallen.

Besonders intelligent fand ich die Schwierigkeit gelöst mehrsprachige Gesprächsrunden darzustellen: Alle Darsteller sprechen deutsch, während ihnen die dabeisitzenden Dolmetscher die entsprechende Sprache (französisch, russisch, etc.) ins Ohr flüstern. Genialer Kniff!

Dieser Film sollte ein Bestandteil des Geschichtsunterrichts werden, da noch nicht einmal zwei Jahrzehnte nach den Geschehnissen wieder eklatante Wissenslücken über diese Zeit vorherrschen. Unbedingt ansehen!


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Notturno / Edition Der Standard - Udo SamelNotturno / Edition Der Standard
Udo Samel, Daniel Olbrychski, Wojtek Pszoniak, Traugott Buhre, Maja Komorowska

DVD, 17. November 2006
     Verkaufsrang: 5332      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Schubert-Verfälschung auf hohem künstlerischen Niveau      2 von 5 Punkten
Leider kann ich der hymnischen Einschätzung - v.a. des Dr.Alberts - nicht folgen. Vorab: Ich bin schon als Schüler mittels des unsäglichen Buches "Der Franzl aus dem Himmelpfortgrund" durchaus Schubertbild-geschädigt worden und habe Verständnis für alle Versuche, den süßlichen Dreimäderlhaus-Kitsch gerade zu rücken. Was Lehner jedoch mit "Notturno" versucht hat, ist - bei aller Liebe und Anerkennung seiner filmkünstlerischen Fähigkeiten - mindestens genauso unrealistisch und verfälschend, wenn auch unter umgekehrtem Vorzeichen.

Das biedermeierlich unterstellte "Zeitgefühl der Vergangenheit" trifft nicht auf Schubert zu, denn dann hätte er in seinem ach so kurzen Leben nicht diese große Zahl von Werke schaffen können. "Man" hatte damals vielleicht Zeit, Schubert sicher nicht. Er hat diszipliniert jeden Tag hektisch "produziert" (600 Lieder, 17 Opern, wenigstens 8 Sinfonien, mehr als 15 Streichquartette, 6 Messen, über 50 Klavierwerke etc. etc.) und das in kaum mehr als 15 Jahren.

Auch Lehner verzichtet nicht auf Rührseligkeiten: Weder gibt es einen Beleg dafür, dass Schober mit Schubert verwechselt wurde, noch stimmt die Story mit der Hure, die seine Freunde angeblich für Schubert bezahlt haben, um ihm Liebe vor zu gaukeln. Die überlieferten zeitgenössischen Bilder von Schubert zeigen meiner Ansicht außerdem nicht den unattraktiven "Schwammerl", sondern einen sensibel aussehenden und selbstbewussten Künstler. Es fehlte auch nicht an bürgerlichen "Groupies", denen er jedoch unkompliziertere (aber gefährlichere, s. Syphilis) Hurenkontakte vorzog. Geradezu grotesk ist die im Film Schober in den Mund gelegte Äußerung, dass sich Schubert nach seinem Krankenhausaufenthalt (1823!) auch der Opernkomposition zuwenden wolle. Zur Fülle der (allerdings weitgehend unbekannten) bis dato komponierten Bühnenwerke zählte da schon auch die bereits 1821/22 komponierte große heroisch-romantische Oper, "Alfonso und Estrella", deren Libretto eben aus der Feder dieses Franz von Schober stammt (!!).

Dennoch zwei Punkte, weil die Trilogie wirklich "ein (filmisches) Kunstwerk ersten Ranges" ist. Mit dem realen Schubert hat sie jedoch kaum etwas zu tun.


Leider gekürzt      4 von 5 Punkten
"Mit meinen heissen Tränen" heisst die grossartige Trilogie über Schubert. Gibt es Adäquateres als "himmlische Längen", um Schubert gerecht zu werden ? Auch durch die lange Fahrt im zweiten Teil kommt viel vom Zeitgefühl dieser Vergangenheit zum Ausdruck. Man hatte Zeit und musste sich diese auch nehmen, und füllte diese Zeit mit Gesellschaft.
"Udo Samel ist Schubert", ein solcher Satz wäre vermessen, aber Samel vermag mit seiner Kunst soviel vom Kern des Franz Schubert zu zeigen. Diese Enge der Verhältnisse, das Bedrängende des Leibes- sowohl im ersten als auch dritten Teil, die Erschütterung des frühen Endes- der sich gegen den Tod Aufbäumende, den man unter die Knute der Kirche zwingen will, und der zum Protest Lieder seiner Winterreise krächzt. Eine ergreifende Darstellung.
Das Kleine- ein zentrales Thema des Filmes. Der kleine Wuchs, die mangelnde Wirkung dieses Menschen. Sein Freund Schober wird für Schubert gehalten und Schubert bleibt unerkannt am Klavier. Dagegen die Grösse des Leides- wenn er erfährt, dass er sich in eine Hure verliebt hat, die ihm die Freunde zugespielt haben, damit er auch eine Beziehung habe. Dieser Schrei der Verzweiflung.
Dieses Werk ist ein Kunstwerk ersten Ranges- gibt es eine bessere filmische Annäherung an diesen Komponisten ? Umso bedauerlicher, dass man dieses Kunstwerk durch Kürzung " verdaubar" gemacht hat.
Dieser Film hätte es verdient, in voller Länge zugänglich zu sein.


