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| DVDs: Naunton Wayne | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
The Lady Vanishes [UK IMPORT] Margaret Lockwood, Googie Withers, Michael Redgrave, Paul Lukas, May Whitty DVD, 3. Dezember 2001 Verkaufsrang: 90772
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
'Es gibt keine Miss Froy - es hat sie nie gegeben.' 5 von 5 Punkten Wer mehr über den Ort der Handlung von Alfred Hitchcocks ebenso spannendem wie amüsantem Film 'Eine Dame verschwindet' wissen möchte, der wird den Zwergstaat 'Bandrika' in Atlas wie Almanach vergeblich suchen: 'Bandrika' gibt es nicht - es hat 'Bandrika' nie gegeben. Ähnliches behauptet auch ein Slogan, der zeitweise für Hitchcocks Klassiker warb: 'Es gibt keine Miss Froy - es hat sie nie gegeben' - und genau das will man auch der jungen Iris Henderson (Margaret Lockwood) einreden. Die Frolleins Froy und Henderson sind auf der Reise von Bandrika, einem imaginären Balkanstaat, in Richtung England. Als eine Schneewehe den Zug gen Westen an der Weiterfahrt hindert, beziehen die Reisenden Nachtquartier im einzigen Gasthof des Örtchens, in dem der Zug seinen außerplanmäßigen Halt einlegt. Einer bunt zusammengewürfelten Schar von Reisenden, die sich ebenfalls für eine Nacht in dem hoffnungslos überfüllten Kleinhotel einmietet, wird sich am nächsten Morgen auch der Musikexperte Gilbert Redman (Michael Redgrave) hinzugesellen. Zuvor allerdings schlägt der junge Mann sein Nachtlager in der Etage über den Damen Henderson und Froy auf - deren Nachruhe er empfindlich stört. Dafür, dass er sich der Überlieferung alter bandrikischer Volkstänze an die Nachwelt verschrieben hat, hätte Ms. Henderson ja vielleicht noch Verständnis; für die mit Holzblasinstrumenten begleitete nächtliche Tanzdarbietung, deren Veranstaltung über ihren Kopf hinweg Redman im wahrsten Wortsinne beschlossen hat, hat die um ihren Schönheitsschlaf Gebrachte nicht viel übrig - außer dem Kommentar, in ihren Ohren klinge das, als spiele jemand mit Elefanten 'Die Reise nach Jerusalem'. Miss Froys Mitgefühl gilt hingegen einem Bänkelsänger, der sich unter ihrem Fenster eingefunden hat und dem Redmans ohrenbetäubende Brauchtumspflege erhebliche Mühe dabei bereitet, sich Gehör zu verschaffen. Eine Henderson'sche Beschwerde an der Rezeption schafft jedoch alsbald Abhilfe - und Miss Froy kann endlich dem Ständchen des einsamen Gitarristen auf der Straße lauschen. Die Melodie scheint es Miss Froy angetan zu haben, und als der nächtliche Gesang verstummt, bedenkt die gute Seele den Liedvortrag mit einer Handvoll Münzen - die allerdings auf dem Straßenpflaster landen und dort auch bleiben. Der Musikus jedenfalls könnte den Obolus allenfalls noch an Fährmann Charon weiterreichen: der Spielmann nämlich wurde soeben von Schurkenhand für immer zum Schweigen gebracht. Wer hat den glücklosen Gitarrero gemeuchelt - und warum? Das bleibt zunächst im Dunkel - und der mysteriöse Mord ist ja auch nur Auftakt für eine Reihe noch weitaus mysteriöserer Geschehnisse, die schon beim Licht des nächsten Morgens ihre Fortsetzung finden: Die Strecke ist inzwischen geräumt, der Zug kann seine Fahrt wieder aufnehmen - doch gerade, als die von ihren Freundinnen ans Gleis begleitete Iris Henderson und Miss Froy sich dazu anschicken, den Zug zu besteigen, ereignet sich ein weiterer schicksalhafter Schlag. Der trifft