DVDs: Ingrid Thulin

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Die Verdammten - Dirk BogardeDie Verdammten
Dirk Bogarde, Ingrid Thulin, Helmut Berger

DVD, 23. April 2004
     Verkaufsrang: 13980      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Warner Home Die Verdammten, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 23.04.04

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

"Die Verdammten" und die "Nacht der langen Messer"      5 von 5 Punkten
Einfach nur großartig dieser Film! Die Verstrickungen einer fiktiven deutschen Industriellendynastie (aber ähnliche Fälle wird es zuhauf gegeben haben) mit den Nazis sind wunderbar in die Geschehnisse der Jahre 1933 - 1934 hineingeflochten. Den Höhepunkt bildet die "Nacht der langen Messer" (wunderbar und wirklich monumantal dargestellt!), das Gemetzel der SS an der SA. Es geht in dem Film um Macht, Intrigen, Anpassung, Sexualität, Durchtriebenheit, Uniformen, Mutterhasser und viele andere, nur zu menschliche Dinge. Das Duo Rampling und Bogarde ist wunderbar! Auch den Beitrag im Bonusmaterial auf Englisch, in dem Rom (einem wohl vorwiegend amerikanischen Publikum) als "Hollywood on the Tiber" präsentiert wird, kann ich nur empfehlen. Selber schauen! Sie bereuen es nicht!


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Wilde Erdbeeren - SZ-Cinemathek - Victor SjöströmWilde Erdbeeren - SZ-Cinemathek
Victor Sjöström, Bibi Andersson, Ingrid Thulin

DVD, 26. März 2005
     Verkaufsrang: 14543      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Wilde Erdbeeren: Daseinsanalyse      5 von 5 Punkten
Der Film mutet heute (2007), genau 50 Jahre nach seiner Erstaufführung, altertümlich an, wie ein Film der Vorkriegszeit, nur für Cineasten ein Muß, aber sonst für uns heute? Keine special effects, ein Autounfall und sonst keine Action, alles schwarz- weiß und natürlich alles ohne graphics engine erstellt.
Dabei ist sein Thema zeitlos: es geht um das geglückte Leben, nicht das äußere mit Ruhm und Geld, davon hat die Hauptperson Professor Bork gewiß genug, sondern um seine eigene innere Biographie, der Bewertung der eigenen Existenz. Vielleicht ist das Verstehen heute schwerer, weil der kulturelle Kontext, der Existenzialismus (Heidegger, Sartre), die Bedrohung des Atomkrieges uns weiter entfernt erscheinen, oder auch nur weil wir nach der Einheits- Hollywood- Filmkunst abgestumpfter sind.
Die Handlung wurde von anderen Rezensenten schon erzählt: der Medizinprofessor Bork fährt zu seinem 50. Promotionsjubiläum, die Ehrung seines Lebenswerks an der Unversität steht an. In der Nacht davor hat er einen Albtraum. Er hat sich verirrt in einer leeren Stadt, und mehr: er hat die Zeit verloren (Die Zeiger stehen nicht einfach still, sie sind weggefallen). Ein Pferd zieht einen Leichenwagen, verfängt sich an einem Laternenpfahl, der Sarg mit ihm darin fällt herunter, es ist wohl noch nicht die Zeit für seine letzte Fahrt.
So entschließt er sich am morgen nicht den Zug zu nehmen sondern selber das Steuer in die Hand seines Wagens, will Orte der Kindheit noch einmal aufsuchen. Ihm werden dabei Menschen begegnen, die nun in seinen früheren Lebensphasen stehen und er wird in Träumen zurückfallen in die Erinnerung an sein eigenes Leben.
Da sind zwei Studenten (Ingenieur und Theologe) und eine Studentin, die sich noch zwischen beiden Lebenswegen entscheiden muß.
Da ist ein Ehepaar, mit dem Bork in einen Autounfall schudlos verwickelt wird. Der Mann ist wieder Techniker / Ingenieur, rational, klar, ironisch. Seine Frau ist Schauspielerin. Er versteht ihre Wünsche nicht, sieht ihre Gefühle als Schauspielerei. Prof. Bork nimm die beiden mit im Auto, aber das Paar gerät so sehr in Streit, daß sie schließlich aussteigen müssen.
Der Ingenieur wird ihm noch einmal in einem Traum begegnen: da nimmt er dessen Examensprüfung ab und der hoch geehrte Dr. Bork fällt durch. Er erkennt nicht, was er im Mikroskop sieht, er kann den groß geschriebenen Text an der Wand nicht lesen (was die erste Pflicht des Arztes sei), sieht nicht, daß sein Patient gar nicht tot ist. Er ist Seelen- blind. Er hofft auf einen gnädigen Prüfer, aber diese Gnade wird abgelehnt. Er bekommt die, so wie der Prüfer ihm sagt, übliche Strafe, und das ist die Einsamkeit.
Die Einsamkeit hat Borg sich schon lange selbst auferlegt. Ganz zu Beginn drückt er schon sein Desinteresse am Mit- Einander aus, sei doch sein Leben Arbeit gewesen. Auf seiner Fahrt sucht er Orte seiner Kindheit auf. Da ist das Sommerhaus wo die wilden Erdbeeren sind, hier erinnert er sich träumerisch an sein Leben. Er sieht seine Geschwister spielen. Er selbst, älter, steht abseits, gehört nicht dazu.
Er sieht seine schon lang verstorbene Frau mit einem Anderen, 30 Jahre danach, eine Szene, die er nicht verdrängen kann, die wieder in sein bewußtes Leben kommt.
Er sieht im Leben seines Sohnes und der Schwiegertochter sein egoistisches, aus das Formale ausgerichtete Leben wieder. Er beginnt, die Seelenqualen zu spüren, die ihn, wie er der Schwiegertochter zu Beginn der Reise sagte, doch nicht interessieren. Wie sagt er mehr zu sich selber: Trauer überzog die Bilder wie einen Schleier....
Beim Tanken in der Provinz, da wo er vor langer Zeit Kreisarzt war dankt ihm der Tankwart, auch im Namen anderer ehemaliger Patienten. Er sei nicht vergessen und nicht was er gutes getan habe. Dies verunsichert ihn. Ihn überkommt für einem Moment die Phantasie, vielleicht besser dort geblieben zu sein.
Am Ende seiner realen wie biographischen Reise wird sich sein Bild seines Lebens damit noch ändern. In einem Traum wird er seine Eltern im Sommerhaus wiederfinden, sie werden ihm zuwinken, sie ihn und er das innere Kind annehmen.
Wahrhaftig ein großer Film.


uninteressant      1 von 5 Punkten
ich kann die hochtrabenden meinungen des films absolut nicht nachvollziehen. langweiliger film. die aussage eines jeden: "meisterwerk", "toller film" macht noch keinen interessanten film