Endlich auf DVD      4 von 5 Punkten
Eine meiner Lieblings-Fernsehproduktionen schlechthin. Im Fernsehen kaum wiederholt und bisher nur auf schlechten VHS-Bändern in meinem Archiv vorhanden, hat dieser Film seit Ende letzten Jahres endlich den wohlverdienten Weg auf eine DVD gefunden.

Die von meinem Vorredner angesprochene Langatmigkeit empfinde ich gerade als eine große Stärke dieses Filmes. Action oder gar eine "Story" sucht man hier vergebens. Stattdessen werden hier in großen Bildern und in einer wohltuhenden Ruhe Lebensabschnitte des Künstlers gezeigt.

Es handelt sich hier nicht um die original TV-Fassung sondern um einen speziellen, 4 Stunden langen Directors-Cut Kino-Zweiteiler, der allerdings so noch nie im Kino zu sehen war.

Ganz großes Kino!


zeitweise zu langatmig      3 von 5 Punkten
Die Idee Schuberts Leben abseits des Kitsch und "Dreimäderlhaus"-Klischees darzustellen ist prinzpiell gut und begrüßenswert. Der Ansatz und einige Szenen im Film sind auch gut gelungen doch leider wird hier Schubert als ein stets schweigsamer, depressiver Sonderling dargestellt was man wohl allein aufgrund der Tatsache das er Syphilis hatte, so überzeichnet zum darstellen versucht. Wer seine Briefe und Aussagen von Zeitzeugen kennt weiß das das höchstens nur ein Teil von ihm war. Die Schauspieler sind zwar großteils großartig und spielen ihre Rollen überzeugend gut und prinzipiell wäre der Film auch sehenswert würde er nicht die damalige Lebenssituation Schuberts so extrem überzeichnen, Landpartien zu frivolen Orgien verkommen lassen, Schubert verstummen lassen mit gelegentlichen Ansätzen zu Tobsuchtsanfällen und man oft das Gefühl hat einen tristen Stummfilm zu sehn zu dem Schuberts Musik erklingt. Schade das man bei der guten grunsätzlichen Idee so weit übers Ziel hinausgeschossen ist um mehr Dramatik und gewollt künstlerischen Anspruch reinzubringen, man hätte diesen Film biographisch realistischer und weniger langatmig gestalten können.


Kaspar Hauser - André EisermannKaspar Hauser
André Eisermann, Jeremy Clyde, Udo Samel

DVD, 9. Januar 2007
     Verkaufsrang: 6278      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Cine Plus Kaspar Hauser, USK/FSK: 12+

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Das macht "süchtig"      5 von 5 Punkten
Super, ich empfehle diesen Film!
Das ist Kunst und kein billiger Klamauk!!
Es wurde ja auch schon recht gut in Worte gebracht-mir ist es aber wichtig, meine positive Beurteilung zu geben: vielleicht wird dann mehr von diesem Niveau geboten!
Andre Eisermann (ich sah ihn hier zum 1.mal als Darsteller)überzeugt mich sehr-die anderen Schauspieler sowieso.
Nicht nur das Werk vom Haschisch werde ich mir zulegen...
Auch Qualität von super guten Schauspielern kann süchtig machen-da bleibe ich gerne "abhängig":
Sehr gut!


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Kondom des Grauens - Udo SamelKondom des Grauens
Udo Samel, Peter Lohmeyer, Marc Richter

DVD, 9. Januar 2007
     Verkaufsrang: 13020      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Cine Plus Kondom des Grauens, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 17.12.99

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

DIE Kondomödie schlechthin      5 von 5 Punkten
Gut, schwule Kommissare und beissende Kondome mögen nicht jedermanns Sache sein. Fakt ist aber, dass HIER eine Adaption eines Ralf König Comics geschaffen wurde, die ihresgleichen sucht.
Die Geschichte ist schnell erzählt: in einem New Yorker Stundenhotel treibt ein bissiges Kondom sein Unwesen, und diverse männliche Gäste werden dadurch empfindlich um ein Körperteil erleichtert. Anfangs werden Prostituierte verdächtigt, dann verliert aber auch Kommissar Maccaroni ein Stück seiner Männlichkeit und nimmt den Fall in seine Hand.
Iris Berben als wahnsinnige (und bösartig männerhassende) Krankenhauschefin, Udo Samel als schwuler Kommissar sowie viiiiele weitere bekannte Gesichter (Lohmeier, von Sinnen, Klementine aus der Werbung) vermögen allesamt zu überzeugen, die Special Effects von Jörg Buttgereit sind sehr gelungen, coole Musik, alles in allem einer der besten deutschen Filme EVER!!!


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Kaspar Hauser - André EisermannKaspar Hauser
André Eisermann, Jeremy Clyde, Udo Samel

