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| DVDs: Ulrich Wildgruber | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
König der letzten Tage (2 DVDs) - Große Geschichten 7 Christoph Waltz, Mario Adorf, Omero Antonutti, Vlastimil Bedrna, Deborah Kaufmann DVD, 27. Oktober 2008 Verkaufsrang: 3149 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Enttäuschend 2 von 5 Punkten Bild und Ton dieser DVD-Wiederveröffentlichung eines TV-2-Teilers von 1993 sind ok, der Inhalt ist es leider nicht. Mit den historischen Begebenheiten wird sehr "frei" umgegangen - und wie so oft im TV oder Film - werden die Figuren und persönlichen Beziehungen den Abläufen und Hintergründen vorgezogen. Man erfährt nichts über die Vorgeschichte des "Täuferreichs zu Münster", nichts über die religiösen Hintergründe im Zeitalter der Reformation u. Gegenreformation. Dafür erscheint es so als sei Jan von Leiden ein Scharlatan der von einer - wie kann es anders sein - schönen und intriganten Frau zu seinen Schandtaten angestiftet wird. Zudem hat er wesentliche Erfolge bei den münsteraner Bürgen der Pyrotechnik des - frei erfundenen - Sebastian zu verdanken. Die schauspielerischen Leistungen sind auch eher mau. Die Figuren bleiben flach, agieren zum Teil übertrieben und wirken fast unfreiwillig komisch. Und für eine angeblich ach so aufwendige Produktion sind auch Kulissen und Ausstattung eher ärmlich. Sorry, aber so nicht. Eine "grosse Geschichte" - aber eine sehr kleine Umsetzung...
Unbedingt sehenswert 5 von 5 Punkten Wer sich für dies atemberaubende Kapitel der münsterschen Geschichte und die unglaublichen Vorfälle während der Wiedertäuferherrschaft interessiert, muss diesen Film gesehen haben. Da die Fernsehpremiere 1993 komplett an mir vorbei gegangen ist und weder im Handel noch bei ebay eine Kopie zu bekommen war, habe ich die Produktion und Auslieferung der DVD seit Wochen mit Spannung erwartet. Aufmachung, Bild- und Tonqualität lassen keine Wünsche offen; bei der Erstausstrahlung ist wohl noch niemand in den Genuss solch hochwertiger Bilder und des Dolby Digital Sounds gekommen. Inhaltlich bieten die 200 Minuten teilweise überraschende Abweichungen von den historischen überlieferten Fakten. Gestört hat mich aber eigentlich nur der an den Haaren herbeigezogene Schlussauftritt der erfundenen Figur des Sebastian. Viel wichtiger ist, dass es dem Film gelingt, einen beeindruckenden und detailreichen Bilderbogen des Zeitgeschehens, der Sitten, Lebensumstände, Moralwerte und Irrungen zu präsentieren. Bis zum Wahn gesteigerter religiöser Fanatismus, Weltuntergangs- und Allmachtsphantasien, Intoleranz, Willkür und Menschenverachtung; all das präsentiert der Film in beeindruckend großen Bildern und mit einem ebenso eindringlichen musikalischen Hintergrund. Mit den realen Geschehnissen in Münster, die in der höchsten Not sogar vor Kannibalismus nicht Halt machten, geht der Film teilweise sogar schonend um. Vielleicht ein Zugeständnis an die Altersfreigabe ab 12 Jahren. Last not least: Die hervorragend besetzten Hauptrollen machen diese DVD endgültig zu einem Filmerlebnis erster Klasse. Wer nach dem Film Lust auf weitere Informationen hat, der sollte zur Pflichtlektüre Barret/Gurgand "Der König der letzten Tage" greifen, einer sowohl an den historischen Fakten orientierten als auch leicht zu lesenden Darstellung. Mit sehr viel mehr Phantasie umgeben, aber auch um Längen unterhaltsamer ist der Roman "Kristus" von Robert Schneider, der als historischen Kern ebenfalls die Ereignisse aus Münster enthält.
