DVDs: Sylvestra Le Touzel

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Jane Austen's Northanger Abbey (2006) - Felicity JonesJane Austen's Northanger Abbey (2006)
Felicity Jones, JJ Feild, Geraldine James, Gerry O'Brien, Julia Dearden

DVD, 14. Februar 2008
     Verkaufsrang: 449      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Die Liebe in Zeiten der Doppelmoral: Wirklich kein leichtes Unterfangen zu Beginn des 19. Jahrhunderts für die Tochter eines englischen Gemeindepfarrers namens Catherine Morland. Northanger Abbey basiert auf der Romanvorlage der britischen Schriftsteller-Ikone Jane Austen, insofern sind große Gefühle und Herz-Schmerz vorprogrammiert.
So auch in dieser für das englische Fernsehen angefertigten Version aus dem Jahre 2006. Dem bekannten britischen TV-Regisseurs Jon James gelingt es meisterhaft - mit einer fabelhaften Besetzung und einer opulenten Ausstattung - den Zwiespalt der Protagonistin Catherine zwischen gesellschaftlicher Pflichterfüllung und dem eigenen Verlangen nach echter Liebe und Geborgenheit darzustellen.
Die Pfarrerstochter Catherine (Felicity Jones) lebt mit ihren neun Geschwistern auf dem Land und führt zunächst ein nahezu ereignisloses Leben. Da sie weder besonders hübsch ist noch über herausragende Fähigkeiten verfügt, blüht ihr keine allzu rosige Zukunft. Vor dieser Realität flieht sie in die Welt der so genannten "Gothic-Literatur", den unheimlich-spannenden Schauerromanen, die zu dieser Zeit in Mode war. Man denke in diesem Zusammenhang nur an den heute bekanntesten Roman dieses Genres, Mary Shellys Meisterwerk Frankenstein, der fast zeitgleich mit Northanger Abbey veröffentlicht worden ist.
Das bis dato beschauliche Leben von Catherine erfährt aber eine jähe Wendung: Als sie eine Einladung des kinderlosen Ehepaares Allen (Sylvestra Le Touzel/Desmond Barrit) erhält, diese nach Bath zu begleiten, ändert sich alles. Insofern als sie die Bekanntschaft des dortigen Pfarrers Henry Tilney (JJ Field) macht, der aus einer sehr angesehenen Familie stammt. Zu ihm fühlt sich Catherine sofort hingezogen. Doch so einfach funktioniert Liebe nun mal nicht. Die Begegnung mit der Familie Thorpe macht das Leben der Protagonistin endgültig kompliziert. Zunächst schließt sie mit der Tochter der Familie, der schönen und lebensklugen Isabella (Carey Mulligan), Freundschaft. Als deren Bruder John (William Beck) seine Familie besucht, nimmt das Liebesdrama seinen Lauf. Sofort beginnt er Catherine Avancen zu machen, die sogar in einem Heiratsantrag gipfeln. Diesen lehnt sie aber ab, da sie sich in den Pfarrer Tilney verliebt zu haben glaubt. Ihre Träume scheinen sich zu erfüllen, als sie eine Einladung der Familie Tilney erhält. Die Nähe zu Henry als auch die romantisch-düstere Atmosphäre des ehemaligen Klosters lassen ihr Herz vor Aufregung schneller schlagen. Zunächst ist noch alles gut, doch als der alte General Tilney (Liam Cunningham) erfährt, dass Catherine aus eher ärmlichen Verhältnissen stammt, lässt er sie aus dem Hause werfen und verbietet seinem Sohn jeglichen Umgang mit der nicht standesgemäßen Dame.
Bedeutet dies das Ende der großen Liebe zwischen Henry und Catherine? Oder überwinden die beiden alle gesellschaftlichen Barrieren? Kann es einen Triumph der Liebe über die Vernunft geben? Fragen über Fragen - die Antwort hält Northanger Abbey bis zum packenden Finale bereit...
Diese gefühlvolle und preisgekrönte Inszenierung des Erfolgsromans von Jane Austen verdient mit Recht das Prädikat "Wertvoll". Tolle Darsteller, gekonnte Kameraführung und eine dramatische Story um die Tücken der Liebe machen diesen Film zu einem echten Erlebnis. Catherines Traumsequenzen aus ihrer Grusellektüre schaffen zusätzlich zur reinen Lovestory noch einen feinen Schauer...So vermag es Northanger Abbey seine Zuschauer nicht nur mit Herzklopfen, sondern auch mit einer gehörigen Gänsehaut zu versorgen. Mehr geht nicht....