DVD, 1. Mai 1999
     Verkaufsrang: 37628     

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Am Pfingstmontag des Jahres 1828 wird der 12 Jahre lang in einem Nürnberger Keller eingesperrte Kaspar Hauser freigelassen. Etwa 5½ Jahre später stirbt er an einer Stichwunde. Sein Fall gehört zu den berühmtesten der deutschen Kriminalgeschichten des 19. Jahrhunderts und hat schon zu seinen Lebzeiten für ungeheures Aufsehen gesorgt. Schon damals hieß es, dass er im Frühjahr 1812 als Erbprinz des Hauses Baden zur Welt gekommen ist und schon kurze Zeit nach seiner Geburt im Auftrag der Gräfin Hochberg entführt wurde, die so die Erbfolge ihrer eigenen Linie sichern wollte.
Peter Sehr hat sich bei seiner Verfilmung des Schicksals Kaspar Hausers für diese nie zweifelsfrei bewiesene politische Interpretation der Ereignisse entschieden. Sein Findling, den André Eisermann eindrucksvoll verkörpert, ist das Opfer einer verkommenen, nur noch durch Intrigen und Machtmissbrauch aufrechterhaltenen Politik. Die Adligen, allen voran die Gräfin Hochberg (Katharina Thalbach in ihrer vielleicht besten Kinorolle) und Ludwig von Baden (Uwe Ochsenknecht), erinnern dabei an die Herrschenden, die in den bürgerlichen Trauerspielen Schillers und Lessings die Menschen verderben und zugrunde richten.
Damit stellt sich Sehr mit seinem Film ganz bewusst in die literarische Tradition, die zu Kaspar Hausers Zeiten vorherrschte, und verleiht seiner Fiktion neben der historischen auch eine künstlerische Authentizität, nur dass bei ihm das Bürgertum den Machenschaften des Adels nichts entgegenzusetzen hat. Ein äußerst düsteres Bild der Zeit entsteht, das zugleich aber weit über die konkreten historischen Ereignisse hinausgeht. Peter Sehr, der Elemente des bürgerlichen Trauerspiels sehr Kino-wirksam mit Thriller- und Melodram-Momenten verknüpft, verwandelt Kaspar Hauser in ein zeitloses Lehrstück über Macht, ihren Erhalt und ihre Pervertierung.
Aber der Film besticht nicht nur durch seine konsequente Inszenierung. Gernot Rolls Kameraarbeit, die zwar auf Realismus angelegt ist, aber zugleich mit ihren Stilisierungen Sehrs Ideen in mächtige Bilder umsetzt, gehört visuell zum Aufregendsten, was das deutsche Kino in den 90ern hervorgebracht hat. -Sascha Westphal


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

(K)Eine Dokumentation      5 von 5 Punkten
Eine letzlich spekulative Verfilmung des historisch nur in Teilen belegten Falls Caspar Hauser. Eisermann gelingt es ein sensibeles Bild der Person Hauser zu zeichnen. Der tragische Kern des Stoffs ist deteiliert und glaubwürdig vorgetragen und trägt den Betrachter auch durch die umfängliche Rahmenhandlung.



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Kaspar Hauser - André EisermannKaspar Hauser
André Eisermann, Jeremy Clyde, Udo Samel

DVD, 1. November 2004
     Verkaufsrang: 35349     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein Höhepunkt der deutschen Filmlandschaft      5 von 5 Punkten
Ist Kaspar Hauser das Opfer einer politischen Intrige? Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, wer sich hinter Kaspar Hauser verbirgt. Der Regisseur Peter Sehr stützt sich bei seiner Verfilmung auf eine Theorie, die davon ausgeht, dass Kaspar Hauser der Erbprinz des Hauses Baden ist, der schon kurz nach seiner Geburt im Auftrag der Gräfin Hochberg entführt wurde, die so die Erbfolge ihrer eigenen Linie sichern wollte. Kaspar Hauser wird - seiner Identität beraubt - demzufolge Opfer einer intriganten Politik, die an die Dramen Schillers und Lessings erinnert. Bis heute hat das Haus Baden seine Archive nicht geöffnet, was natürlich für weitere Spekulationen sorgt.
Der Film besticht durch seine Vielseitigkeit: Er ist Kriminalgeschichte, Historienfilm, Politthriller, Zeitdokument, zeitloses Lehrstück über Macht, ihren Erhalt und ihre Pervertierung. Die schauspielerische Leistung von André Eisermann muss besonders erwähnt werden: herausragend! Aber auch alle anderen Rollen sind großartig besetzt. Die DVD erhält zusätzlich noch einige Produktionsnotizen sowie Informationen über Schauspieler und Filmteam, die aber wenig weiterführendes Wissen bereithalten. Doch allein schon der Film rechtfertigt den Kauf der DVD ohne Zweifel: ein Höhepunkt der deutschen Filmlandschaft!


71 FRAGMENTE EINER CHRONOLOGIE DES ZUFALLS - Otto Grünmandl71 FRAGMENTE EINER CHRONOLOGIE DES ZUFALLS
Otto Grünmandl, Udo Samel, Gabriel Cosim Urdes, Anne Bennet

DVD, 25. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 39143      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Michael Hanekes wohl noch bester Film      3 von 5 Punkten
Das Denken des Herrn Haneke scheint tatsächlich diametral verschieden meines eigenen zu sein. "Leider" deshalb, weil ich mir wünsche mich jedem Fremden sonst eigentlich schon auch anzunähern.
Hier habe ich, wie bei anderen Verächtern von Genre und Effekten, heuchelnden Bezichtigern von Lüge und sich aufgeklärt sowie weltoffen gebenden Zeitgenossen, welche bei jeder Darstellung "in the face" eine affirmative Bedeutung nicht bloß vermuten, sondern sich einbilden als gesicherte Erkenntnis von dieser wahrhaftig zu wissen, aber keine Hoffnung.