diesmal Iris, die um ein Haar von einem herabfallenden Blumentopf zu Tode gebracht wird - Zufall? Kaum, denn auch hier sieht der Zuschauer, was den Figuren des Films verborgen bleibt: ein Unbekannter hat die Topfpflanze aus dem Gleichgewicht gebracht; und so stellt sich vielmehr die Frage: Wer trachtet da Miss Henderson nach dem Leben - und warum ... ? Der Zug ist zur Abfahrt bereit - für Erste Hilfe vor Ort keine Zeit - und so besteigt neben einer halb betäubten Iris Henderson auch eine um deren Wohlergehen sichtlich besorgte Miss Froy, die Iris' Begleiterinnen zusichert, sich während der Fahrt um die Freundin zu kümmern. Die dämmert zunächst im Abteil ein - doch als sie wieder erwacht, sitzt ihr gegenüber zum Glück ja noch immer ihre neue, mütterliche Freundin Miss Froy. Gemeinsam suchen die beiden den Speisewagen auf, um sich dort ein wenig zu erfrischen. Als Erfrischungsgetränk kommt für Miss Froy übrigens nur eines in Frage: eine Tasse von 'Herriman's Kräutertee', auf dessen belebende Wirkung, so will es zumindest die Werbung wissen, täglich 3 Millionen Mexikaner vertrauen - und von dem die rührige Dame stets ein paar Beutelchen im Handgepäck mit sich führt. Das Gewünschte wird bereitet - und nun, endlich, haben die zwei Damen endlich Zeit und Muße, sich auch namentlich miteinander bekannt zu machen. Das geschieht nun leider nicht in aller Ruhe, denn just, als Miss Froy sich Iris vorstellen möchte, kündet der Zug mit schrillem Pfeifen von einer bevorstehenden Tunneldurchfahrt, und Miss Froy schreibt ihren Namen kurzerhand mit dem Finger in die Staubschicht auf einer Fensterscheibe. Nach der Rückkehr aus dem Speisewagen ins reguläre Zugabteil schläft eine noch immer arg mitgenommene Iris erneut ein. Als sie wieder erwacht, sitzt ihr gegenüber - niemand. Für mich ist 'Eine Dame verschwindet' einer der spannendsten Filme eines Regisseurs, in dessen umfangreichem Werk spannende Filme nun wahrlich alles andere als Mangelware sind. Zusammen mit 'Der unsichtbare Dritte' (1959) bekleidet 'The Lady Vanishes' einen der ganz vorderen Plätze unter meinen persönlichen 'Hitch'-Favoriten - und das vielleicht aus gutem Grund, sind doch beide Filme Paradebeispiele für Variationen eines Themas, das ganz typisch für Hitchcock ist: das des unschuldig Verdächtigten, dem niemand Glauben schenkt. Wie 'Der unsichtbare Dritte', bezieht auch 'Eine Dame verschwindet' seine Spanung vornehmlich aus der Tatsache, dass das Publikum stets ein bisschen mehr weiß als die Figuren, die im Mittelpunkt der Handlung stehen. Fazit: Wer die 'Miss Marple'-Filme mit Margaret Rutherford mag, dem dürfte auch 'Eine Dame verschwindet' mit seinen skurrilen Figuren und seiner unwahrscheinlichen, aber spannenden Handlung gefallen. Wie auch viele der Agatha Christie-Verfilmungen arbeitet 'Eine Dame verschwindet' mit dem sog. 'explained mystery' - will sagen: die Auflösung der unheimlichen Ereignisse erfolgt in der Rückschau, und das wirklich glückliche Ende findet 'Eine Dame verschwindet' tatsächlich erst in der allerletzten Minute des Films. Gegenüber Filmen wie 'Mord im Orient-Express' oder 'Tod auf dem Nil', in denen das streckenweise unfreiwillig komisch wirkt, profitiert 'Eine Dame verschwindet' jedoch von einem vergleichsweise einfach 'gestrickten' Geheimnis, dessen Fäden sich, akzeptiert man nur eine relativ unwahrscheinliche Prämisse, recht einfach wieder entwirren lassen.