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 27 Bewertungen)

Eine sehr sympathische Neuverfilmung      5 von 5 Punkten
Als Jane Austen-Liebhaberin bin ich natürlich immer neugierig auf neue Verfilmungen dieser schönen Werke und freue mich jedesmal wenn mein alter Lesestoff durch neue Filminterpretationen und frische Gesichter aufgepeppt wird :)

So auch bei dieser netten Neuverfilmung hier.
Felicity Jones mimt eine ganz wunderbar süß-naive Catherine Morland und JJ Field ist der attraktivste, charmanteste Mr Tilney, den frau sich vorstellen kann und den ich mir nebenbei bemerkt während ich das Buch gelesen habe auch etwa so vorgestellt habe. Auch die anderen Charaktere, wie zum Beispiel Isabella Thorpe und General Tilney wurden sehr treffend besetzt, der einzige Charakter, der meiner Meinung nach etwas blass wirkte war William Beck als Catherines Bruder James. Aus seiner Rolle hätte man sicher mehr herausholen können.
Vergleicht man diese Filmversion mit jener von 1986 mit Peter Firth und Katharine Schlesinger, gewinnt meiner Meinung nach ganz klar die Neuverfilmung. Peter Firth wirkt als Henry Tilney einfach zu steif und lange nicht so liebenswert wie JJ Field. Katharine Schlesingers schauspielerischer Auftritt ist zwar nicht absolut zu verachten, aber Felicity Jones ist ganz klar die erotischere, keckere Miss Morland. Außerdem sind Catherines "gruselige" Fantasie-Vorstellungen auch immer wieder für einen Lacher gut ;)

Natürlich kann diese Literaturverfilmung nicht mit Meisterwerken wie Pride and Prejudice oder oder North and South mithalten. Das will sie aber auch gar nicht. Als eigenständige Inerpretation des Romans (welcher ja nicht zu Jane Austens Stärken zählt) ist dieser Film nämlich eine wunderbar herzerwärmende, ungemein komische Abwechslung vom düstereren Periodgenre in dem ja oft um die Wette gelitten wird.

In meinen Augen ist das die Beste Verfilmumg des Romans und Pflicht für Jane Austen-Fans :)


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Happy-Go-Lucky [UK IMPORT] - Eddie MarsanHappy-Go-Lucky [UK IMPORT]
Eddie Marsan, Sally Hawkins, Karina Fernandez, Sylvestra Le Touzel, Alexis Zegerman

DVD, 18. August 2008
     Verkaufsrang: 9928      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,97 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

be happy it's a poppy day      5 von 5 Punkten
Wo bleibt die Handlung? Wer ist diese junge Frau "Poppy"? Warum ist sie immer gut drauf? Wann kommt das böse Erwachen? Ich gehe ich aus dem Kino und entscheide mich dafür, dass mein Leben von nun an nur noch "Poppy-Days" haben wird. Dieser Film ist die Gebrauchsanleitung für mein glückliches Leben.


Jane Austens "Mansfield Park" (1983) - 3er DVD Set - Sylvestra Le TouzelJane Austens "Mansfield Park" (1983) - 3er DVD Set
Sylvestra Le Touzel, Nicholas Farrell, Angela Pleasence, Bernard Hepton

DVD, 6. Dezember 2007
     Verkaufsrang: 8436      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wie sehr der Geist der englischen Star-Autorin Jane Austen noch lebendig ist, beweist einmal mehr Mansfield Par aus dem Jahre 1983. Ursprünglich als Mini-Serie für die BBC produziert, schafft es Regisseur David Giles (vielfache Regiearbeiten für die BBC), eine wahrhaft stil- und vor allem werkgetreue Version des Romanklassikers auf die Leinwand zu bringen. Sogleich fühlt man sich als Zuschauer in die Zeit des beginnenden 19. Jahrhunderts versetzt: Man taucht ein in die faszinierende Lebenswelt der damaligen Zeit und natürlich dreht sich auch in diesem Werk alles um die große Liebe! So bleibt es auch in dieser 314-minütigen Version - als 3er-Box von KSM nun endlich auch auf DVD vorliegend - von Anfang bis Ende spannend und unterhaltsam zugleich. Gilt doch Mansfield Park als einer der satirischsten Arbeiten von Jane Austen überhaupt...
Die Hauptperson in diesem nach Jane Austen 1814 erstmals veröffentlichten Roman Mansfield Park ist die gleichwohl junge und mittellose Fanny Price (Sylvestra Le Touzel). Der Titel leitet sich von dem gleichnamigen Ort des Geschehens ab: Fanny wird von ihren Eltern zu ihrem reichen Onkel, Sir Thomas Bertram (Bernard Hepton, Gandhi, Get Carter) und dessen Familie nach Mansfield Park geschickt, um dort zu leben. In der Folge wächst sie im Hause der Bertrams mit ihren vier Vettern und Cousinen Tom (Christopher Villiers), Edmund, Julia (Liz Crowther) und Maria (Samantha Bond - bekannt als Miss Moneypenny in der James-Bond-Ära unter Pierce Brosnan) auf.Bis auf Edmund (Nicholas Farell) lassen sie aber alle im Hause mehr oder weniger ihre geringere Herkunft spüren. Ihm ist ihre Herkunft egal und er behandelt sie wie seine kleine Schwester. Ganz im Gegenteil zur bösartigen Tante Mrs. Norris (Anna Massey), die im Bertram-Anwesen den Haushalt führt. Während sie die anderen Kinder hätschelt und verwöhnt, behandelt sie die arme Fanny geringschätzig und demütigt sie verbal. Während die übrigen Bertram-Kinder sich nach und nach zu eitlen und eingebildeten Geschöpfen entwickeln, bleibt nur Edmund ein aufrechter und tugendhafter Mensch. So unterstützt er auch die schriftstellerischen Versuche Fannys und verliebt sich Tag für Tag ein bisschen mehr in sie. Doch natürlich wäre eine solche Verbindung nicht standesgemäß. In einer Zeit, in der der gesellschaftliche Rang alles bedeutet, ist Fanny natürlich nicht tragbar, da sie aus gesellschaftlich unterprivilegierten Verhältnissen stammt. Zusätzlich Fahrt bekommt die Story, als das Geschwisterpaar Henry (Robert Burbage) und Mary Crawford (Jackie Smith-Wood) auf der Bildfläche erscheinen.
Nun nehmen die gefühlsmäßigen Verwicklungen ihren gnadenlosen Lauf: Henry interessiert sich für Fanny, und dessen Schwester hat ein Auge auf den edlen Edmund Bertram geworfen! Doch eben jener Mr. Crawford ist alles andere als eine Ausgeburt an Tugend und Ehrlichkeit. Nebenbei bemüht er sich auch noch um die anderen beiden Bertram-Schwestern und gesellschaftliche Skandale bleiben nicht aus. Klar, dass die charakterstarke Fanny dem Werben des Lebemannes erfolgreich widersteht. In der Folge eskaliert die Situation mehr und mehr. Die arme Fanny wird sogar zurück nach Portsmouth geschickt, doch so leicht lässt sie sich nicht unterkriegen. Fanny kehrt zurück nach Mansfield Park und ist bereit für ihre große Liebe Edmund zu kämpfen, der sich im Zuge der Ereignisse wieder von Mary Crawford getrennt hat...Und die Moral von der Geschichte: Echte Liebe siegt immer! Ist das nicht eine wundervolle Erkenntnis?
Nicht nur für Fans und Liebhaber von Jane Austen ist diese Edition von KSM ein echtes Muss. Sie erreicht auch jede Menge neuer Fans, denn das Thema "Liebe" wird nie seinen Reiz verlieren... Garantiert!