Nach "Der siebente Kontinent" und "Bennys Video", zwei Arbeiten, die allen gegenteiligen Beteuerungen zum trotz für mich nichts anderes als Verherrlichungen verlogener Kleinfamilien zum Inhalt hatten, deren Kommunikationslosigkeit mit allen möglichen negativen Einflüssen von außen begründet werden, von ökonomischen Zwängen bis medialem Schaden durch Verkehrsnachrichten im Radio, monotoner 80er-Jahre-Popmusik, wiederum nur so erwähnt um von dem zu verführerisch-beruhigendem Hasen Bugs Bunny ganz zu schweigen, fand Haneke in "71 Fragmente..." ein größeres, mehr gesamtgesellschaftliches Spektrum. Anders als das ähnlich gelagerte, in seiner Auswahl der Protagonisten aber mehr den Bedürfnissen des "Cineasten" entsprechende "Code: unbekannt" von 2000, hatte er hier doch zumindest die Chance seine Vorstellungen eines (reduktionistisch-)realistischen Kinos als einzig wahre "Kunst", einmal wenigstens, auch ausgewogen umzusetzen.
Das Fazit gleich an dieser Stelle: es ist ihm wenn, dann auch hier, bloß in Ansätzen gelungen.

Die "71 Fragmente ..." sind mit einem final definierten Schwarz gebrochene Szenen von Leben im Wien der frühen Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Zwischen den Auf- und Abblenden finden sich ganz unterschiedliche Situationen in denen sich Menschen befinden können, wobei Unfähigkeit zur Kommunikation diesmal auch außerhalb bürgerlicher Normen präsentiert wird, und die Flucht in die von Haneke so verstandenen "Scheinwelten" populärer Unterhaltung sowie für ihn "konsumierbar" gemachter Gewaltdarstellungen einer gewiss unfreiwilligen Ironie nicht entbehrt, wenn es diesmal ausgerechnet ein Flüchtlingskind ist, das seine Vorliebe für Comics entdeckt hat. Zudem wird das Publikum anders als bei "Funny Games" in diesem Fall auch nicht ernsthaft und perfid einer Mittäterschaft bezichtigt, wenn es in der Rolle des Zuschauers vorgehalten bekommt sich bei Darstellungen schrecklicher Dinge doch nur am Übel dieser Welt ergötzen zu wollen.
Vielleicht waren diese Vorstellungen auch mal bloß Haß und Ressentiments, weil er nicht die Aussicht hatte als Filemacher je einen solch kulturellen Impact zu haben wie ein Hitch, den er angeblich sogar auch wirklich mögen soll, über viele Produktionsmittel zu verfügen, oder ganz einfach immer nur hochnäßig und elitär gedacht hat. Ich weiß es nicht, und diese Verachtung für die populäre Kultur sei ihm ja auch unbenommen, wenn ein solches Denken nicht am Beispiel Deutschland und im Fall von Computer- und VideospielerInnen auch zu veritabler politischer Verfolgung führen könne. Als Videospieler und Mensch mit Behinderung, auch um ein gewisses "Bild" zu wahren kommen in seinen Filmen bis auf vereinzelte Migranten ja ausschließlich Durchschnittsmenschen vor - fast schon wie in einem klassischen Melodram - aus meiner Sicht nur um jede Ressentiment-Beziehung erfolgreich zu kaschieren, sehe ich das alles beinahe naturgemäß anders... Aber wie dem auch sei - Haneke ist weit davon entfernt untalentiert zu sein, und so absurd konstruiert Szenen wie plötzliche proletarische Gewalt nach einem während des Essens vor sich her gesagtem "ich liebe Dich" auch sein mögen, das Lachen bleibt einem derweil im Halse stecken.
Ich kenne keinen Filmemacher der es schafft in Filmszenen dermaßen prägnante Momentaufnahmen zu integrieren - innerhalb quälend langer reduktionistischer Einstellungen freilich, aber immerhin, und bei aller Subjektivität dieses vorgeblich objektiven Realismus von "24 Wirklichkeiten in einer Sekunde" ist dieses können von einer zum Teil beeindruckenden Genauigkeit: natürlich nicht was Fantasie angeht, denn wer so sehr in etablierter, rein sprachlicher Kultur zu Hause ist und dabei noch so bilderfeindlich agiert, der hat auch überhaupt kein Interesse an der Schaffung geschlossener fiktionaler Räume oder gar an Traum-Welten, da diese ja nichts als Lügen für ihn darstellen - egal: trotz sämtlicher Vorbehalte werde ich keineswegs aufhören mir seine Filme anzusehen, so sehr sie mich wie andere nicht nur irritieren, sondern auch den Eindruck vermitteln mich persönlich beleidigen zu wollen.


Kondom des Grauens - Udo SamelKondom des Grauens
Udo Samel, Peter Lohmeyer, Marc Richter

DVD, 11. August 1998
     Verkaufsrang: 58562     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Einer der schlechtesten Filme überhaupt      1 von 5 Punkten
Ich kann mich meinen Vorrezensenten nicht anschließen. Der Film ist sowohl handwerklich, künstlerisch als auch vom Anspruch her einfach sehr schlecht geworden.
Einzig Iris Berben schafft es, die wahnsinnige Wissenschaftlerin mit einigem Sinn zu erfüllen. Der Rest ist platt, abgespult und reizt nicht mal zum Gähnen, leider! Denn der Stoff von Ralf König hätte weitaus mehr hergeben können. Nur merkt man dem Drehbuch und dem Regisseur eine Überforderung deutlich an.
Als ein Beispiel: Der Film spielt in New York, aber in wirklich JEDER Außenaufnahme meint man durch Bottrop zu gehen ( was wohl auch eher stimmt ). Mag ja sein, dass New York zu teuer war, aber dann hätte man es lassen sollen.
Sowohl das sexuelle als auch das derbe - auf das sich meine Vorrezensenten hier beziehen -ist nicht das Problem, sondern wie gesagt die künstlerische Umsetzung.