Bergmans erster großer Höhepunkt      5 von 5 Punkten
Obwohl in der cinematek-Reihe der Süddeutschen Zeitung von einigen Top-Regisseuren leider oftmals nur die zweit- oder drittbesten Filme in die Sammlung integriert wurden, gelang mit Bergmans "Wilde Erdbeeren" ein absoluter Topgriff. Ich persönlich habe bereits mehrere Streifen des Schwedischen FILMkönigs gesehen und muss sagen, dass dieser Film nach wie vor unübertroffen bleibt, auch im Vergleich zu anderen ganz großen Leinwandwerken.
Der genialste Teil des Films ist meiner Meinung nach die Traum-Szene gleich zu Beginn des Films - eine (logische) Aneinanderreihung von gänsehauterregenden Ereignissen, die aufgrund des (von Bergman sehr oft verwendeten) Schwarzweiß noch zusätzlich verstärkt werden: die zeigerlosen Ziffernblätter, zunächst auf der Uhr vor dem Geschaäft, dann auch auf der Armbanduhr des pensionierten Professors (der im Film die Hauptrolle spielt), die gesichtslose, dunkle Gestalt, der der Professor auf die Schulter klopft und danach in sich zusammenbricht, und letzlich der von Pferden gezogene Leichenwagen, der sich bei einem Laternenpfahl festhängt und schließlich auseinanderfällt, so dass der Sarg vom Wagen fällt und sich öffnet...
Den Rest überlasse ich Ihrer Phantasie.
Und das ist bei weitem nicht die einzige äußerst geglückte Szene in diesem Film.
Rückblenden (so weit ich weiß, überhaupt DER erste Film der mit Rückblenden eine Geschichte aufrollt), eine tolle Besetzung der Hauptrollen, super Kameraeinstellungen und selbst einige humorvolle Dialoge, speziell zwischen dem Professor und seiner Haushälterin, kommen vor -
Filmfanherz was willst du MEHR??!!!!!
An dieser Stelle: DANKE Ingmar Bergman!!

die chance des alters ...      5 von 5 Punkten
das alter hat in sich die chance, alles noch einmal zu überdenken, zu begreifen und zu beurteilen. ingmar bergman benutzt perfekt rückblenden, träume, weiter-entwicklung der gegenwarts-handlung dazu, einen lebens-rückblick zu zeigen, der auch noch die kraft hat, den nachdenkenden positiv zu verändern: die im traum oder in wirklichkeit ihm begegnenden personen kritisieren an ihm kälte und egoismus. die intensiven traum-erlebnisse (seine kindheitsfreundin sara mit ihrer erdbeerstelle einerseits, seine im traum wieder auftauchende, schon lange verstorbene, nun ihn aber sehr gegenwartsnah kritisierende ehefrau andererseits) - sie bringen einen prozess der verstärkten sensibilisierung für andere menschen in gang. ein meckerndes ehepaar, das unterwegs nach einer kollision mit aufgegabelt wurde, wird hinausgeworfen. die jugendlichen tramper jedoch bauen freundschaftliche verehrung auf. die unsere hauptperson begleitende schwiegertochter, sie erhält auf einmal einen väterlich-gütigen ratgeber und verlässliche hilfe, bei ihrer ehekrise: sie möchte ihr kind nicht abtreiben, ihr mann jedoch sehr wohl. der psychoanalytiker erik erikson hat den film WILDE ERDBEEREN als lieblings-beispiel benutzt für seine theorie der lebens-alter. mit den stationen kindheit, jugend, berufsleben, elternschaft, ehe - ist nämlich noch nicht alles im identitäts-aufbau einer person abgeschlossen: es kommt die chance zur kreativen letzten phase: der einer beurteilenden nachschau, die gütig macht. die weisheit des alters: man wünscht jedem, dass er sich mit dieser phase ebenso produktiv auseinandersetzt, wie es bergman in diesem filmklassiker vor augen führt ...

Bergmans zeitloser Klassiker      5 von 5 Punkten
"Wilde Erdbeeren" wurde praktisch mit Preisen überschüttet und hat jeden einzelnen davon verdient. Die Geschichte eines alternden Professors auf der inneren und äußeren Reise zurück zu seinen frühen Jahren kann heute noch genau so überzeugen wie seinerzeit, selbst wenn Ton und Bild heute etwas angestaubt sind. Der Film ist zudem glänzend für Bergman-Einsteiger geeignet, weil die schwer erträgliche Schwere und Düsternis anderer Bergman-Meisterwerke wie "Das Schweigen" oder "Persona" hier nicht vorhanden sind. Wie wichtig und einflussreich "Wilde Erbeeren" ist, zeigt sich daran, wie oft er immer noch Teil des modernen Kinos ist, am auffälligsten natürlich bei Bergmans glühendstem Verehrer Woody Allen, der "Wilde Erdbeeren" gleich mehrfach verarbeitet hat ("Eine andere Frau", "Harry außer sich").
Ein Klasiker, der in jede Sammlung gehört.


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Die Stunde des Wolfs - Max von SydowDie Stunde des Wolfs
Max von Sydow, Liv Ullmann, Ingrid Thulin

DVD, 21. Februar 2006
     Verkaufsrang: 19299      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Arthaus Die Stunde des Wolfs (1968), USK/FSK: 18+ VÃ-Datum: 07.02.06

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

surreales Meisterwerk von Ingmar Bergman      5 von 5 Punkten
Ohne jetzt in eine detaillierte Inhaltsangabe oder tiefenpsychologische Analyse zu verfallen, möchte ich sagen, dass "Die Stunde des Wolfs" zu Ingmar Bergmans besten und faszinierendsten Filmen zählt. Er ist auch - wenn man so will - Bergmans einziger "echter" Horrorfilm und kann den unvorbereiteten Zuschauer durch die suggestive Kraft seiner Bilder verwirren und verstören.
Die Geschichte in groben Zügen: das entfremdete Ehepaar Alma und Johan fährt wie jedes Jahr ins Sommerhaus auf eine Insel. In der spröden Landschaft begegnen ihnen bald unbekannte Menschen, die sie zum Dinner auf das Schloss des Barons Merkens einladen, wo sie in einen Strudel surrealer Ereignisse geraten...
Spätestens hier muss jede Inhaltsangabe enden, da der reine Handlungsablauf keinerlei Bedeutung für den Film hat. Es sind die Gesten, die Blicke, die Worte und die Visionen der Protagonisten, die den Film ergeben. "Die Stunde des Wolfs" ist vielleicht der schwärzeste Abstieg in die menschliche Hölle, der je auf Zelluloid gebannt wurde. Der Surrealismus ist eine Kunstform, die nicht leicht im Film einzufangen ist. Daran sind schon große Regisseure gescheitert, amerikanische Regisseure finden gleich gar keinen Zugang. Ingmar Bergman gelingt das Kunststück bewundernswert. Liv Ullmann und Max von Sydow, die zum Stamm-Ensemble Bergmans gehören, spielen ihre Rollen intensiv und tragen den Film mühelos. "Die Stunde des Wolfs" ist wie alle großen Kunstwerke vieldeutig, verschlüsselt und seine Wirkung jeweils abhängig vom emotionalen Zustand des Zuschauers. Von allen Bergman-Filmen ist dieser einer meiner liebsten. Seine Kraft geht weit über das filmische Erleben hinaus, er ist zeitlos packend, erschreckend und großartig.