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Jane Austen würde sich freuen!      5 von 5 Punkten
Diese Verfilmung ist wirklich hervorragend. Ich als Jane Austen Fan möchte Vorlagengetreue Verfilmungen sehen, nicht moderne, weit her geholte "Interpretationen"! Hier kann man wunderbar die Personen der Geschichte kennenlernen sowie in eine frühere Zeit eintauchen. Die Schauspieler sind fast alle perfekt für ihre Rollen; Sylvestra LeTouzel gelingt es, Fanny sympathisch darzustellen, eine nicht ganz einfache Aufgabe, und Aunt Norris wird schlichtweg brilliant dargestellt; wie man es liebt, sie zu hassen!
Eine negative Kritik muss jedoch geäussert werden: der deutsche Text ist teilweise haarsträubend schlecht und sogar des Öfteren irreführend. Gibt es keine guten Übersetzer?


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Amazing Grace [UK IMPORT] - Ioan GruffuddAmazing Grace [UK IMPORT]
Ioan Gruffudd, Romola Garai, Benedict Cumberbatch, Albert Finney, Michael Gambon

DVD, 6. August 2007
     Verkaufsrang: 4455      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 27,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

4 sterne kino mit tendenz zu drei sternen      4 von 5 Punkten
michael apteds blick auf william wilberforce und seinen kampf gegen die abschaffung des sklavenhandels ist ein eher konventionelles "biopic" geworden, das vor allem wohl wegen des heheren themas gefällt, aber nicht alle klischees und untiefen zu umschiffen vermag, stellenweise zu bemüht und etwas kraftlos wirkt.

es mangelt nicht an den fürs britische kino typischen, gediegenen aufnahmen von schönen menschen aus schönen häusern in schönen landschaften. die am filmen beteiligten handwerklichen departments haben ordentliche arbeit geleistet, ausstattung, kostüme, perrücken und maske sitzen super (naja, die "leading lady" ist vielleicht etwas zu modern angehaucht). die dialoge sind nicht so tiefgründig und ausgefeilt wie in beispielsweise "john adams", jedoch sind einige herrliche, typisch insulare gags dabei, was immerhin zu einem sympathischen grundtenor beiträgt.

so richtig reißt es aber erst das um den soliden ioan gruffudd herum gecastete, glänzende darstellerensemble heraus. wenn michael gambon als charles fox mit einer perrücke auf dem kopf, die aussieht wie der wischmop in albert finneys alias john newtons hand, auf einer sitzung der sklavereigegner auftaucht, dem überraschten wilberforce ein "großer gott!" entschlupft und fox rotztrocken antwortet: "naja, fast.", dann glaubt man ihm das auch ;o). ähnlich exzellent: benedict cumberbatch als primeminister william pitt. ganz zu schweigen von der unmenge weiterer gut aufgelegter mimen, wie romola garai, rufus sewell, ciarán hinds, toby jones, sylvestra le touzel um nur einige zu nennen.

zu dem englischen o-ton gibt es untertitel, einen audiokommentar des regisseurs und seines hauptdarstellers, ein (etwas trivialisierendes) musikvideo, trailer und ein featurette zu dem lied: "amazing grace: how sweet the sound".

alles in allem: ehrenwert, aber nicht großartig.