TV Film fürs Kino 5 von 5 Punkten "König der letzten Tage" ist ein TV-Zweiteiler,der 1994 ursprünglich für das ZDF in der Bundesrepublik und in Tschechien gedreht wurde.Regie führte der leider 2006 verstorbene Regisseur Tom Toelle und zentrales Thema ist die kurze aber intensive Schreckensherrschaft der Sekte der Wiedertäufer, im Münster des Jahres 1534..Fokus und Zuschauerblickwinkel beim Eintauchen in dieses
kurze, aber dramatische Kapitel Deutscher Geschichte und Deutscher Glaubensgeschichte sind 2 zentrale Charaktere:Der historisch reale Jan van Leyden (eigentlich Jan Bockelsohn),ein Hurenwirt(Zuhälter und Boerdellbesitzer) aus dem Niederländischen Leyden,der nach plötzlichen Visionen und Berufenheitsgefühlen sein Glück und seinen Glauben in Münster verwirklichen will..Es gelingt ihm,immensen Einfluß unter der Münsteraner Bürgerschaft zu erlangen;nicht zuletzt durch sein charismatisches Auftreten und der damit verbundenen Bewunderung der Frauen der Stadt.Bald ist er weithin berühmter Führer der Wiedertäufer-Sekte in Münster und Umgebung;es gelingt ihm, in der Stadt jeden Widerstand auszuschalten und schließlich in der reichsten und blühendsten Handelsmetropole Westfalens eine Art Sektenstaat zu errichten,einem oligarchisch geführten Gottesstaat gleich..Der zweite,weniger bedeutsame aber sehr viel menschlichere Charakter ist Sebastian Kien,ein fahrender Gaukler und Spielmann;ein alter Jugendfreund Bockelsohns und einziger späterer Kritiker des Sektenführers..Trotz seiner Warnungen und Versuche,Bockelsohn auf einen praktizierbareren,vorsichtigeren Weg zurückzubringen,steigert sich dieser in Allmachtsfantasien,Vielweiberei und schließlich gar in Terror gegen die fanatisierte und traumatisierte Bevölkerung.Es kommt,wie es kommen muß:Der eigentliche Landesherr,Fürstbischof Graf von Waldeck,hat nach einer Weile genug davon, das ein Haufen Verrückter seine schönste Perle plündert und lässt Münster erst belagern ("Geht,rekrutiert mir 1000 Mann..Die Unerschrockensten..Und katholisch bis ins Mark sollen sie sein!..")Zu guter Letzt stürmen die Söldnertruppen des Fürstbischofs die verwahrloste Stadt und die Anführer der Wiedertäufer enden als Rabenfutter in lebensgrossen Käfigen,die am Münsteraner Lamberti-Dom hochgezogen werden (Sie hängen als Touristenattraktion noch heute da..)
Jan van Leyden endet,in dem er öffentlich langsam mit glühenden Zangen vom Leben zum Tode befördert wird..
Nicht nur das hervorragende Ensemble macht diesen Film so unvergleichlich intensiv und einprägsam ("Richard Oetker" Christoph Waltz als Jan van Leyden,ein hypnotischer Vollblutmime,dem beim Gutentagsagen vor schauspielerischer Anstrengung bereits die Schweißperlen auf der Oberlippe stehen;Unverbraucht und fast mitleiderregend einfach der tschechische Kinderfilm-Schauspiler Otto Kukla als Sebastian Kien und last but not least der sardonische und in seiner Bequemlichkeit gestörte Fürstbischof;Mario Adorf erinnert in DIESER Rolle fast ein wenig an Jack Nicholson..)Auch vermitteln Drehort,Kulisse und VOR ALLEM die Filmmusik einen cineastischen Genuss,der einem Kinofilm um nichts nachsteht..Komponist ist der solide Altmeister Wojchiech Kilar,der schon "Bram Stoker's Dracula" so unvergeßlich vertonte..
Für Geschichtsfans,für Kirchengeschichtsinteressierte,für Fans von Dramen, Ausstattungsfilmen und Schicksalsepen..Für Zuschauer,die vor dem für das 16.Jh. realistische,grausame Benutzen von Schwertern und vor dem Vergiessen von Blut im Film keine Scheu haben und schlichtweg für JEDE(N),der einen guten Film mit Tiefgang und das Beeindrucktsein beim Zuschauen liebt...
EIN MUSS!!! |
Inheritors [UK IMPORT] Simon Schwarz, Sophie Rois, Lars Rudolph, Julia Gschnitzer, Ulrich Wildgruber DVD, 19. Juni 2000 Verkaufsrang: 76921 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Dramatisch intensives Gesellschaftsbild!!! 5 von 5 Punkten 7 Knechte eines ermordeten Bauern-Tyrannen erben seinen Hof und werden zu Bauern. Doch ihr Glück währt nicht lange, da sie von der alteingesessenen Umgebung nicht akzeptiert werden. Der Film von Ruzowitzky handelt von dem Kampf gegen Intoleranz, Hass und Neid. Es geht aber auch um den Gegensatz von alten, festgefahrenen Traditionen und der eigensinnigen Jugend. Dabei wird die Geschichte extrem spannend, nachvollziehbar und sehr menschlich erzählt, was auch an den genialen Schauspielern liegt. Drama, Witz, Spannung, Ironie und etwas Action werden hier in einem "Alpenwestern" vereint, der mit seiner Aussage auch in unserer Zeit hochaktuell ist. Schließlich sind auch wir eine junge Generation, die sich eigene Ideale schaffen muss und gegen die alten Strukturen antritt. Für alle Fans des europäischen (deutschsprachigen) Kinos ist der mit Liebe gemachte Film ein Muss. Er regt zum Denken an und bewegt. MAXIMALE PUNKTZAHL!!! |
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