DIE Kondomödie schlechthin      5 von 5 Punkten
Gut, schwule Kommissare und beissende Kondome mögen nicht jedermanns Sache sein. Fakt ist aber, dass HIER eine Adaption eines Ralf König Comics geschaffen wurde, die ihresgleichen sucht.
Die Geschichte ist schnell erzählt: in einem New Yorker Stundenhotel treibt ein bissiges Kondom sein Unwesen, und diverse männliche Gäste werden dadurch empfindlich um ein Körperteil erleichtert. Anfangs werden Prostituierte verdächtigt, dann verliert aber auch Kommissar Maccaroni ein Stück seiner Männlichkeit und nimmt den Fall in seine Hand.
Iris Berben als wahnsinnige (und bösartig männerhassende) Krankenhauschefin, Udo Samel als schwuler Kommissar sowie viiiiele weitere bekannte Gesichter (Lohmeier, von Sinnen, Klementine aus der Werbung) vermögen allesamt zu überzeugen, die Special Effects von Jörg Buttgereit sind sehr gelungen, coole Musik, alles in allem einer der besten deutschen Filme EVER!!!

Was erwarten manche Menschen...      4 von 5 Punkten
...., ich mein ich schreibe doch auch keine schlechte Kritik bei einem Disney-Film mit dem Aargument es sei gezeichnet...
Der Film ist ein Comic-Trash-Meisterwerk. Kompliment an den Regisseur, der es geschafft hat, den Trash-Gedanken geschickt auszubauen. Denn was ist witziger, als die absurdesten Geschehnisse und die bekloppteste Story in ein biederes und ernstes Schauspiel zu kleiden. Denn die Qintessenz des Trash ist, hinter das vordergründig Seriöse zu blicken. Was man da so manchmal entdeckt ist aller Komik erhaben. Und genau das persifliert der Film perfekt.
Manche meinten der Film nehme sich zu ernst (*ohne worte*), dabei ist das gerade das witzige.
Wenn Lutschi/Luigi seine Knarre zückt und heldenhaft Kondome jagt mit einer nie abrennenden Zigarette im Mundwinkel oder er im Präsidium voller stolz und ernster Miene (mit Zigarette) erklärt:" Niemand beißt einem Mackeroni das Ei ab, ohne ungestraft davon zu kommen, NIEMAND!!!" Dann hält es Trash-Kenner nicht mehr auf den Stühlen.
Ich hab gejauchzt und gelacht über dieses wahre Trash-Meisterwerk, der den Grundgedanken filmisch umsetzt und nicht in kindisches rumgealbere ausartet. Heeerlisch.
Die Schwulenszene ist auch sehr lustig dargestellt und bietet weniger Klischees, als manche Pseudo-Schwuletten in anderen (deutlich seriöseren) Filmen. Allein die Sache mit den Hankys (farbige Tücher) war zum Brüllen. "Insider" wissen natürlich vorher schon was ein gelbes tuch codiert.
Geil auch unsere Lieblingslesbe Hella von Sinnen... Ich glaube so stellen sich Ausländer die Durchschnittsdeutsche vor :-)
Hut ab, auch deutsche verstehen was von der komplexen Trash-materie.

comic real      4 von 5 Punkten
dies ist die zweite Realfilm Umsetzung eines Ralf König comics. War bei DER BEWEGTE MANN alles sehr clean und glatt gebügelt,
geht es in KONDOM DES GRAUENS wesentlich derber zu.
Ich halte diesen Film auf jedenfall für die besserer Umsezung im Sinne der Idee Ralf Königs. Udo Samel ist die perfekte Bestzung als desillusionierter Inspektor Maccaroni. Die Besetzung der Barbette(Leonard Lansik)war aber leider ganz und gar missglückt, ebenso Peter Lohmeyer als Sam(Punkt abzug!).
Im ganzen hält der Film die groteske Übertreibung durch und kann deshalb als gelungene Umsetzung gewertet werden. Auch wird die schwule Beziehung von Maccoroni zum schön anzusehenden Billy (Marc Richter) nicht so prüde gezeigt, wie der Bewegte Mann es umgekehrt mit Axel und Norbert tat.
Man merkt dem Film an, dass Ralf König diesesmal mehr Einfluss hatte. Der Schluss hatte zwar einige Längen, aber das sei es verziehen. Durchaus zu empfehlen, auch mehr als einmal zu sehen!

Zum schiessen      4 von 5 Punkten
Der Film ist einfach zum schiessen lustig! Zwar darf man den Film nicht sehen, wenn man irgendwie ein schamgefühl hat, aber sonst muss man den ganzen Film durch nur noch brüllen... -Glaube der erste film, bei dem mir die lachmuskeln danach weh taten... ;-)


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Strauss, Johann - Die Fledermaus (Glyndebourne Festival Opera) (2 DVDs) - Udo SamelStrauss, Johann - Die Fledermaus (Glyndebourne Festival Opera) (2 DVDs)
Udo Samel, Malena Ernman, Pamela Armstrong, Håkan Hagegård, Thomas Allen