Thriller der besonderen Art      5 von 5 Punkten
Die Stunde des Wolfs" ist ein ganz besonders faszinierender Film von Ingmar Bergman. Das Paar Johan und Alma leben seit sieben Jahren fast das ganze Jahr über auf einer Insel, die wahrscheinlich zur Ostseeinsel Gotland gehört. Die Stamm-Darsteller Liv Ullmann und Max von Sydow sind wahrhaftig ein beeindruckend schönes Paar. Liv Ullmann spricht den Prolog und den Epilog, wie sie das schon öfters in Bergman-Filmen getan hat. Johan und die schwangere Alma lieben sich wirklich, was zwischen beiden steht ist die frühere Geliebte Johans, Veronica Vogler. Dass Johann Veronica nicht vergessen kann überschattet das Glück der beiden. Er kann nachts nicht schlafen, er und Alma warten immer den Tagesanbruch ab, weil Johan sich vor der Dunkelheit fürchtet. Diese Furcht hat ihren Ursprung in traumatischen Kindheitserlebnissen. Alma beschäftigt sich in Gedanken viel mit der Tatsache, dass es Paare gibt, die durch ein lebenslanges Zusammenleben einander gedanklich und vom Gesichtsausdruck her ganz ähnlich werden. Sie träumt davon dass auch ihr und Johan dieses Glück beschieden sein wird, dass sie gemeinsam alt und einander ganz ähnlich werden. Johan ist Maler und wird eines Tages vom Eigner der Insel, einem Baron, mit Alma auf dessen Schloß zum Speisen eingeladen. Eines morgens erscheint Alma eine Angehörige der Schlossfamilie und empfiehlt ihr das Tagebuch Johans heimlich zu lesen. In diesem surrealistischen Film, ganz besonders beeindruckend durch das Schwarz/Weiß-Format, verwischen sich Realität und Phantasie und sind schwer zu durchschauen. Alma liest in dem Tagebuch. Johan erlebt surrealistische Begegnungen wenn er die Schönheit der kargen Insel malt. Auch erscheint ihm Veronica Vogler, die ihm erschreckende Ereignisse prophezeit. Als Johan und Alma die Einladung zum Essen im Schloss annehmen, lernen sie die gesamte Schlossfamilie und einige zwielichtigte Verwandte kennen. Der zwielichtige Herr Lindhorst, der Ähnlichkeit mit einem Vogel hat, lädt die Abendgesellschaft nach dem Kaffee zu einer kleinen Aufführung seines Puppentheaters ein. Ein Ausschnitt aus Der Zauberflöte" wird gespielt. Während Herr Lindhorst die Szene aus der Zauberflöte in seinem Puppentheater ablaufen lässt, fällt das Licht und der Schatten in diesem finsteren Schloss tatsächlich so auf sein Gesicht, dass er einer Krähe ähnlich sieht. Die musikalische Untermalung der Szene aus der Zauberflöte beeindruckt alle ZuseherInnen dieser Abendgesellschaft. Johan fühlt sich nicht wohl dort bei der Familie, er trinkt zuviel, wird etwas aggressiv. Irgendwie haben alle Ereignisse an diesem Abend einen Bezug zu der Existenz Veronica Voglers. Auch die Szene aus der Zauberflöte, dargestellt durch das Puppentheater, haben Bezug auf sie. Johan erkennt dass Veronica noch lebt, wie Pamina, als Tamino verzweifelt den unsichtbaren Chor fragt: Lebet Pamina noch ? und der Chor antwortet: Pamina lebet noch." Als FilmzuseherIn ist man absolut gefesselt von dem Handlungsablauf. Ergreifende Worte werden von dem Intellekutellen Herrn Lindhorst über Mozart und die Zauberflöte gesprochen. Die Ehefrau des Barons von Mertens zeigt dann noch ein Portrait Veronica Voglers, das Johan vor vielen Jahren gemalt hat. Auch Alma ist fasziniert von der Schönheit Veronicas. Auf dem Heimweg in ihr Seehäuschen hat Alma ängstliche Gefühle, dass ihre Beziehung zu Johan durch die Schlossfamilie gefährdet wird. Sie gesteht Johan dass sie sein Tagebuch gelesen hat. Als beide wieder in ihrer Seehütte sind erzählt Johan über die Stunde wenn die Nacht zur Neige geht und die Morgendämmerung kommt. Dies sei die Stunde des Wolfs, in der nach Legenden die meisten Menschen sterben und die meisten Kinder geboren werden. Johan gesteht Alma dass er einen Jungen getötet hat, durch den er sich beim Angeln beobachtet und gestört gefühlt hat. Seinerzeit erzählte Johan Alma dass seine Verletzung am Hals von einem Schlangenbiss gekommen sei, in Wirklichkeit aber vom Todeskampf mit dem Jungen kam. Diese Geschehnisse entspringen den Halluzinationen Johans durch seine psychische Krankheit. Nachts erscheint wieder einer der Schlossbewohner in dem Haus, obwohl die Tür zweimal verschlossen war, und lädt das Paar erneut zu einer Party im Schloss ein und lässt eine Pistole auf dem Tisch liegen mit dem Hinweis zur Verteidigung gegenüber Kleintieren auf der Insel. Er erzählt dass auch Veronica Vogler auf dieser Party anwesend sein wird. Alma wird jetzt aktiv und holt das Tagebuch Johans hervor und will mit ihm über Veronica sprechen. Zwischen dem Paar werden gewaltige Worte gesprochen, Alma zitiert aus dem Tagebuch dass Johan seine Beziehung zu Veronica mit den Bibelworten Mann und Frau zu einem Fleisch geworden" ansieht. Alma erinnert Johan an dessen Worte, dass er zu ihr einmal gesagt hat was er an ihr liebt ist dass er glaubt dass sie (Alma) von Gott aus einem Stück geschaffen wurde, dass sie zu echten Gefühlen und aufrichtigen Gedanken fähig ist, und wie wichtig es ist dass es solche Menschen gibt. Johann spielt mit der Pistole und Alma wird von ihm mit harten Worten weggeschickt. Er eilt zum Schloss und begegnet der Mutter des Schlossherren, die ihm den Aufenthaltsort Veronicas verrät. Er begegnet dem gegenwärtigen Geliebten Veronicas und dann Herrn Lindhorst, dem Vogelmenschen". Er wird von ihm verschönert, mit Lippenfarbe, Lidstrich und Puder und bekommt noch einen Pyjama und einen Morgenmantel für sein bevorstehendes Liebesabenteuer mit Veronica. Dazu muss man sagen dass der Darsteller Max von Sydow aussieht wie ein griechischer Gott aus der Antike, nachdem er von Herrn Lindhorst geschminkt wurde. Johan schreitet in einen grossen Saal und sieht eine mit einem Tuch bedeckte Figur auf einer Bahre, das Bild erscheint wie ein Sezierraum in der Gerichtsmedizin. Er geht vorwärts und nimmt nach und nach das Leichentuch von der angeblich toten Person ab und erkennt Veronica, die sich tot stellt. Er kann es nicht fassen und streicht ihr liebevoll vom Gesicht und Haar bis zu den Fussspitzen, als Veronica plötzlich hysterisch zu Lachen anfängt. Sie umarmt ihn und küsst ihn wild und ungestüm. Plötzlich steht die Schlossfamilie hinten ihm Saal und stimmt ein Gelächter wie aus dem Jenseits an. Dieses Gelächter soll Johan in seinen Gefühlen erniedrigen. Durch die Zärtlichkeiten mit Veronica verwischt sein Make-up und er hat den Gesichtsausdruck eines Wolfs, der ein Schaf gerissen hat. Diese eindringlichen Szenen lassen die geliebte Veronica als austauschbares Objekt erscheinen, das sich mit der Schlossfamilie, von Johan abwertend als die Menschenfresser" genannt, verbündet hat um ihn zu verhöhnen. Johan durchschaut die Szene schnell und bedankt sich bei Veronica für diese Inszenierung, er sagt ihr die Grenze sei endlich überschritten, er fragt allerdings Veronica noch, was die Scherben reflektieren ? Veronica sitzt als Sexualobjekt wortlos da und ist plötzlich von einer Minute auf die andere entzaubert. Durch diese furchtbaren Erkenntnisse und Erlebnisse schafft Johan es sich von dem Zauber Veronicas zu lösen und die Wahrheit zu erkennen. Durch diese Szenen wird eine Katharsis Johans dargestellt. Johan in seiner Verzweiflung irrt auf der Insel herum, mal im Seehaus, Tagebuch schreibend, mal irrt er in den Wald. Alma läuft ihm hinterher, weil sie Angst hat ihm könnte etwas zustossen. Die furchtbare Schlossfamilie beobachtet das unheimliche Geschehen. Die von Johann als Menschenfresser" bezeichneten Schlossbewohner sind überall und beobachten ihn. Der Film endet schliesslich mit dem Epilog Almas, die sich wieder Gedanken macht ob es nicht tatsächlich so ist, dass Liebende, die ein Leben lang zusammenleben, einander ähnlich werden. Sie zweifelt ob ihre Liebe gross genug war Johan zu beschützen. Der Anspruch an die geneigten ZuseherInnen sehe ich darin, dass jede/r sich selbst einen Schluss ausmalen kann. Vielleicht wird Johan wieder gesund und überwindet die grauenhafte Enttäuschung über seine vergangene Liebe und findet mit Alma wieder zusammen. Auffallend ist von Beginn bis Ende des Films die zärtlich streichenden Gesten seiner feingliedrigen Hände über das Gesicht und Haar Almas. Auch zum Ende des Films, in seinem Wahn, streichelt er zärtlich den Kopf Almas, obwohl man nicht genau sehen kann ob er sie wirklich erkennt. Ein grandioser Film, ohne jede Einschränkung zu empfehlen. Grosses Kino !