Northanger Abbey [UK IMPORT] - Liam CunninghamNorthanger Abbey [UK IMPORT]
Liam Cunningham, Hugh O'Conor, Felicity Jones, Mark Dymond, Sylvestra Le Touzel

DVD, 26. März 2007
     Verkaufsrang: 21901      Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.

Preis: € 24,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Es ist ein einfaches Leben, das die Pfarrerstochter Catherine Morland (Katherine Schlesinger) in dieser Geschichte von Weltklasse-Autorin Jane Austen führt. Sie ist nicht die hübscheste und ihre Aussichten auf eine aufregende Zukunft nicht gerade groß. Deshalb flüchtet sie sich immer wieder in die umheimlich-romantische Welt der "Gothic-Geschichten", den Schauerromanen, die zu dieser Zeit sehr in Mode sind. Doch Catherine hat Glück, denn der Sommer verspricht eine Abwechslung. Gemeinsam mit der Familie Allen darf sie in den Badeort Bath reisen. Dort schließt sie schnell Freundschaft mit der etwas älteren Isabella Thorpe (Cassie Stuart), die ihre literarische Vorliebe teilt. Vor allem Catherine hat regelrechte Tagträume, in denen die Geschehnisse aus den Geschichten vor ihren Augen real werden. Gemeinsam haben die Mädchen eine schöne Zeit, bis ihre Brüder anreisen. Denn nun wird alles furchtbar kompliziert. Das war auch schon zu Jane Austens Zeiten nicht anders...

James Morland (Philip Bird) verliebt sich in die schöne Isabella, während John Thorpe (Jonathan Coy) sofort beginnt, Catherine zu umgarnen. Allerdings ist er vornehmlich mit sich selbst beschäftigt, weshalb sie seine Avancen nicht wirklich ernst nimmt. Ganz anders sieht es in ihr aus, wenn es um den jungen Geistlichen Henry Tilney (Peter Firth) geht. Seit sie ihn auf einem Ball getroffen hat, muss sie immer wieder an ihn denken. Deshalb ist sie hocherfreut, als sie von dessen Schwester auf den Familiensitz Northanger Abbey eingeladen wird. Nicht nur die Nähe zu Henry, auch die romantisch-düstere Atmosphäre des ehemaligen Klosters lassen ihr Herz schneller schlagen. Zeitweilig geht aber auch ihre Phantasie mit ihr durch, und ihre Tagträume reißen sie hinfort. General Tilney (Robert Hardy) hat zunächst nichts gegen den Besuch des Mädchens. Als er aber die Wahrheit über ihre ärmliche Herkunft erfährt, schickt er sie umgehend wieder nach Hause. Catherine ist sehr desillusioniert, vor allem, was ihre Lieblingsromane angeht. Schließlich findet dort immer alles zu einem guten Ende, ganz im Gegensatz zum wahren Leben. Außerdem vermisst sie Henry sehr, den sie über alles liebt. Wie schön wäre es, wenn er einfach an ihrer Tür klopfen würde...
Auch diese Verfilmung eines der Romane von Jane Austen findet großen Anklang bei den Fans der englischen Autorin. Die Inszenierung ist gefühlvoll und unaufdringlich. Entlarvt wird hier, wie in all ihren Büchern, die Doppelmoral der damaligen englischen Gesellschaft. Titel und Vermögen entschieden beträchtlich über den Alltag der Inselbewohner, wie fast überall auf der Welt. Hier setzt die Verfilmung auf das schauspielerische Talent der Hauptdarstellerin Katherine Schlesinger, die nur ihr entwaffnendes Lächeln einsetzen muss, um das falsche Spiel ihrer Freunde zu entlarven. Für jeden Fan von Kostümfilmen ist dieser Streifen sehr zu empfehlen, auch die gewählten Schauplätze sind überaus authentisch gewählt, so dass die Atmosphäre zusätzlich für das nötige Gänsehaut-Erlebnis sorgt. Vor allem während der Tagträume von Catherine kann man fast glauben, einen Gruselfilm eingelegt zu haben. Northanger Abbey ist ein vielschichtiger Film, der seine Zuschauer sowohl mit Herzklopfen, als auch mit Gänsehaut auf dem Sofa fesselt.


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 34 Bewertungen)

Schreckliche Jane Austen Romanverfilmung      2 von 5 Punkten
Die Geschichte ist schnell erzählt: Armes Mädchen wird von einem sehr reichen Ehepaar eingeladen ihnen in Bath Gesellschaft zu leisten. Dort wird Catherine irrtümlich für die reiche Erbin gehalten und von angeblichen Freundinnen und Verehrern umschwärmt.
Sie wird anschließend von der Schwester Ihres Favoriten auf das Anwesen Northanger Abbey eingeladen.
Irgendwann platzt die Bombe und die arme Catherine muß nach einem Rausschmiß enttäuscht nach hause zurück. Aber keine Angst, es gibt ein glückliches Ende.