DVD, 29. März 2004
     Verkaufsrang: 56197      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 38,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Eine durchaus gelungene Aufnahme      5 von 5 Punkten
Auf den ersten Blick mag dies Aufnahme der Fledermaus nicht sehr auffällig wirken, doch diese DVD ist sehr empfehlenswert! Die Aufnahme stammt aus England, ist zwar in deutscher Sprache, manche Dialoge lassen aber doch zu wünschen übrig. Vladimir Jurowski versteht es blendend das London Philharmonic Orchestra zu führen. Den schwungvollen Fledermaus-Walzer im Finale des zweiten Aktes gleichermaßen, wie Das wehmütige Terzett "So muss allein ich bleiben". Das Bühnenbild und die Kostüme sind schwungvoll und elegant. Von der gesanglichen, als auch von der schauspielerischen Leistung der Interpretinnen und Interpreten ist diese DVD auf jeden fall zu empfehlen. Den DTS-Sound kann ich leider nicht bewerten, der LPMC-Klang jedoch ist hervorragend...
Außerdem sind die vielen extra features nur zu empfehlen.


Kaspar Hauser - Der Mensch. Der Mythos. Das Verbrechen - André EisermannKaspar Hauser - Der Mensch. Der Mythos. Das Verbrechen
André Eisermann, Jeremy Clyde, Udo Samel

Videokassette, 8. August 1995
     Verkaufsrang: 6584     

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Am Pfingstmontag des Jahres 1828 wird der 12 Jahre lang in einem Nürnberger Keller eingesperrte Kaspar Hauser freigelassen. Etwa 5½ Jahre später stirbt er an einer Stichwunde. Sein Fall gehört zu den berühmtesten der deutschen Kriminalgeschichten des 19. Jahrhunderts und hat schon zu seinen Lebzeiten für ungeheures Aufsehen gesorgt. Schon damals hieß es, dass er im Frühjahr 1812 als Erbprinz des Hauses Baden zur Welt gekommen ist und schon kurze Zeit nach seiner Geburt im Auftrag der Gräfin Hochberg entführt wurde, die so die Erbfolge ihrer eigenen Linie sichern wollte.
Peter Sehr hat sich bei seiner Verfilmung des Schicksals Kaspar Hausers für diese nie zweifelsfrei bewiesene politische Interpretation der Ereignisse entschieden. Sein Findling, den André Eisermann eindrucksvoll verkörpert, ist das Opfer einer verkommenen, nur noch durch Intrigen und Machtmissbrauch aufrechterhaltenen Politik. Die Adligen, allen voran die Gräfin Hochberg (Katharina Thalbach in ihrer vielleicht besten Kinorolle) und Ludwig von Baden (Uwe Ochsenknecht), erinnern dabei an die Herrschenden, die in den bürgerlichen Trauerspielen Schillers und Lessings die Menschen verderben und zugrunde richten.
Damit stellt sich Sehr mit seinem Film ganz bewusst in die literarische Tradition, die zu Kaspar Hausers Zeiten vorherrschte, und verleiht seiner Fiktion neben der historischen auch eine künstlerische Authentizität, nur dass bei ihm das Bürgertum den Machenschaften des Adels nichts entgegenzusetzen hat. Ein äußerst düsteres Bild der Zeit entsteht, das zugleich aber weit über die konkreten historischen Ereignisse hinausgeht. Peter Sehr, der Elemente des bürgerlichen Trauerspiels sehr Kino-wirksam mit Thriller- und Melodram-Momenten verknüpft, verwandelt Kaspar Hauser in ein zeitloses Lehrstück über Macht, ihren Erhalt und ihre Pervertierung.
Aber der Film besticht nicht nur durch seine konsequente Inszenierung. Gernot Rolls Kameraarbeit, die zwar auf Realismus angelegt ist, aber zugleich mit ihren Stilisierungen Sehrs Ideen in mächtige Bilder umsetzt, gehört visuell zum Aufregendsten, was das deutsche Kino in den 90ern hervorgebracht hat. -Sascha Westphal


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

(K)Eine Dokumentation      5 von 5 Punkten
Eine letzlich spekulative Verfilmung des historisch nur in Teilen belegten Falls Caspar Hauser. Eisermann gelingt es ein sensibeles Bild der Person Hauser zu zeichnen. Der tragische Kern des Stoffs ist deteiliert und glaubwürdig vorgetragen und trägt den Betrachter auch durch die umfängliche Rahmenhandlung.



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Das letzte U-Boot - Geheimmission Tokio - Ulrich MüheDas letzte U-Boot - Geheimmission Tokio
Ulrich Mühe, Ulrich Tukur, Udo Samel, Matthias Habich, Manfred Zapatka

DVD, 8. März 2007
     Verkaufsrang: 33594     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