Das Schweigen - Ingrid ThulinDas Schweigen
Ingrid Thulin, Gunnel Lindblom, Jörgen Lindström

DVD, 8. Februar 2005
     Verkaufsrang: 15554      Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 6 Tagen.

Preis: € 19,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Zwischen 1961 und 1963 hat Ingmar Bergman eine bemerkenswerte Trilogie von Kammerspielen gedreht, die sich jeweils mit der Vergeblichkeit des Glaubens auseinandersetzen. Die Trilogie war ein Meilenstein in der Karriere des schwedischen Filmemachers: Zum einen legte sie den Grundstein für seine Zusammenarbeit mit Kameramann Sven Nykvist (mit dem Bergman in den 60er und 70er Jahren weitere Meisterwerke wie Persona und Schreie und Flüstern drehte); zum anderen unterstrich sie seine Vorliebe für intime Geschichten, spartanisch ausgestattete Schauplätze und düstere Stimmungen voller Verzweiflung und Einsamkeit.
Das Schweigen ist der abstrakteste der drei Filme - eine unheimliche Geschichte, die sich um die beiden Schwestern Esther (Ingrid Thulin) und Anna (Gunnel Lindblom) sowie um den kleinen Sohn der letzteren dreht. Gemeinsam reisen sie per Zug nach Schweden, sind aber gezwungen in einem fremden Land Halt zu machen, als Esther aufgrund ihrer Bronchitis nicht weiterfahren kann. Die erdrückende Atmosphäre, das verlassene Hotel, die Begegnung mit einer Gruppe von Zwergen, Esthers Krankheit und Annas emotionslose Affäre mit einem Hotelgast lassen keinen Zweifel, dass Gott diese Menschen sich selbst und ihrem Schicksal überlassen hat - ohne Hoffnung auf Erlösung. Ein Film, der noch lange im Gedächtnis nachwirkt. -Tom Keogh


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Gekürzt? Zensiert?      5 von 5 Punkten
Bin von der Kameraführung und der Personenregie überwältigt - ein großartiger Film! Daher 5 Sterne, keine Frage. Nur: Ist die von Kinowelt Home Entertainment herausgegebene Fassung wirklich gekürzt oder gar zensiert, wie eine Rezension hier behauptet? Vom Herausgeber habe ich folgende Antwort bekommen: "Es handelt sich bei der Veröffentlichung um die Version, welche uns vom schwedischen Lizenzgeber zur Verfügung gestellt wurde und welche um 10 Sekunden kürzer ist als die schwedische Kinofassung." Welche 10 Sekunden das sein könnten, das wüßte ich gern.


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Malastrana - Jean SorelMalastrana
Jean Sorel, Ingrid Thulin, Mario Adorf

DVD, 21. April 2006
     Verkaufsrang: 24167      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Koch Media Home Entertainment Malastrana, Dramaturgisch geschickt und stilsicher konstruierter Horrorfilm mit Mario Adorf in einer Haupt- und Jürgen Drews in einer Nebenrolle. Ein Kultfilm, erstmals in der ungeschnittenen, restaurierten Fassung. DVD - Film, VÃ-Datum: 21.04.2006. USK: ab 16, Sprache: Deutsch, Englisch Beschreibung: Prager Stadtpark findet ein Wächter den leblosen Körper des amerikanischen Journalisten Gregory Moore. Obwohl er ins Leichenschauhaus gebracht wird und die Ãrzte ihn für tot halten, lebt Gregory noch und liegt im Wachkoma. Langsam erinnert er sich an die Umstände, unter denen er in diesen Zustand gelangt ist. Alles begann mit dem Verschwinden seiner Freundin⦠Features: Von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat "wertvoll" bedachter Kultfilm in restaurierter, erstmals ungeschnittener Fassung;Schlagerstar Jürgen Drews in einer Nebenrolle - spricht für die deutsche Veröffentlichung einen Audiokommentar!;Schauspieler-Leg