Ich kenne viele Verfilmungen der Jane Austen Romane und bin von der Romanvorlage überzeugt, aber was daraus gemacht wurde ist einfach grauenhaft.
Die Hauptdarstellerin schwärmt für die damals zu der Zeit sehr beliebten Gruselromane, mit schönen Jungfrauen in Not, geheimnisvollen Burgen, grausamen Unholden und strahlenden Helden. Jedoch verliert sie sich bald zwischen Fantasie und Realität. Die im Roman umgesetzten Traumszenen sind einfach grauenhaft. Man weiß nicht mehr was sich die (Nicht-)Heldin erträumt oder was tatsächlich passiert.
Ich will den Schauspielern nicht ihr Können absprechen. Sie haben mit Sicherheit ihr Bestes gegeben. Aber die Rollen wirken derart überzogen und unrealistisch, somit nimmt man als Zuschauer ihnen ihre Persönlichkeiten einfach nicht ab.
Die Kostüme und die Handlungsorte sind hingegen schön anzusehen. Aber manche Figuren sind derart aufgetakelt, daß man den Eindruck gewinnen könnte der Badekurort Bath sei eine Faschingshochburg.

Irgendwo habe ich gelesen "jetzt endlich auch auf DVD in deutsch". Ich habe diese Verfilmung auch tatsächlich noch nie irgendwo in Deutschland gesehen.
Mich wundert es jedoch garnicht, daß der Film uns mittlerweile 20 Jahre vorenthalten wurde. Eigentlich hätte er für immer in der Versenkung bleiben können.


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Catherine Cookson - The Gambling Man [UK IMPORT] - Robson GreenCatherine Cookson - The Gambling Man [UK IMPORT]
Robson Green, Bernard Hill, Sylvestra Le Touzel, Stephanie Putson, Anna Kent

DVD, 14. April 2003
     Verkaufsrang: 29747     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Komplexes Charakter- und Sittengemälde mit großer Atmosphäre und ausgezeichneten Darstellern      4 von 5 Punkten
Rory Connor könnte zufrieden sein. Er stammt aus armen Verhältnissen und hat es doch schon bis zum gut verdienenden Mieteintreiber für den reichen und skrupellosen Mr. Kean gebracht. Er hat er ein nettes Mädchen, das er liebt und bald heiraten möchte und er hat unwahrscheinliches Glück beim Spiel, so dass er bei gelegentlichen, wenn auch illegalen Glücksspielen sogar noch reichlich Geld dazu verdient. Rory Conner ist ein geborener "Gambling Man". Auf der Welle des Glücks schwimmend, will er aber noch mehr, bessere Spiele und höhere Einsätze. Alles scheint perfekt, als ihm die Männer des reichen Mr. Nickle (Bernhard Hill) eine Gelegenheit für ein gewinnträchtiges Spiel vermitteln. Aber sowohl das Spiel als auch das Leben von Rory entwickelt sich ganz anders als er es erwartet hat.

Außer Bernard Hill, der den König Theoden bei Herr der Ringe mimt, kannte ich keinen einzigen Namen der Darsteller in diesem Film und war geradezu überwältigt von der darstellerischen Kunst, die ich hier ganz unerwartet geboten bekam. Vor dem Hintergrund düsterer Armenviertel und bitteren Elends entwickelt sich der junge Hallodri Rory allmählich zu einem erwachsenen und aufrechten Mann, der es (ganz typisch für Catherine Cookson) schafft aus der Unterschicht heraus zu kommen und sozial aufzusteigen - allen Widrigkeiten zum Trotz. Robson Green, der diese schwierige und komplexe Rolle spielt ist einfach überwältigend. Er ist ein vielschichtiger und glaubwürdiger Rory, den man gleichzeitig verachten und lieben muss. Ebenso stark dargestellt sind die beiden Frauen in Rorys Leben, die Jungendliebe Janie (Stephanie Putson) unversöhnlich und schließlich verbittert und Charlotte Kean (Sylvestra le Touzel) die selbstbewusste Liebende.
Herrlich, wie sich diese drei Hauptfiguren durch die fatalen Twists and Turns der Geschichte spielen, und einem manchmal die Tränen in die Augen treiben. Ein absoluter Genuss ist auch die Atmosphäre, welche die Bilder, Musik und die deprimierenden Armenviertelkulissen diesem Film verleihen. Authentisch und bewegend.

Einziger Kritikpunkt:
Besonders zu Beginn des Films, als die Figuren eingeführt werden, werden viele Personen, Beziehungen und auch Geheimnisse als bekannt vorausgesetzt. Wenn man den Cookson-Roman nicht kennt (wie ich) ist das aber teilweise sehr verwirrend, und man fragt sich nicht nur einmal wer nun mit wem verwandt ist und wer wen warum verachtet oder liebt.
Einiges muss man sich selbst zusammenreimen(z.B. das Verhältnis von Rory zu seiner Mutter, oder die Jahre lange Liebe von Charlotte)wenn man die Handlungen mancher Leute einigermaßen nachvollziehen möchte.

Trotz der kleinen Schwäche ist dies ein absolut empfehlenswertes Period-Erlebnis der düster-tragischen Sorte mit einem winzig kleinen Lichtblick am Schluss.

DVD: Sprache Englisch mit englischen Untertiteln.