Wunderbare Agenten-Komödie 5 von 5 Punkten Ein tiefverschneites Dorf auf dem Balkan erscheint zu Beginn des Spionagefilms. Die Passagiere des Orientexpress müssen eine Nacht in einem Gasthof verbringen. Hier lernt man die skurrillen Leute kennen: eine junge Dame, die in einer Woche in England heiraten will (nicht aus Liebe, sondern weil sie schon alles Interessantes im Leben kennengelernt hat), ein junger Musiker, der Volkstänze sammelt, eine alte Gouverante, die nach Jahren vor Ort wieder nach Hause möchte, ein Päarchen, die anderweitig verheiratet sind, und zwei schwul-angehauchte Männer, die unbedingt ein Cricketspiel in England sehen wollen. Dazu kommt noch ein dubioser Arzt (und die Nonne, die sonderbarerweise Stöckelschuhe trägt). Diese kuriose Sammlung von Menschen prallt im Zug aufeinander. Titelgerecht verschwindet die alte Dame und die junge Frau macht sich auf die Suche, doch keiner will die Dame gesehen haben. Dazu kommt die Melodie eines Ständchens, welche man nicht vergessen sollte. Nach einer halben Stunde gewinnt der Film wie der Zug rasant an Fahrt. Die Handlung an sich ist schon ein wenig verrückt, aber die tollen Schauspieler und wirklich komische, teilweise sarkastischen Dialoge allein sind es wert sich diesen Film anzusehen. Dazu wimmelt der Film nur so von Anspielungen: Am Ende will der Jurist sich mit dem weißen Taschentuch den Militärschergen ergeben, doch er wird kaltblütig umgebracht. Hitchcocks Antwort auf die Beschwichtigungspolitik des britischen Premiers Chamberlain inbezug auf Hitler und das Münchner Abkommens. So muß man sich den Film eigentlich mehrfach ansehen um alle Andeutungen, Anzüglichkeiten und Spitzfindigkeiten mitzubekommen. Herrlich anachronistisch wirkt der Anfangsblick über das Modeldorf mit der Eisenbahn und einem vorbeifahrenden Spielzeugauto. Man beachte, wie sich die Figuren auf dem Bahngleis bewegen. Dazu kommt, daß Hitchcock in einem kleinen Studio gedreht hat und das Eisenbahnabteil nur 30 m lang war. Ein wunderbarer Klassiker, der für mich zu den besten Zug-Abenteuern der Filmgeschichte gehört!!
Ein unterhaltsamer früher Hitchcock 3 von 5 Punkten Dieser Film zeigt, dass man einen unterhaltsamen Film auch ohne viele Schauplätze oder Special Effects hinbekommen kann. Vorausgesetzt, man heißt Hitchcock. Fast der ganze Film spielt in einem Zug. Und trotzdem kommt keine Langeweile auf, da die Schauspieler (vor allem Lockwood und Redgrave) hervorragend spielen. Mir kommen die frühen Hitchcock-Filme immer wie gute Theaterstücke vor - wenig Szenerie, dafür gute Dialoge. Allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die arg stören: so zum Beispiel eine Szene, in der eine Spionin die Seiten wechselt. Genau im passendsten Moment für unsere Protagonisten. Die Begründung, warum sie das tut, ist obendrein mehr als dürftig. Wer einen DVD-Spieler besitzt, der amerikanische RC1-DVDs abspielt: in den USA gibt es "The Lady vanishes" in einer hervorragenden Ausgabe der "Criterion Collection".
Ein absolutes MUSS für Fans des klassischen englischen Krimi 5 von 5 Punkten Man kann nur hoffen, dass im Zuge der neuen DVD Technik mehr alte klassische englische Krimis den Weg in die Sammlungen finden. Der Altmeister Hitchcock, hier noch in seiner "englischen Periode" zeigt uns, wie mit geringen Mitteln knisternde Spannung aufgebaut werden kann. Gewürzt mit einer Prise (typical british!) Humor kommt ein MIx zustande, der auch noch heute zu fesseln weiß. Ein Tipp für die Hersteller: WEITER SO!