15. April 1945: Das deutsche U-Boot U234 sticht mit Kurs auf Tokio unter dem Befehl von Kommandant Gerber in See. Das Boot soll geheime Pläne, neue Waffensysteme und vor allem Uranoxid, das die Japaner dringend für den Bau der Atombombe benötigen, nach Japan bringen. Zwei japanische Fregattenkapitäne begleiten den Transport. Ebenfalls an Bord befinden sich General Mellenberg, der zu den Verschwörern des 20. Juli zählt, sowie der fanatische Geschwaderrichter Beck, der bis zuletzt an den Endsieg glaubt. Als die Bestatzung von Hitlers Selbstmord und schließlich von der Kapitulation erfährt, kommt es zum offenen Konflikt. Ein britischer Zerstörer fordert ihre sofortige Aufgabe. Kommandant Gerber will einzig und allein seine Mannschaft retten. Aber Beck droht damit, die U234 in die Luft zu sprengen, wenn der Zerstörer nicht versenkt wird - obwohl das deutsche Boot bereits die weiße Fahne gehisst hat.
Das letzte U-Boot ist ein spannungsgeladenes Kammerspiel auf engstem Raum und steht in der Tradition von Wolfgang Petersens Das Boot, basiert jedoch auf einer historischen Begebenheit. Während alliierte Zerstörer Jagd auf die U234 machen, treten die unterschwelligen Spannungen unter der U-Boot-Besatzung offen zu Tage. Nachdem sie den britischen Zerstörer versenkt haben, droht der ganzen Mannschaft die Hinrichtung als Kriegsverbrecher. Gerber bietet seine ganze Kunst auf, um den Verfolgern zu entkommen.
Das Kriegsdrama ist mit der Creme de lá Creme der deutschen Schauspielkunst besetzt: Neben Ulrich Mühe glänzen Ulrich Tukur, Manfred Zapatka, Matthias Habich, Udo Samel u.a. Gedreht wurde die internationale Co-Produktion in Babelsberg, Wilhelmshaven und Polen. Nachdem sich das deutsche U-Boot den Amerikanern ergeben hat, gelangt das Uranoxid nach Washington und wurde vermutlich beim Bau der Atombombe verwendet, die über Hiroshima abgeworfen wurde. So erhält das historische Kriegsdrama zusätzlich eine weitere beunruhigende Nuance - trefflich in Szene gesetzt von Frank Beyer (Spur der Steine, Jakob der Lügner).
Die DVD enthält als Bonusmaterial die Biographien der Darsteller und des Regisseurs sowie einen interessanten Abriss der historischen Fakten der letzten Mission der U234. - Birgit Schwenger


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Ulrich Mühe in Höchstform      5 von 5 Punkten
Ulrich Mühe und Ulrich Tukur zeigen in diesem Film von Frank Beyer meiner Meinung nach eine sehr gute schauspielerische Leistung. Auch die weiteren Darsteller verwandeln das U-Boot in eine nervenaufreibende Szenerie. Nur die 90er-Jahre Musik tut gelegentlich etwas weh. Frank Beyer kopiert in seinem Regiestil nicht die Machart von Wolfgang Petersens "Das Boot", sondern konzentriert sich auf die psychologischen Beziehungen zwischen den Figuren und damit auch die Zerrissenheit in Deutschland am Ende des zweiten Weltkrieges. Ich finde den Film gelungen.


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DER SIEBENTE KONTINENT - Birgit DollDER SIEBENTE KONTINENT
Birgit Doll, Leni Tanzer, Udo Samel

DVD, 5. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 70174      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Erschütternd! Bewegend! Sehenswert!      5 von 5 Punkten
Die ständigen, eintönigen Wiederholungen im Leben einer Kleinfamilie mit zehnjähriger Tochter aus der Wohlstandsgesellschaft, das sich an austauschbaren Parametern aufbaut. Das Ehepaar beschließt den gemeinsamen Selbstmord, radikal und unerbittlich.


Deutschlandspiel Teil 1+2 - Sir Peter UstinovDeutschlandspiel Teil 1+2
Sir Peter Ustinov, Rudolf Wessely, Udo Samel

Videokassette, 1. Dezember 2000
     Verkaufsrang: 14058     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Geschichte mal auf spannende Art und Weise      5 von 5 Punkten
Zum Thema DDR und Wiedervereinigung haben wir den ersten Teil des Deutschlandspiels sogar im Geschichtsunterricht gesehen, was spricht denn mehr für die Authentizität dieses Werkes?
Was ich selbst sehr verblüffend fand, obwohl jeder weiß, wie die Geschichte endete bleibt dieser Film durchgehend spannend. Er fesselt und ist nicht so trocken wie "richtige" Dokumentationen. Jedem geschichtsinteressierten Menschen kann ich das Deutschlandspiel nur ans Herz legen, da die Ereignisse noch einmal zusammenhängend dargestellt werden und sicher nach dem Betrachten so manches klarer erscheint.........

Besser geht's nicht      5 von 5 Punkten
Prima Schauspieler und original-Personen kommen zu dem brisantesten Thema der jungen deutschen Nachkriegsgeschichte zu Wort: der "Vereinigung Deutschlands". Besser kann eine Dokumentation nicht mehr aufbereitet werden: die friedlichen Demonstrationen in Leipzig, die Botschaftsbesetzung in Ungarn, die Reaktionen in Washington und Moskau ... "Deutschlandspiel" zeigt Geschichte, wie sie sich ereignete. Prima!


Kondom des Grauens - Udo SamelKondom des Grauens
Udo Samel, Peter Lohmeyer, Marc Richter

Videokassette, 1. Juli 2000
     Verkaufsrang: 11492     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Einer der schlechtesten Filme überhaupt      1 von 5 Punkten
Ich kann mich meinen Vorrezensenten nicht anschließen. Der Film ist sowohl handwerklich, künstlerisch als auch vom Anspruch her einfach sehr schlecht geworden.
Einzig Iris Berben schafft es, die wahnsinnige Wissenschaftlerin mit einigem Sinn zu erfüllen. Der Rest ist platt, abgespult und reizt nicht mal zum Gähnen, leider! Denn der Stoff von Ralf König hätte weitaus mehr hergeben können. Nur merkt man dem Drehbuch und dem Regisseur eine Überforderung deutlich an.
Als ein Beispiel: Der Film spielt in New York, aber in wirklich JEDER Außenaufnahme meint man durch Bottrop zu gehen ( was wohl auch eher stimmt ). Mag ja sein, dass New York zu teuer war, aber dann hätte man es lassen sollen.
Sowohl das sexuelle als auch das derbe - auf das sich meine Vorrezensenten hier beziehen -ist nicht das Problem, sondern wie gesagt die künstlerische Umsetzung.