The Jane Austen Collection [UK IMPORT] - Doran GodwinThe Jane Austen Collection [UK IMPORT]
Doran Godwin, Bernard Hepton, Colin Firth, John Carson, David Bamber

DVD, 17. September 2007
     Verkaufsrang: 49920      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 119,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

6 x 5 = <30 Herzchen für diese herrliche Box! - Herzerwärmend schöne Literaturverfilmungen.      5 von 5 Punkten
6 klassische BBC Adaptionen nach Romanen von Jane Austen im Paket - auf 9 DVDs.

In Sachen "Period Drama" würde ich mich als beherzte geldausgebefreudige Anfängerin bezeichnen und wühle mich mutig durch das überbordende Angebot. Die englisch-sprachige aus UK importierte "Jane Austen Collection" erschien mir für den Einstieg als angemessen. Nach Wives and Daughters (1999), als dt. Ausgabe und Cranford (2007) [UK IMPORT] beides nach Elisabeth Gaskells Romanvorlagen wurde es endlich Zeit sich der KÖNIGSKLASSE dieses Genre, nämlich der JANE AUSTEN - Adaptionen zu widmen. Mit meinem Englisch steht es grundsätzlich nicht schlecht, sodass ich keine Bedenken in Hinsicht nicht vorhandener deutscher Tonspur oder gar Untertiteln hatte. Immerhin warten alle genannten Filme nur mit dem Originalton (also Englisch) und mit Englischen Untertiteln auf.
In Sachen "Hardware" gibt's nichts auszusetzen. Die 9 Discs sind auf aufklappbaren Trays befestigt und stecken zusätzlich in einer stabilen Papp-Box. Infos zu den Produktionen sind eher spärlich auf der Innenseite der DVD Box und auf der Rückseite der Papphülle, vorhanden. Das Wichtigste liste ich als Anhang hier auf. (Bei weiteren Fragenbitte die Kommentarspalte nutzen. ;-)

[Alle Filme sind hier in der originalen Ausstrahlungslänge und im Gegensatz zu einigen Ausgaben auf Deutsch ungekürzt vorhanden. Alle Filme in Englischer Sprache - Englische Untertitel einblendbar.]

PRIDE AND PREJUDICE | 2 Discs | 5h 27min (Erstausstrahlung 1995)
Adapted by Andrew Davies. Produced by Sue Birdswistle. Directed by Simon Langton. Music by Carl Davis.
Auf Disc 1 ist Folge 1 und 2 enthalten. Auf Disc die Folge 3 und ein sehenswertes 5-teiliges "Making Of" Englische Sprache - Englische UT sind einblendbar!), das ausreichend Informationen zur Entstehung dieser Adaption gibt. - Hier kommen vom Drehbuchschreiber über Produzentin, Maskenbildner und Kostümdesignerin - zu Wort. Und einige Details geben Aufschluss über die Geheimnisse des Erfolgs dieser Verfilmung. - Ein "Making Of", das seinen Namen verdient!

SENSE AND SENSIBILITY - 1 Disc - 2h 52min (Erstausstrahlung 1981)
Dramatised by Alexander Baron. Produced by Barry Letts. Directed by Rodney Bennett.
Die Disc 3 enthält alle 7 Episoden. Kein Zusatzmaterial.

MANSFIELD PARK - 2 Discs - 4h 18min (Erstausstrahlung 1983)
Dramatised by Ken Taylor. Produced by Betty Willingdale. Directed by David Giles.
Disc 4 enthält Episoden 1 bis 3. Kein Zusatzmaterial.
Disc 5 enthält Episoden 4 bis 6. Kein Zusatzmaterial.

EMMA- 2 Discs - 4h 16min (Erstausstrahlung 1972)
Dramatised by Denis Coustandouros. Produced by Martin Lisemore. Directed by John Glenister.
Disc 6 enthält Episoden 1 bis 3. Kein Zusatzmaterial.
Disc 7 enthält Episoden 4 bis 6. Kein Zusatzmaterial.

NORTHANGER ABBEY- 1h 28min (Erstausstrahlung 1987)
Dramatised by Maggy Wadey. Produced by Louis Marks. Directed by Giles Foster.
Disc8: komplette Episode mit Szenenwahl. Kein Zusatzmaterial.

PERSUASION - 1 Disc - 1h 43min (Erstausstrahlung 1995)
Screenplay by Nick Dear. Produced by Fiona Finlay. Directed by Roger Michell
Disc 9 startet gleich ohne Menü-Einblendung voll ins Geschehen und wirbt vorher noch mit Dolby Digital-Spot. Enthalten auf der Disc: Die komplette Episode mit Szenenwahl. Als Zusatzmaterial gibt's die Biografien der Hauptakteure in Textform. Sollten Sie "Persuation" zum ersten Mal ansehen, empfiehlt es sich hin und wieder einen Blick auf diese Biografien zu werfen, da hier die sehr komplexen Zusammenhänge kurz und knapp aufgezeigt werden.


Eine Bewertung der Filme im Einzelnen erspare ich Ihnen; in Kurzform gesagt ist diese Box: "EIN GEWINN FÜS HERZ!