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Untypischer Giallo mit okkultem Touch      4 von 5 Punkten
Die deutsch-italienische Coproduktion MALASTRANA entstand 1971 in der Regie von Aldo Lado und ist eines der ungewöhnlichsten Kapitel in der Giallo-Historie. Der Film ist keinesfalls ein typischer Giallo; die für dieses Subgenre typischen Zutaten wie maskierte Killer, kunstvoll inszenierte Morde oder erotische Obsessionen sucht man hier vergebens. Stattdessen verbinden sich Stilmittel des Horror- und Kriminalfilms zu einem bitterbösen Paranoia-Thriller mit okkulten Elementen. Im Schnittwechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit baut sich die Story puzzlegleich auf und strebt mit schleichendem, aber sich stetig steigernden Grauen dem schrecklichen Finale entgegen. Der Film bietet keine Tour de Force der Schockeffekte, sondern nimmt sich ausgiebig Zeit, um die Handlung zu entwickeln, die Charaktere vorzustellen und die beklemmende Atmosphäre wachsen zu lassen. Die okkulte Facette der Story - ein Bund unsterblicher Greise, der sich auf Kosten der Jugend turnusmäßig das ewige Leben und die Macht sichert - ist nichts anderes, als eine politische Metapher auf Totalitarismus und menschenverachtende Systeme (man bedenke in diesem Kontext auch, daß der Prager Frühling noch nicht lang zurücklag). Das Individuum findet sich hilflos in einem alles umspannenden Netz aus Kontrolle, Intrigen und Lügen wieder; einer System-Maschinerie ausgeliefert, die zur Erreichung ihrer Ziele ohne Probleme über Leichen geht. Daß es möglich war, MALASTRANA in der damaligen CSSR zu drehen, erstaunt im Nachhinein; offensichtlich hatten die verantwortlichen Funktionäre kein sonderlich ausgeprägtes Interesse an dem Drehbuch.
MALASTRANA war das Regiedebüt Aldo Lados und mutet dafür erstaunlich gelungen und professionell an. Kameraführung, Ausleuchtung, Schnitttechnik und der Einsatz von Geräuschen und Musik all das wirkt gekonnt, stets passend und läßt den Film vortrefflich funktionieren. Der düstere Soundtrack von Ennio Morricone tut ein übriges, um die Atmosphäre subtil zu verstärken. Auch an der Besetzung gibt es wenig auszusetzen: Jean Sorel - ein französischer Schauspieler der in den 60er/70er Jahren in zahlreichen italienischen Thrillern mitwirkte - ist perfekt in der Hauptrolle des immer paranoider werdenden Gregory Moore. Ihm zur Seite stehen die Schwedin Ingrid Thulin und der großartige Mario Adorf, dessen Rolle zwar nicht sonderlich groß ist, von ihm aber wieder einmal souverän und überzeugend ausgefüllt wird. Eher in den Bereich des Obskuren fällt der Kurzauftritt des Ballermann-Schlagerhelden Jürgen Drews, der hier als Hippiebarde zur Wanderklampfe einen englischen Song zum Besten geben darf.

Zur DVD: Koch Media präsentiert diesen Klassiker wie gewohnt in einem hübsch aufgemachten Digipack im Pappschuber und natürlich in ungeschnittener Fassung. Die Bildqualität ist für das Alter des Films sehr gut ausgefallen, offensichtlich lag hier das gleiche Master zu Grunde wie bei der US-Veröffentlichung von Anchor Bay. Beim Ton muß man halt altersbedingt kleine Abstriche machen: Bei der deutschen Synchronfassung fallen in den Dialogen gelegentlich leichte Übersteuerungen und Zischlaute auf, die etwas leisere englische Fassung klingt in der Hinsicht sauberer. Natürlich werden auch wieder einige Extras geboten: Der interessanteste Bonusteil wäre wohl das ca. 23minütige Interview mit Mario Adorf, das exklusiv für diese DVD produziert wurde. Ferner gibt es den englischen Trailer, eine Bildergalerie und selbstverständlich auch wieder ein 8seitiges Booklet mit Liner Notes des Italo-Spezialisten Christian Keßler. Als besonders kuriose Beigabe gibt es auch noch einen Audiokommentar von Jürgen Drews.


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Das Schweigen - Ingrid ThulinDas Schweigen
Ingrid Thulin, Gunnel Lindblom, Jörgen Lindström

DVD, 12. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 18154      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Arthaus Das Schweigen -, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 12.10.07

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

legendäres Filmkunstwerk      5 von 5 Punkten
"Das Schweigen" gehört zu den umstrittensten Werken der Filmgeschichte und sorgte im Erscheinungsjahr 1964 für einen handfesten Skandal. Die Öffentlichkeit war (heuchlerisch)entsetzt von den erotisch freizügigen Szenen und Subtexten des Films. Heute vermag "Das Schweigen" sicher nicht mehr wegen dieser Szenen zu schockieren. Eher verstörend ist Bergmans beängstigende Darstellung einer Welt ohne Liebe und Hoffnung, in der Menschen nicht mehr in der Lage sind zu kommunizieren und ihr Verlangen offen auszusprechen, wo Sex und Schweigen die Formen des menschlichen Umgangs bestimmen.
"Das Schweigen" ist sicher kein Werk, das man sich jeden Tag ansieht, aber nach wie vor von ungeheurer Intensität und ästhetischer Raffinesse. Der Film gehört einfach in jede anspruchsvolle Filmsammlung.


Licht im Winter - Ingrid ThulinLicht im Winter
Ingrid Thulin, Gunnar Björnstrand, Max von Sydow

DVD, 6. Dezember 2005
     Verkaufsrang: 11731      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Arthaus Licht im Winter, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 06.12.05

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

78minütige Gemeindepfarrergeschichte mit Tiefgang      4 von 5 Punkten
"Licht im Winter", das zu Bergmans "Kammerspiel-Triologie" zählt (neben "Wie in einem Spiegel" und "Das Schweigen") wird von Filmkritikern nach wie vor hoch geschätzt.

Thomas, der Pfarrer einer kleinen Gemeinde, hat mit dem Tod seiner Frau den Glauben und auch die Fähigkeit zu lieben verloren.
Auch für die Lehrerin Märta (Ingrid Thulin), die ihn mit ihrer Liebe bedrängt, findet er keine Gefühle.
Emotionslos absolviert der Pfarrer seine Gottesdienste, die nur sehr spärlich besucht sind.
Sogar als die Frau des selbstmordgefährdeten Fischers Jonas ihn bittet, ihrem Mann neuen Lebensmut zu schenken, findet Thomas nicht genug Kraft (und nur halbherzige Worte), um ihn wieder aufzubauen...

Bewegend, tiefsinnig, (gewohnte) sehr, sehr gute Schauspieler, sogar (ganz) kurze erheiternde Momente durch den (lebenslustigen?) Organisten...

Einmal mehr möchte uns Bergman zeigen, dass die Vereinsamung des Menschen, selbst durch partnerschaftliche Bindungen und trotz aller Bemühungen, unaufhaltsam ist.

Für mich persönlich ist "Licht im Winter" nicht Bergmans größte filmische Leistung, ohne Frage jedoch eine äußerst gelungene.

Wer sich für Ingmar Bergman interessiert, MUSS diesen Film gesehen haben!

Licht im Winter      5 von 5 Punkten
Dass dieser Film "Licht im Winter" heisst ist mir unverständlich. Leider kann ich kein Schwedisch, ich weiss also nicht wie der Film im Original heisst. Von "Licht im Winter" ist nirgends etwas zu entdecken, im Gegenteil, dies ist einer der düstersten Filme von Ingmar Bergman. Ein Pastor zweifelt an seinem Glauben und mit dem Tod seiner geliebten Frau verliert er seinen Glauben gänzlich und gesteht Hilflosigkeit im Umgang mit einem selbstmordgefährdeten Gemeindemitglied ein. Die Grundschullehrerin Märtha liebt ihn und möchte gerne geheiratet werden, weil sie Angst hat unverheiratet beruflich in eine andere Schule Schwedens versetzt zu werden. Den Problemen, mit denen der Pastor zu kämpfen hat steht sie hilflos gegenüber, sie versteht ihn wirklich nicht. Der Selbstmord des Gemeindemitglieds Jonas, dessen Frau mit dem vierten Kind schwanger ist, lässt ihn endgültig an der Existenz Gottes zweifeln. Ein intensives Gespräch mit einem anderen Gemeindemitglied, selbst Zweifler, die atheistische Geliebte Märtha, bestätigen seine Zweifel und er verliert seinen Glauben vollkommen. Er gesteht Märtha dass er nur Pastor geworden ist um die Erwartungen seiner Eltern zu erfüllen. Er weiss dass er für diesen Beruf absolut ungeeignet ist. Zu empfehlen ist der Film ZuseherInnen, die sich mit Glaubensfragen beschäftigen. Der Film ist empfehlenswert, nur "Licht" wird man in diesem Film vergeblich suchen.