DIE Kondomödie schlechthin      5 von 5 Punkten
Gut, schwule Kommissare und beissende Kondome mögen nicht jedermanns Sache sein. Fakt ist aber, dass HIER eine Adaption eines Ralf König Comics geschaffen wurde, die ihresgleichen sucht.
Die Geschichte ist schnell erzählt: in einem New Yorker Stundenhotel treibt ein bissiges Kondom sein Unwesen, und diverse männliche Gäste werden dadurch empfindlich um ein Körperteil erleichtert. Anfangs werden Prostituierte verdächtigt, dann verliert aber auch Kommissar Maccaroni ein Stück seiner Männlichkeit und nimmt den Fall in seine Hand.
Iris Berben als wahnsinnige (und bösartig männerhassende) Krankenhauschefin, Udo Samel als schwuler Kommissar sowie viiiiele weitere bekannte Gesichter (Lohmeier, von Sinnen, Klementine aus der Werbung) vermögen allesamt zu überzeugen, die Special Effects von Jörg Buttgereit sind sehr gelungen, coole Musik, alles in allem einer der besten deutschen Filme EVER!!!

Was erwarten manche Menschen...      4 von 5 Punkten
...., ich mein ich schreibe doch auch keine schlechte Kritik bei einem Disney-Film mit dem Aargument es sei gezeichnet...
Der Film ist ein Comic-Trash-Meisterwerk. Kompliment an den Regisseur, der es geschafft hat, den Trash-Gedanken geschickt auszubauen. Denn was ist witziger, als die absurdesten Geschehnisse und die bekloppteste Story in ein biederes und ernstes Schauspiel zu kleiden. Denn die Qintessenz des Trash ist, hinter das vordergründig Seriöse zu blicken. Was man da so manchmal entdeckt ist aller Komik erhaben. Und genau das persifliert der Film perfekt.
Manche meinten der Film nehme sich zu ernst (*ohne worte*), dabei ist das gerade das witzige.
Wenn Lutschi/Luigi seine Knarre zückt und heldenhaft Kondome jagt mit einer nie abrennenden Zigarette im Mundwinkel oder er im Präsidium voller stolz und ernster Miene (mit Zigarette) erklärt:" Niemand beißt einem Mackeroni das Ei ab, ohne ungestraft davon zu kommen, NIEMAND!!!" Dann hält es Trash-Kenner nicht mehr auf den Stühlen.
Ich hab gejauchzt und gelacht über dieses wahre Trash-Meisterwerk, der den Grundgedanken filmisch umsetzt und nicht in kindisches rumgealbere ausartet. Heeerlisch.
Die Schwulenszene ist auch sehr lustig dargestellt und bietet weniger Klischees, als manche Pseudo-Schwuletten in anderen (deutlich seriöseren) Filmen. Allein die Sache mit den Hankys (farbige Tücher) war zum Brüllen. "Insider" wissen natürlich vorher schon was ein gelbes tuch codiert.
Geil auch unsere Lieblingslesbe Hella von Sinnen... Ich glaube so stellen sich Ausländer die Durchschnittsdeutsche vor :-)
Hut ab, auch deutsche verstehen was von der komplexen Trash-materie.

comic real      4 von 5 Punkten
dies ist die zweite Realfilm Umsetzung eines Ralf König comics. War bei DER BEWEGTE MANN alles sehr clean und glatt gebügelt,
geht es in KONDOM DES GRAUENS wesentlich derber zu.
Ich halte diesen Film auf jedenfall für die besserer Umsezung im Sinne der Idee Ralf Königs. Udo Samel ist die perfekte Bestzung als desillusionierter Inspektor Maccaroni. Die Besetzung der Barbette(Leonard Lansik)war aber leider ganz und gar missglückt, ebenso Peter Lohmeyer als Sam(Punkt abzug!).
Im ganzen hält der Film die groteske Übertreibung durch und kann deshalb als gelungene Umsetzung gewertet werden. Auch wird die schwule Beziehung von Maccoroni zum schön anzusehenden Billy (Marc Richter) nicht so prüde gezeigt, wie der Bewegte Mann es umgekehrt mit Axel und Norbert tat.
Man merkt dem Film an, dass Ralf König diesesmal mehr Einfluss hatte. Der Schluss hatte zwar einige Längen, aber das sei es verziehen. Durchaus zu empfehlen, auch mehr als einmal zu sehen!

Zum schiessen      4 von 5 Punkten
Der Film ist einfach zum schiessen lustig! Zwar darf man den Film nicht sehen, wenn man irgendwie ein schamgefühl hat, aber sonst muss man den ganzen Film durch nur noch brüllen... -Glaube der erste film, bei dem mir die lachmuskeln danach weh taten... ;-)


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Kondom des Grauens - Udo SamelKondom des Grauens
Udo Samel, Peter Lohmeyer, Marc Richter

DVD, 15. April 2005

Verkaufsrang: 54082

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Alles auf Zucker! - Henry HübchenAlles auf Zucker!
Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel

DVD, 24. November 2006

Verkaufsrang: 53563

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