Ein Vergleich mit der deutschsprachigen Jane Austen Collection (Stolz und Vorurteil, Emma + Langfassung, Verführung, 5 DVDs) sei noch erwähnt. Diese Box hab ich mir auch kurzerhand zugelegt um mir einerseits selbst ein (Hör)Bild der deutschen Synchro von P&P zu machen und um die Filme auch mit meiner Mutter und Schwester anschauen zu können:
- PRIDE AND PREJUDICE (Stolz & Vorurteil) ist dieselbe Verfilmung wie auf dieser UK-Box, allerdings auf der dt. Box gekürzt und nur in deutschem Ton! Ein Ärgernis, wenn man der Englischen Sprache nicht mächtig ist.
- EMMA: Auf der dt. Box die neuere Verfilmung (Kate Beckinsale) und sogar in ungekürzter Länge. Die EMMA von 1972 auf dieser UK-Box ist dennoch sehenswert, wenn auch dieses Kammerspiel ein wenig verstaubter anmutet.
VERFÜHRUNG (PERSUATION) - dieselbe Verfilmung (von Roger Michell 1995) wie auf der UK Box. Auch von der Länge identisch mit UK-Box. Und sogar der dt. Ton (in Dolby Digital) vorhanden. Nur Untertitel sind nicht verfügbar.


Mansfield Park [UK IMPORT] - Bernard HeptonMansfield Park [UK IMPORT]
Bernard Hepton, Anna Massey, Angela Pleasence, Nicholas Farrell, Sylvestra Le Touzel

DVD, 7. November 2005
     Verkaufsrang: 52355      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 35,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Ein Vergnügen für ernsthafte Austen-Fans      4 von 5 Punkten
Nach den vorhergehenden Rezensionen habe ich nicht allzu viel von dieser Verfilmung erwartet, um dann doch sehr angenehm überrascht zu werden. Diese alte Miniserie ist die beste, die ich bisher von 'Mansfield Park' gesehen habe.

Als Fan von Jane Austen Romanen, ziehe ich Verfilmungen vor, die sich eng an die Romanvorlage halten und ausführlicher als 120 Minuten sind. Daher entsprach auch die moderne Version von Patricia Rozema nicht meinem Geschmack (ausgenommen die ausgezeichnete Darstellung von Harold Pinter).

Wem das Buch gefallen hat, wird auch diesen Film mögen. Natürlich fehlt dieser Produktion der Schliff von 'Pride and Prejudice' (1995), aber sie ist es wert angeschaut zu werden!

Das ist Arbeit, nicht Vernügen ....      2 von 5 Punkten
"Mansfield Park" ist zwar das längste aber sicherlich nicht das beste Werk von Jane Austen, mit besseren Schauspielern hätte man aber dieser an Aschenputtel erinnernden Geschichte mehr Qualität, Geschwindigkeit und lockeren Charme abringen können (leider zu viele Studioaufnahmen, kaum Bewegung, kaum Nahaufnahmen, wenig Emotion).
Viel zu wenig in Erscheinung tritt Fanny Price, die eigentliche Heldin dieses Romans; ganz besonders enervierend dargestellt wird Lady Bertram, die ich aus dem Buch nicht ganz so indolent in Erinnerung habe. Die restlichen Schauspieler sind unauffällig - insgesamt aber eine akzeptable Bühnenleistung der gesamten Besetzung ohne große Höhen und Tiefen.
Dieser Verfilmung merkt man das Alter schon sehr an, der Ton von dürftiger Qualität, die Umgebungsgeräusche oft lauter als die Darsteller.
Die ganze Atmosphäre erinnert an ein klassisches Bühnenstück, die späteren Verfilmungen von Jane Austen zeigen schon von viel mehr Bewegung.
Ein Tipp: wer sich diese Verfilmung unbedingt geben möchte, sollte sie am besten in einem DVD-Set mit anderen JA-Filmen erwerben. Der Einzelkauf lohnt sich kaum.

Klassische Verfilmung      2 von 5 Punkten
Detail getreue Jane Austen Verfilmung, einer Cinderella Story, die selbst gut um gesetzt ist, aber daran krankt, da selbst in der Literaturvorlage die Bissigkeit fehlt, die J.A. ansonsten hat. Wie zum Beispiel in P & P, Emma und Sense & Sensebility.
Da ist eher ,, Mansfield Park" von Patricia Rozema zu empfehlen, die im Stil von Jane Austen die Bissigkeit der Hauptperson rüber bringt.
Eine junge Frau die sich auf ihre Weise der üblichen Koventionen widesetzt und ihr Glück findet.


Mansfield Park [UK-Import] - Bernard HeptonMansfield Park [UK-Import]
Bernard Hepton, Anna Massey, Angela Pleasence, Nicholas Farrell, Sylvestra Le Touzel