Salon Kitty ( Italienische Fassung ) - Ingrid Thulin; Helmut Berger; Therese Ann Savoy; Stefano Satta FloresSalon Kitty ( Italienische Fassung )
Ingrid Thulin; Helmut Berger; Therese Ann Savoy; Stefano Satta Flores

DVD
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Nella Berlino nazista alle soglie della guerra, un generale delle SS rileva una casa chiusa di lusso di proprietà della mezzana Kitty e mette microfoni nascosti dappertutto. Sostituisce, quindi, le prostitute con donne di provata fede nazista: il loro compito è di controllare i clienti e smascherare eventuali elementi destabilizzanti.



Das Gesicht - Max von SydowDas Gesicht
Max von Sydow, Ingrid Thulin, Gunnar Björnstrand

DVD, 4. Oktober 2005
     Verkaufsrang: 30696      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Arthaus Das Gesicht, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 04.10.05

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

klassischer Bergman      5 von 5 Punkten
Das ist einer der besten filme von Bergman. Wenn ich nur einen Film aus seiner 50er Periode wählen sollte, dann würde ich diesen wählen. Bergman selbst hat ihn sehr geschätzt.

Irgendwie unzulänglich...      3 von 5 Punkten
Tja, warum mag ich Ingmar Bergman Filme...Irgendwie schwer zu beantworten. Mich fasziniert an seinen Filmen wahrscheinlich die verzerrte Wahrnehmung des menschlichen Miteinanders. Es gibt in seinen Filmen nicht einen wirklich durchgehend positiven Charakter. Die Frauen sind bsw. dumm oder intelligent/kalt. Die Männer sind ebenfalls weit davon entfernt positiv zu wirken. Obwohl sie tendenziell angenehmer dargestellt werden, als die Frauen.
insgesamt sind zwischenmenschliche Beziehungen bei Ingmar Bergman so problematisch, daß einem bei Zusehen sofort der Gedanke kommt: Trennt Euch.
In dem Film "das Gesicht" taucht, neben den oben genannten Aspekten, noch die Frage nach der Beschaffenheit der Realität auf. Es wird versucht zu beleuchten, ob ein mystischer Ansatz zur Klärung der Natur der Wirklichkeit besser ist, oder ein naturwissenschaftlicher. Zu einem zwingenden Schluß kommt Bergman hier nicht. Und das ist auch genau der Grund, für meine 2 Punktabzüge. Das ganze Kammerspiel wäre interessanter geworden, wenn Bergman sich für eine Seite entschieden hätte. So gibt mir der Film nicht viel. Ích hätte die gewählte Seite ja nicht teilen müssen, und doch wäre es interessanter gewesen, von Bergman zu einer Seite verführt zu werden. Das geschieht mit mir als Zuschauer seiner Filme normalerweise. Während ich einen Film von ihm sehe, werde ich von seiner Inszenierung, seiner Deutung, kurzzeitig verführt. Normalerweise kann ich seine Deutung der Welt jedoch nicht teilen, weil sie zu extrem für mich ist. Aber dennoch gewinne ich eine tiefere Einsicht in die Weltwahrnehmnung von ihm. Die isolierte Wahrnehmung eines isolierten Betrachters. Für mich ist das Bergmans eigentliche Leistung. In diesem Film findet sie jedoch nicht statt. 3 Punkt verdient sich jedoch auch dieser Bergman-Film durch die eindringlichen Schwarz-Weiss-Aufnahmen, die tollen Schauspieler (Max von Sydow; Gunnar Björnstrand und Ingrid Thulin).


Schreie und Flüstern - Harriet AnderssonSchreie und Flüstern
Harriet Andersson, Kari Sylwan, Ingrid Thulin

DVD, 3. Januar 2006
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Schweden, Ende des 18. Jahrhunderts. Karin und Maria kehren auf den elterlichen Landsitz zurck, um sich von ihrer krebskranken Schwester Agnes zu verabschieden, die das dstere Anwesen allein mit der Haushlterin Anna bewohnt. Angesichts des nahen Todes nehmen die Besucher ihren Aufenthalt zum Anlass, eigene ngste und Enttuschungen zu reflektieren. Mit sich selbst beschftigt, sind sie nicht in der Lage, ihrer Schwester Trost und Liebe zu geben...

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Abstoßend, abgründig, düster, beklemmend, hoffnungslos...      4 von 5 Punkten
Rund um das Sterbebett der (und die folgende Worte habe ich mit Bedacht gewählt) elendig an Krebs verreckenden Agnes fragen sich die Schwestern nach dem Sinn des Lebens - und der Zuschauer bekommt in beklemmend langen Sequenzen, akustisch glgtl. untermalt vom Ticken der (Lebens-)Uhren nebem dem Sterbeprozeß Einsamkeit, Enttäuschung, Hass, Versagensängste und ganz viel Verzweiflung zu sehen und zu hören.

= Wahrlich kein "schöner" Film !

Aber insofern wertvoll, da er genau die Seiten des Lebens zeigt, die es, folgt und glaubt man den "üblichen" und "bekömmlicheren" Filmen, gar nicht gibt...

Ich habe mit mir gerungen, ob ich 3 oder 4 Sterne gebe. Für 3 Sterne spricht, daß sich das Geschehen sehr einseitig auf der dunklen Seite des Lebens abspielt und der Zuschauer genau hier auch nach ca. 90 Minuten stehengelassen wird. Ich habe mich für 4 Sterne entschieden, weil der Film nach-wirkt und weil ich persönlich in der Beschäftigung mit den Abgründen der menschlichen Existenz auch durchaus Positives sehe. Sich nicht damit zu beschäftigen heißt ja nicht, daß sie damit - schön wär s... ;-) - nicht da wären. - Und wohin die Verdrängung führt, können wir täglich in den Nachrichten oder im Alltag sehen...

Insofern durchaus ein "therapeutischer" Film, der aufwühlt. Da ich die Bergmann-Box mit 10 Filmen mein Eigen nenne, warten also noch ein paar "Sitzungen" auf mich ;-). Da fällt mir gerade ein: 5 Sterne z.B. für "Das Fest" (des dänischen Regisseurs Vinterberg), da dieser Film nach meiner Auffassung bei aller Finsternis und Tragödie im Vergleich zu "Schreie und Flüstern" einfach näher an "Normalnull" verläuft.