Früher Hitchcock-Hit voller Überraschungen 4 von 5 Punkten Sicherlich kann man diesen Früheren Hitchcock nicht mit seinen Suspense Meisterwerken der späteren Jahre vergleichen (The Man who knew to much, Rear Window etc.)und doch zeigt sich in diesem frühen Werk von 1938 seine ganze Bandbreite an Komik und Spannung. Wobei bei "The Lady Vanishes" die Gewichtung mehr auf einer Komödie als auf einem Spionagethriller liegt. Gleichzeitig versteht es allerdings Hitchcock mit einfachen Mitteln zu fesseln. Die Szenen im Zuginneren, wo Margaret Lockwood (sie spielt die weibliche Hauptrolle Iris)die urplötzlich ,die vom Erdboden verschwundene Miss Froy (Dame May Whitty)verzweifelt sucht ,umherirrt und keiner Ihr glauben will, dass es Miss Froy gibt, sind wirklich sehr Publikumswirksam in Szene gesetzt.Spamnnung und Komik halten sich hierbei die Wagschale.1938 , als der Krieg vor der Tür stand und viele Engländer mit dem Zug das Weite suchten, drehte Hitchcock den Film in einem Waggon, der im Studio stand. die alte Dame ist ein "McGuffin": ein Hitchcock-typischer Aufhänger, der vorrangig dazu dient, Verdächtigungen und Verfolgungsjagden auszulösen. Trotz geringer Produktionskosten ein riesiger Erfolg. Sie sollte sich diesen Film auch nicht entgehen lassen. Er ist ein wahres Juwel ! |
The Lady Vanishes [UK IMPORT] Margaret Lockwood, Googie Withers, Michael Redgrave, Paul Lukas, May Whitty DVD, 23. Februar 2004 Verkaufsrang: 70998
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
'Es gibt keine Miss Froy - es hat sie nie gegeben.' 5 von 5 Punkten Wer mehr über den Ort der Handlung von Alfred Hitchcocks ebenso spannendem wie amüsantem Film 'Eine Dame verschwindet' wissen möchte, der wird den Zwergstaat 'Bandrika' in Atlas wie Almanach vergeblich suchen: 'Bandrika' gibt es nicht - es hat 'Bandrika' nie gegeben. Ähnliches behauptet auch ein Slogan, der zeitweise für Hitchcocks Klassiker warb: 'Es gibt keine Miss Froy - es hat sie nie gegeben' - und genau das will man auch der jungen Iris Henderson (Margaret Lockwood) einreden. Die Frolleins Froy und Henderson sind auf der Reise von Bandrika, einem imaginären Balkanstaat, in Richtung England. Als eine Schneewehe den Zug gen Westen an der Weiterfahrt hindert, beziehen die Reisenden Nachtquartier im einzigen Gasthof des Örtchens, in dem der Zug seinen außerplanmäßigen Halt einlegt. Einer bunt zusammengewürfelten Schar von Reisenden, die sich ebenfalls für eine Nacht in dem hoffnungslos überfüllten Kleinhotel einmietet, wird sich am nächsten Morgen auch der Musikexperte Gilbert Redman (Michael Redgrave) hinzugesellen. Zuvor allerdings schlägt der junge Mann sein Nachtlager in der Etage über den Damen Henderson und Froy auf - deren Nachruhe er empfindlich stört. Dafür, dass er sich der Überlieferung alter bandrikischer Volkstänze an die Nachwelt verschrieben hat, hätte Ms. Henderson ja vielleicht noch Verständnis; für die mit Holzblasinstrumenten begleitete nächtliche Tanzdarbietung, deren Veranstaltung über ihren Kopf hinweg Redman im wahrsten Wortsinne beschlossen hat, hat die um ihren Schönheitsschlaf Gebrachte nicht viel übrig - außer dem Kommentar, in ihren Ohren klinge das, als spiele jemand mit Elefanten 'Die Reise nach Jerusalem'. Miss Froys Mitgefühl gilt hingegen einem Bänkelsänger, der sich unter ihrem Fenster eingefunden hat und dem Redmans ohrenbetäubende Brauchtumspflege erhebliche Mühe dabei bereitet, sich Gehör zu verschaffen. Eine Henderson'sche Beschwerde an der Rezeption schafft jedoch alsbald Abhilfe - und Miss Froy kann endlich dem Ständchen des einsamen Gitarristen auf der Straße lauschen. Die Melodie scheint es Miss Froy angetan zu haben, und als der nächtliche Gesang verstummt, bedenkt die gute Seele den Liedvortrag mit einer Handvoll Münzen - die allerdings auf dem Straßenpflaster landen und dort auch bleiben. Der Musikus jedenfalls könnte den Obolus allenfalls noch an Fährmann Charon weiterreichen: der Spielmann nämlich wurde soeben von Schurkenhand