Videokassette, 3. Juni 1996
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Als kanadische Regisseurin, mit dem Ruf smarte Filme mit einem großen Budget überzeugend handeln zu können, hatte Patricia Rozema ihren ersten Hit mit dem schrulligen I've Heard The Mermaids Singing. Die Heldin aus Mermaids, ein Mäuschen in einem Haifischbecken aus Galeristen, zeigt, was in ihr steckt, als sie ihren Mentor hinter sich lässt, der auf ihre Kosten groß geworden ist. Auf ähnliche Weise gelingt es der mittellosen Fanny Price (Frances O'Connor) in Mansfield Park, nach Jane Austens gleichnamigem, stark autobiografisch gefärbten Roman, mit den Bertrams auf einem schicken ländlichen Gutshof zu leben, wo herzlose, klassenbewusste Beziehungen vorherrschen. Nach einigen grausamen Rückschlägen, schafft es Fanny, kraft ihres literarischen Talents und ihrer moralischen Integrität, die Schwierigkeiten zu meistern und ihr Leben zu lieben.
Anders als die Filmemacher, die Austens geldbetonte Welt in Licht und Leichtigkeit zu hüllen pflegen, stösst Rozema unsere Nase unnachgiebig auf die Tatsache, dass der Reichtum der Bertrams von dem Blut und dem Schweiß weit entfernter Sklaven getränkt ist. Und sie sieht auch nicht über die schmutzigen Slums hinweg, denen Fannys Mutter entstammt und die auch Fanny selbst drohen, sollte sie sich weigern, den hübschen, aber hohlen Glücksjäger (Allesandro Nivola) zu heiraten, den Sir Thomas Bertram für sie auserwählt hat.
Der Dramatiker Harold Pinter spielt den Patriarchen von Mansfield Park sehr überzeugend: Zu großer Freundlichkeit fähig, aber hart wie Stein, wenn sein aristokratischer Wille in Frage gestellt wird. Embeth Davidtz (mit wundervoll verführerischer Verve als Mary, die amoralische Schwester von Fannys Freier, zu sehen) und O'Connor ähneln sich in ihrem Verhalten, weil sie sich beide in einer Männerwelt bewegen, in der sie gleichermaßen Sex und/oder Klugheit einsetzen müssen, um zu überleben. Rozema liefert in diesem unterhaltsamen Film, der ungefähr 1806 spielt, eine authentische Austen ab und zeigt eine Protofeministin mit Grips und Charme. -Kathleen Murphy


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 61 Bewertungen)

Wunderbare Jane Austen Adaption      5 von 5 Punkten
Es ist richtig. Fanny Price ist im Roman unterwürfig und schüchtern. Was soll sie auch machen? Sie ist komplett von ihren Verwandten abhängig. Wer meint, dass diese Eigenschaften die im Film der Romanfigur hinzugefügte, an der jungen Jane Austen orientierte, rebellische Seite ausschliessen, dem empfehle ich die Lektüre von Virginia Woolfs "Engel im Haus". Oder wie steht es mit der frühen Feministin Hedwig Dohm (1831 - 1919), deren brillante Polemiken nicht wirklich darauf schließen lassen, dass sie privat schüchtern war und die direkte Auseinandersetzung scheute. Warum sollte also Fanny Price nicht dem Papier anvertraut haben -im Film in den Briefen an ihre Schwester Susi, in der sie im Roman bei einem Aufenthalt in Portsmouth eine Verbündete findet- , was sie sich nicht direkt zu äußern wagte. Fanny Price macht im Roman durchaus eine Entwicklung durch und wird darin von ihrem Cousin Edmund unterstützt. Interessant ist auch, dass die Regisseurin ausführt, was im Roman nur an einer Stelle erwähnt und danach nicht mehr aufgegriffen wird, nämlich Fannys Interesse an dem Thema Sklavenhandel. Übrigens glaubt die Erzählerin im Roman Henry Crawford seine Gefühle für Fanny ("sie war die einzige Frau, die er mit dem Herzen und dem Verstand und dem Verstand geliebt hatte")und vertritt durchaus die Meinung, er hätte bei Fanny einen Sinneswandel bewirken können, wenn er es sich nicht durch die Affaire mit Maria selbst verbaut hätte. Warum also sollte man ihn in seinem Werben um Fanny nicht etwas sympathischer darstellen? Ein Schicksal wie das Marias ist heute schwer vorstellbar, wenn die Familie nicht gerade einen religiösen, fundamentalistischen Hintergrund hat. Sicherlich hat sie sich freiwillig für diese Ehe entschieden. Aber um es mit Brecht zu sagen: Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch gewesen ist." Das war damals kaum möglich. An einer Figur wie Mary Crawford ist jedoch zu ersehen, dass es andere, von der Erzählerin nicht gebilligte Auffassungen, gegeben haben muss. Der Crawford-Darsteller Alessandro Nivella sagt im Interview sehr richtig, dass Henry und Mary Crawford in ihren freieren Auffassungen zu Liebe und Sexualität der Geschichte ein progressives Element hinzufügen. Es ist im Roman nicht so, dass Mr Bertram Fanny die Pistole auf den Brust setzt, sich zwischen Crawford und Portsmouth zu entscheiden. Der Vorschlag eines Besuchs bei Fannys Familie kam von einer anderen Person, ich glaube von Edmund, dessen Motivation sicherlich nicht im Zusammenhang mit der Ablehnung des Heiratsantrags stand. Was jedoch zutrifft, ist dass Mr Bertram sehr bereitwillig zustimmt, weil er sich ausrechnet, ein Aufenthalt in Portsmouth könne eine Verbindung mit Crawford in einem attraktiveren Licht erscheinen lassen. Alles in allem, eine wunderbare Literaturverfilmung, die ich mir bestimmt immer wieder gerne ansehen möchte, auch wenn sie in vielem von der Vorlage abweicht.


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