Die vier apokalyptischen Reiter - Glenn FordDie vier apokalyptischen Reiter
Glenn Ford, Ingrid Thulin, Charles Boyer

DVD, 8. Dezember 2006
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Warner Home Die vier apokalyptischen Reiter (Glenn Ford), USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 08.12.06



Wilde Erdbeeren (Special Edition, 2 DVDs) - Victor SjöströmWilde Erdbeeren (Special Edition, 2 DVDs)
Victor Sjöström, Bibi Andersson, Ingrid Thulin

DVD, 22. September 2006
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Arthaus Wilde Erdbeeren S. E. (2er Digipack), USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 22.09.06

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Bergmans zeitloser Klassiker      5 von 5 Punkten
"Wilde Erdbeeren" wurde praktisch mit Preisen überschüttet und hat jeden einzelnen davon verdient. Die Geschichte eines alternden Professors auf der inneren und äußeren Reise zurück zu seinen frühen Jahren kann heute noch genau so überzeugen wie seinerzeit. Der Film ist zudem glänzend für Bergman-Einsteiger geeignet, weil die schwer erträgliche Schwere und Düsternis anderer Bergman-Meisterwerke wie "Das Schweigen" oder "Persona" hier nicht vorhanden sind. Wie wichtig und einflussreich "Wilde Erbeeren" ist, zeigt sich daran, wie oft er immer noch Teil des modernen Kinos ist, am auffälligsten natürlich bei Bergmans glühendstem Verehrer Woody Allen, der "Wilde Erdbeeren" gleich mehrfach verarbeitet hat ("Eine andere Frau", "Harry außer sich"). Ein Klasiker, der in jede Sammlung gehört.

Zur DVD: Diese Edition von Arthaus ist der SZ-Veröffentlichung überlegen, bietet neben dem Film in deutsch und schwedisch mehrere Extras, ein Filmessay von Winfried Günther über Bergman, ein Interview mit Bibi Andersson, Aufnahmen von den Dreharbeiten (plus Kommentar) sowie Trailer und ein 16-seitiges Booklet.


 Weitere Kundenmeinungen


Nach der Probe - Erland JosephsonNach der Probe
Erland Josephson, Ingrid Thulin, Lena Olin

DVD, 17. November 2006
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Kinowelt Nach der Probe, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 17.11.06



Wild Strawberries [UK IMPORT] - Victor SjöströmWild Strawberries [UK IMPORT]
Victor Sjöström, Bibi Anderson, Gunnar Björnstrand, Ingrid Thulin

DVD, 25. Februar 2002
     Verkaufsrang: 63634      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Ein alternder Universitätsprofessor ist mit seinem Wagen unterwegs, um einen Ehrentitel zu empfangen - doch stattdessen gerät die Fahrt zu einer Reise in seine eigene Vergangenheit und durch sein Unterbewusstsein.
Der schwedische Meisterregisseur Ingmar Bergman (Das siebente Siegel, Die Stunde des Wolfs) inszenierte 1957 diesen bittersüßen, doch gleichzeitig sehr sanften und verständnisvollen Film. Die Hauptrolle besetzte er mit dem Schweden Victor Sjöström (in den 20er und 30er Jahren selbst Regisseur). Bergman, der zu dieser Zeit auf der Höhe seines Könnens und seines Ruhms als internationaler Regisseur stand, benutzt viele Rückblenden und eine leichte, fast lyrische Erzählweise, um den gesamten Bogen eines Menschenlebens zu beschreiben: die Erfolge, die zu verrinnen scheinen, die Enttäuschungen, die in der Erinnerung haften, das Bedauern, das niemals loszulassen scheint.
In einigen Momenten kann man Wilde Erdbeeren als einen Vorgriff auf Woody Allens Harry außer sich lesen, mit der Ausnahme, dass Bergmans Sinn für Ironie stets tiefgründiger ist. -Marshall Fine


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Poetisches Kunstwerk des großen Ingmar Bergman....      5 von 5 Punkten
Ingmar Bergman ist ja für viele hervorragende und wegweisende Filme wie " Das Schweigen ", "Persona" oder "Szenen einer Ehe" bekannt.
Aber " Wilde Erdbeeren" ist unumstritten sein bester.
Die Geschichte ist so simpel wie genial: Ein alter hochangesehner Akademiker muss von seiner Heimat fort um eine Auszeichnung in einem anderen Land zu erhalten.
Auf dem Weg dorthin den er mit seiner Tochter bestreitet bekommt er Visionen und Träume von seinem vergangenen Leben und erkennt, dass nicht Liebe und Menschlichkeit, sondern Gefühlskälte und Egoismus sein Leben dominierten.
Virtuos und brilliant verknüpft Bergman hier Visionen und Träume mit der eigentlichen Handlung.
Der Film war seiner Zeit weit vorraus und erhielt mehrere Duzend Kritikerpreise sowie einen Golden Globe.
Die amerikanische Filmgesellschaft bezeichnete den Film sogar als "Besten der letzten 10 Jahre"!
Dem Film merkt man sein Alter nicht an und stellt auch heute noch ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit und bewussteres Leben dar.
Für Filminteressierte Pflicht.
Wer sich diesen Film angeschafft hat sollte sich auch noch nach anderen Bergmanfilmen umsehen, denn "Wilde Erdbeeren" ist zwar sein bester aber andere Filme von ihm sind fast ebenbürtig und letztenendes ist es eine Geschmackssache welchen man am besten findet.
Auch 22 Jahre nach seinem letzten Film ("Fanny und Alexander") führt heute kein Weg eines Filminteressierten an Ingmar Bergman vorbei, den man sicherlich neben Fellini als wichtigsten europäischen Regisseur aller Zeiten sehen muss.

Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Leider habe ich Ingmar Bergmans Meisterwerk schon lange nicht mehr gesehen und werde daher in meiner Kritik nicht in der Ausführlichkeit auf den Film eingehen können, die er eigentlich verdient hätte, da ich mich in erster Linie auf mein Gedächtnis stützen muß.
"Wilde Erdbeeren" handelt von dem 78jährigen Professor Isak Borg (Victor Sjöström), der am 50. Jahrestag seiner Promotion von der Universität Lund geehrt werden soll. Seine Schwiegertochter (Ingrid Thulin) fährt ihn von Stockholm nach Lund; die Autofahrt entwickelt sich zu einer Reise in Borgs Vergangenheit. Dabei verbindet Bergman virtuos Realität, Erinnerungen und Träume miteinander; besonders interessant ist Bergmans filmische Darstellung der Erinnerungen: so sieht man den alten Mann, der Szenen aus seiner Kindheit betrachtet. Das von Bergman mit diesem Film urbar gemachte Gebiet filmischer Ausdrucksmöglichkeiten ist seither auch von anderen Regisseuren betreten worden, am Ende von Taylor Hackfords "Dolores" gibt es auch eine solche Erinnerungsszene; ein besonders wichtiges Beispiel dürfte aber Woody Allens "Der Stadtneurotiker" sein, der mehrere Szenen enthält, in denen der Protagonist Alvy Singer Begebenheiten aus seinem Leben zusieht oder sie sogar anderen Personen zeigt - was auch nicht verwundert, da Allen zu den größten Bewunderern Bergmans gehört und ihn häufig als seinen Lieblingsregisseur bezeichnet hat.
Nach dieser Abschweifung zurück zu "Wilde Erdbeeren": Ungemein kraftvoll und eindrucksvoll sind auch die Traumsequenzen des Films, ganz besonders die erste, die gleich auf den Vorspann folgt: Man sieht Borg durch verlassene Straßen gehen, weiterhin eine Uhr ohne Zeiger (die später im Film auch in der Realität noch einmal auftaucht, als Borg seine Mutter besucht) und einen Menschen ohne Augen, dessen Kopf bei einer Berührung herunterfällt; schließlich taucht ein Leichenwagen auf, der gegen einen Pfahl stößt, wobei der Sarg auf die Straße fällt und sich öffnet - in seinem Inneren liegt Borg (hoffentlich habe ich bei der Beschreibung keinen Fehler gemacht, wie gesagt ist es schon recht lange her, daß ich den Film gesehen habe). Dieser surrealistische Alptraum gehört zu den großartigsten Filmszenen, die ich je gesehen habe. Auch ein anderer Traum, in dem der Professor unter anderem Prüfungssituationen unterworfen wird, in denen er versagt, ist beklemmend in Szene gesetzt.
Die Bilanz seines Lebens, die Borg zu ziehen gezwungen ist, fällt bitter aus, sie wird beherrscht von vergebenen Chancen und einer gescheiterten Ehe. Trotzdem ist das Ende hoffnungsvoll: Nachdem er die Ehrungen in Lund eher erduldet als entgegengenommen hat, versucht er zumindest, die in höchstem Maße gefährdete Ehe seines Sohnes zu retten.
Der Hauptdarsteller Victor Sjöström, einer der bedeutendsten schwedischen Regisseure der Stummfilmzeit (zu meinem Bedauern habe ich noch keinen seiner Filme gesehen), trägt mit seiner faszinierenden darstellerischen Leistung entscheidend zum Gelingen des gesamten Films bei, wobei er durchaus eigene Akzente setzt: Isak Borg ist durch seine Verkörperung der Rolle deutlich sympathischer, als es von Bergman ursprünglich beabsichtigt war.
Als Schlußbemerkung bleibt mir eigentlich nur die nochmalige Feststellung, daß "Wilde Erdbeeren" ein eindrucksvolles Meisterwerk ist, das ich sehr empfehlen kann.


Das Schweigen - Ingrid ThulinDas Schweigen
Ingrid Thulin, Gunnel Lindblom, Jörgen Lindström

Videokassette, 21. Oktober 1999
     Verkaufsrang: 8599     

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Bergmans Parabel erzählt eine im Grunde genommen einfache Geschichte: Die beiden Schwestern Ester (Ingrid Thulin) und Anna (Gunnel Lindblom) sowie Annas Sohn Johan (Jörgen Lindström) werden während einer Reise durch eine Krankheit Esters gezwungen, in einem in einer fremden Stadt, deren Einwohner eine unverständliche Sprache sprechen, liegendem Hotel ein Zimmer zu beziehen. Während Ester im Hotel vor sich hinvegetiert, gibt sich Anna in der Stadt sexuellen Ausschweifungen hin. Immer wieder kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Schwestern, die schließlich dazu führen, daß Anna zusammen mit Johan überstürzt abreist und Ester zurückläßt.
Bergman selbst erklärte seinen Film nachträglich zum dritten Teil einer Art Trilogie, zu der noch seine beiden vorigen Werke "Wie in einem Spiegel" und "Licht im Winter" gehören. Da ich beide Filme leider noch nicht gesehen habe, sehe ich mich bedauerlicherweise außerstande, auf diesen Aspekt näher einzugehen.
"Das Schweigen" selbst gehört jedenfalls zu den eindrucksvollsten und beklemmendsten Werken des schwedischen Meisterregisseurs. Das Thema der Vereinsamung und verlorengegangenen Kommunikationsfähigkeit wird von Bergman auf geniale Weise verdichtet: wie schon erwähnt, ist die Sprache der Einheimischen nicht zu verstehen, darüberhinaus ist das Hotel nahezu menschenleer, abgesehen von einigen Liliputanern, denen Johan begegnet, ohne sich mit ihnen verständigen zu können; und Anna gibt sich zwar einem fremden Mann hin, wechselt aber kein Wort mit ihm. Die Darstellung der desolaten Beziehung zwischen Anna und Ester wird durch solche Details in ihrer Wirkung enorm verstärkt. Die beiden Schwestern können zwar noch miteinander reden, haben sich aber nichts mehr zu sagen. Auch zwischen Johan und seiner Mutter scheint es keine wirklich enge Bindung zu geben (eher noch zwischen ihm und seiner Tante, von der er aber am Ende getrennt wird). Trotzdem ist Johan der einzige Hoffnungsträger in dem düsteren Film, doch die Hoffnung ist nur vage und es bleibt offen, ob sie sich erfüllen wird.
"Das Schweigen" ist ein visuelles Meisterwerk, das durch ungemein eindringliche, unterschwellig bedrohliche Bilder den Zuschauer in Bann schlägt, während die Dialoge thematisch bedingt eine geringere Rolle spielen als in den meisten Bergman-Filmen. Dabei war Bergman mit seinem Film offenbar der damaligen Zeit weit voraus: die aus heutiger Sicht zurückhaltenden und völlig unspektakulären Sexszenen ließen "Das Schweigen" zu einem Skandalerfolg werden, der allein in der alten Bundesrepublik von 11 Millionen Zuschauern gesehen wurde und Bergman Telefonterror, Morddrohungen, aber auch einen gewissen Reichtum einbrachte. Natürlich beruhte die ganze Aufregung in erster Linie auf einem Mißverständnis des Werks (daß diese Szenen für Bergman selbst von eher untergeordneter Bedeutung waren, wird meiner Meinung schon dadurch deutlich, daß der Film mit Bergmans Einverständnis(!) in den prüden USA in einer gekürzten Fassung lief), das auf der anderen Seite, wie bei Bergman-Filmen üblich, mit einseitigen religiösen Deutungen überschüttet wurde. Bergman selbst beabsichtigte mit dem Film, "einen Keil in die Gleichgültigkeit und Passivität der Menschen zu treiben"; dies ist ihm eindrucksvoll gelungen. Kafkas Wort von der "Axt für das gefrorene Meer in uns" ist fraglos auch auf Ingmar Bergmans "Das Schweigen" anwendbar.


Der Ritus - Ingrid ThulinDer Ritus
Ingrid Thulin, Gunnar Björnstrand, Anders Ek

DVD, 9. Juni 2006

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The Cassandra Crossing [UK IMPORT] - Sophia LorenThe Cassandra Crossing [UK IMPORT]
Sophia Loren, Ann Turkel, Alida Valli, Burt Lancaster, John Phillip Law

DVD, 28. Februar 2000

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Hour Of The Wolf [UK IMPORT] - Max von SydowHour Of The Wolf [UK IMPORT]
Max von Sydow, Liv Ullmann, Ingrid Thulin, Erland Josephson

DVD, 2. August 2004

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Control [UK IMPORT] - Zeudi ArayaControl [UK IMPORT]
Zeudi Araya, Ben Gazzara, Erland Josephson, Kate Nelligan, Burt Lancaster

Videokassette

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Moses [UK IMPORT] - Burt LancasterMoses [UK IMPORT]
Burt Lancaster, Anthony Quayle, Irene Papas, Ingrid Thulin, Laurent Terzieff

Videokassette, 20. September 1993


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