für immer zum Schweigen gebracht. Wer hat den glücklosen Gitarrero gemeuchelt - und warum? Das bleibt zunächst im Dunkel - und der mysteriöse Mord ist ja auch nur Auftakt für eine Reihe noch weitaus mysteriöserer Geschehnisse, die schon beim Licht des nächsten Morgens ihre Fortsetzung finden: Die Strecke ist inzwischen geräumt, der Zug kann seine Fahrt wieder aufnehmen - doch gerade, als die von ihren Freundinnen ans Gleis begleitete Iris Henderson und Miss Froy sich dazu anschicken, den Zug zu besteigen, ereignet sich ein weiterer schicksalhafter Schlag. Der trifft diesmal Iris, die um ein Haar von einem herabfallenden Blumentopf zu Tode gebracht wird - Zufall? Kaum, denn auch hier sieht der Zuschauer, was den Figuren des Films verborgen bleibt: ein Unbekannter hat die Topfpflanze aus dem Gleichgewicht gebracht; und so stellt sich vielmehr die Frage: Wer trachtet da Miss Henderson nach dem Leben - und warum ... ? Der Zug ist zur Abfahrt bereit - für Erste Hilfe vor Ort keine Zeit - und so besteigt neben einer halb betäubten Iris Henderson auch eine um deren Wohlergehen sichtlich besorgte Miss Froy, die Iris' Begleiterinnen zusichert, sich während der Fahrt um die Freundin zu kümmern. Die dämmert zunächst im Abteil ein - doch als sie wieder erwacht, sitzt ihr gegenüber zum Glück ja noch immer ihre neue, mütterliche Freundin Miss Froy. Gemeinsam suchen die beiden den Speisewagen auf, um sich dort ein wenig zu erfrischen. Als Erfrischungsgetränk kommt für Miss Froy übrigens nur eines in Frage: eine Tasse von 'Herriman's Kräutertee', auf dessen belebende Wirkung, so will es zumindest die Werbung wissen, täglich 3 Millionen Mexikaner vertrauen - und von dem die rührige Dame stets ein paar Beutelchen im Handgepäck mit sich führt. Das Gewünschte wird bereitet - und nun, endlich, haben die zwei Damen endlich Zeit und Muße, sich auch namentlich miteinander bekannt zu machen. Das geschieht nun leider nicht in aller Ruhe, denn just, als Miss Froy sich Iris vorstellen möchte, kündet der Zug mit schrillem Pfeifen von einer bevorstehenden Tunneldurchfahrt, und Miss Froy schreibt ihren Namen kurzerhand mit dem Finger in die Staubschicht auf einer Fensterscheibe. Nach der Rückkehr aus dem Speisewagen ins reguläre Zugabteil schläft eine noch immer arg mitgenommene Iris erneut ein. Als sie wieder erwacht, sitzt ihr gegenüber - niemand. Für mich ist 'Eine Dame verschwindet' einer der spannendsten Filme eines Regisseurs, in dessen umfangreichem Werk spannende Filme nun wahrlich alles andere als Mangelware sind. Zusammen mit 'Der unsichtbare Dritte' (1959) bekleidet 'The Lady Vanishes' einen der ganz vorderen Plätze unter meinen persönlichen 'Hitch'-Favoriten - und das vielleicht aus gutem Grund, sind doch beide Filme Paradebeispiele für Variationen eines Themas, das ganz typisch für Hitchcock ist: das des unschuldig Verdächtigten, dem niemand Glauben schenkt. Wie 'Der unsichtbare Dritte', bezieht auch 'Eine Dame verschwindet' seine Spanung vornehmlich aus der Tatsache, dass das Publikum stets ein bisschen mehr weiß als die Figuren, die im Mittelpunkt der Handlung stehen. Fazit: Wer die 'Miss Marple'-Filme mit Margaret Rutherford mag, dem dürfte auch 'Eine Dame verschwindet' mit seinen skurrilen Figuren und seiner unwahrscheinlichen, aber spannenden Handlung gefallen. Wie auch viele der Agatha Christie-Verfilmungen arbeitet 'Eine Dame verschwindet' mit dem sog. 'explained mystery' - will sagen: die Auflösung der unheimlichen Ereignisse erfolgt in der Rückschau, und das wirklich glückliche Ende findet 'Eine Dame verschwindet' tatsächlich erst in der allerletzten Minute des Films. Gegenüber Filmen wie 'Mord im Orient-Express' oder 'Tod auf dem Nil', in denen das streckenweise unfreiwillig komisch wirkt, profitiert 'Eine Dame verschwindet' jedoch von einem vergleichsweise einfach 'gestrickten' Geheimnis, dessen Fäden sich, akzeptiert man nur eine relativ unwahrscheinliche Prämisse, recht einfach wieder entwirren lassen.
Wunderbare Agenten-Komödie 5 von 5 Punkten Ein tiefverschneites Dorf auf dem Balkan erscheint zu Beginn des Spionagefilms. Die Passagiere des Orientexpress müssen eine Nacht in einem Gasthof verbringen. Hier lernt man die skurrillen Leute kennen: eine junge Dame, die in einer Woche in England heiraten will (nicht aus Liebe, sondern weil sie schon alles Interessantes im Leben kennengelernt hat), ein junger Musiker, der Volkstänze sammelt, eine alte Gouverante, die nach Jahren vor Ort wieder nach Hause möchte, ein Päarchen, die anderweitig verheiratet sind, und zwei schwul-angehauchte Männer, die unbedingt ein Cricketspiel in England sehen wollen. Dazu kommt noch ein dubioser Arzt (und die Nonne, die sonderbarerweise Stöckelschuhe trägt). Diese kuriose Sammlung von Menschen prallt im Zug aufeinander. Titelgerecht verschwindet die alte Dame und die junge Frau macht sich auf die Suche, doch keiner will die Dame gesehen haben. Dazu kommt die Melodie eines Ständchens, welche man nicht vergessen sollte. Nach einer halben Stunde gewinnt der Film wie der Zug rasant an Fahrt. Die Handlung an sich ist schon ein wenig verrückt, aber die tollen Schauspieler und wirklich komische, teilweise sarkastischen Dialoge allein sind es wert sich diesen Film anzusehen. Dazu wimmelt der Film nur so von Anspielungen: Am Ende will der Jurist sich mit dem weißen Taschentuch den Militärschergen ergeben, doch er wird kaltblütig umgebracht. Hitchcocks Antwort auf die Beschwichtigungspolitik des britischen Premiers Chamberlain inbezug auf Hitler und das Münchner Abkommens. So muß man sich den Film eigentlich mehrfach ansehen um alle Andeutungen, Anzüglichkeiten und Spitzfindigkeiten mitzubekommen. Herrlich anachronistisch wirkt der Anfangsblick über das Modeldorf mit der Eisenbahn und einem vorbeifahrenden Spielzeugauto. Man beachte, wie sich die Figuren auf dem Bahngleis bewegen. Dazu kommt, daß Hitchcock in einem kleinen Studio gedreht hat und das Eisenbahnabteil nur 30 m lang war. Ein wunderbarer Klassiker, der für mich zu den besten Zug-Abenteuern der Filmgeschichte gehört!!
Ein unterhaltsamer früher Hitchcock 3 von 5 Punkten Dieser Film zeigt, dass man einen unterhaltsamen Film auch ohne viele Schauplätze oder Special Effects hinbekommen kann. Vorausgesetzt, man heißt Hitchcock. Fast der ganze Film spielt in einem Zug. Und trotzdem kommt keine Langeweile auf, da die Schauspieler (vor allem Lockwood und Redgrave) hervorragend spielen. Mir kommen die frühen Hitchcock-Filme immer wie gute Theaterstücke vor - wenig Szenerie, dafür gute Dialoge. Allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die arg stören: so zum Beispiel eine Szene, in der eine Spionin die Seiten wechselt. Genau im passendsten Moment für unsere Protagonisten. Die Begründung, warum sie das tut, ist obendrein mehr als dürftig. Wer einen DVD-Spieler besitzt, der amerikanische RC1-DVDs abspielt: in den USA gibt es "The Lady vanishes" in einer hervorragenden Ausgabe der "Criterion Collection".
Ein absolutes MUSS für Fans des klassischen englischen Krimi 5 von 5 Punkten Man kann nur hoffen, dass im Zuge der neuen DVD Technik mehr alte klassische englische Krimis den Weg in die Sammlungen finden. Der Altmeister Hitchcock, hier noch in seiner "englischen Periode" zeigt uns, wie mit geringen Mitteln knisternde Spannung aufgebaut werden kann. Gewürzt mit einer Prise (typical british!) Humor kommt ein MIx zustande, der auch noch heute zu fesseln weiß. Ein Tipp für die Hersteller: WEITER SO!
Früher Hitchcock-Hit voller Überraschungen 4 von 5 Punkten Sicherlich kann man diesen Früheren Hitchcock nicht mit seinen Suspense Meisterwerken der späteren Jahre vergleichen (The Man who knew to much, Rear Window etc.)und doch zeigt sich in diesem frühen Werk von 1938 seine ganze Bandbreite an Komik und Spannung. Wobei bei "The Lady Vanishes" die Gewichtung mehr auf einer Komödie als auf einem Spionagethriller liegt. Gleichzeitig versteht es allerdings Hitchcock mit einfachen Mitteln zu fesseln. Die Szenen im Zuginneren, wo Margaret Lockwood (sie spielt die weibliche Hauptrolle Iris)die urplötzlich ,die vom Erdboden verschwundene Miss Froy (Dame May Whitty)verzweifelt sucht ,umherirrt und keiner Ihr glauben will, dass es Miss Froy gibt, sind wirklich sehr Publikumswirksam in Szene gesetzt.Spamnnung und Komik halten sich hierbei die Wagschale.1938 , als der Krieg vor der Tür stand und viele Engländer mit dem Zug das Weite suchten, drehte Hitchcock den Film in einem Waggon, der im Studio stand. die alte Dame ist ein "McGuffin": ein Hitchcock-typischer Aufhänger, der vorrangig dazu dient, Verdächtigungen und Verfolgungsjagden auszulösen. Trotz geringer Produktionskosten ein riesiger Erfolg. Sie sollte sich diesen Film auch nicht entgehen lassen. Er ist ein wahres Juwel ! |
Passport To Pimlico [UK IMPORT] Stanley Holloway, Sidney Tafler, Basil Radford, Hermione Baddeley, Paul Dupuis DVD, 13. November 2006 Verkaufsrang: 58981 Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.
| Passport To Pimlico [UK IMPORT] Stanley Holloway, Sidney Tafler, Basil Radford, Hermione Baddeley, Paul Dupuis Videokassette, 6. Juli 1998 Verkaufsrang: 6326
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The Lady Vanishes [UK IMPORT] Margaret Lockwood, Googie Withers, Michael Redgrave, Paul Lukas, May Whitty DVD, 18. August 2008 Verkaufsrang: 16168 Gewöhnlich versandfertig in 2 bis 4 Wochen.
| Night Train to Munich Margaret Lockwood, Rex Harrison, Paul Henreid, Basil Radford, Naunton Wayne Videokassette, 14. April 2003
Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
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The Titfield Thunderbolt [UK IMPORT] Stanley Holloway, George Relph, John Gregson, Naunton Wayne, Hugh Griffith DVD, 21. Juni 2004 Verkaufsrang: 81751
| 3 Classic Hitchcock Films - The 39 Steps / The Lady Vanishes / Secret Agent [UK IMPORT] Robert Donat, Michael Redgrave, Paul Lukas, May Whitty, Cecil Parker DVD, 20. Oktober 2003 Verkaufsrang: 85208
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Passport To Pimlico [UK IMPORT] Stanley Holloway, Sidney Tafler, Basil Radford, Hermione Baddeley, Paul Dupuis DVD, 21. Juni 2004 Verkaufsrang: 87123
Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
| The Titfield Thunderbolt [UK IMPORT] Stanley Holloway, George Relph, John Gregson, Naunton Wayne, Hugh Griffith DVD, 13. November 2006 Verkaufsrang: 73290 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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