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| DVDs: Isuzu Yamada | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Akira Kurosawa: Das Schloss im Spinnwebwald - The throne of blood (DigiPack) Isuzu Yamada, Toshirô Mifune, Takashi Shimura DVD, 8. Mai 2008 Verkaufsrang: 10936 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Akira Kurosawa - Das Schloss im Spinnwebwald Einer der großen Klassiker von Akira Kurosawa im schönen Digipack in verbesserter Bildqualität. Akira Kurosawa - dieser Name bürgt in der internationalen Filmwelt für absolute Qualität. Der 1910 in Tokio geborene japanische Meisterregisseur schuf zwischen 1943 und 1993 unzählige Filme, ein wahrlich großes und vielseitiges Oeuvre: Die berühmtesten unter ihnen, wie "Die sieben Samurai", "Rashomon" oder "Ran" sind heutzutage Meilensteine der Kinogeschichte. In den 1950er und 60er Jahren gehörte Kurosawa neben Regisseuren wie Federico Fellini, Ingmar Bergman, Luchino Visconti oder Luis Buñuel zu den prägendsten Figuren der Filmkunst. Diverse Filmpreise und Oscar-Nominierungen waren der Lohn für den 1998 verstorbenen Ausnahme-Regisseur. Doch die höchste Auszeichnung, den Oscar, durfte Akira Kurosawa nie entgegennehmen. Warum, wissen wohl nur die Jury-Mitglieder, denn auf dem Höhepunkt seines Schaffens legte Kurosawa eine ungewöhnliche visuelle und intellektuelle Lebendigkeit an den Tag, die völlig konkurrenzlos war. Getreu seinem Lebensmotto "Wenn man allem mit offenen Blick begegnet, gibt es nichts, wovor man Angst haben müsste" ging der Filmemacher keinem Problem oder Widerspruch aus dem Weg. Ob seine Filme in mittelalterlichen Wäldern oder in modernen Großstadtschluchten spielen, immer zeigen sie gewaltige, fast übermenschliche Konflikte. Dazu seine legendäre Bildsprache: Mittels seiner dynamischen Schnittechnik oder seinem Faible für die Schaffung düsterer und bedrohlicher Stimmungen durch bestimmte Wetterphänomene wie Regen oder Sturm, unterstrich "Nippons Regiestolz" eindrucksvoll seine Szenerien. Zudem ist die Erfolgsgeschichte Akira Kurosawas eng verbunden mit der bekannten Toho-Filmgesellschaft, für die er im Alter von 26 Jahren zu arbeiten begann. Hier traf er auch erstmals seine Lieblingsdarsteller Toshiro Mifune, Takashi Shimura und Seiji Miyaguchi, die in zahlreichen seiner Filme bedeutende Rollen verkörpern sollten. Seinen "Stamm-Hauptdarstellern" Toshiro Mifune und Takashi Shimura bleibt Regie-Legende Kurosawa auch in "Das Schloss im Spinnwebwald" von 1957 treu. In diesem Film wagt sich der Japaner an ganz großen Stoff: Die Vorlage ist keine geringere als das Meisterwerk "Macbeth" des englischen Dichterhelden William Shakespeare. Doch davon bleibt bei Akira Kurosawa nicht mehr viel übrig. Im Stile des traditionellen japanischen Nō-Theaters inszeniert er einen Historienfilm, deren Handlung er in das feudale Japan, in die Zeit von Unruhe und Gewaltherrschaft, verlegt. Die Grundstory bleibt aber erhalten: Die beiden Samurai Taketori Washizu (Toshiro Mifune) und Yoshiteru Miki (Akira Kubo) kehren nach einem erfolgreichen Feldzug zum Spinnwebschloss ihres Fürsten Kuniharu Tsuzuki (Takamura Sasaki) zurück. Dabei verirren sie sich im nebligen und düsteren Spinnwebwald, der wie ein Irrgarten wirkt. Nach mehreren Stunden hören sie plötzlich ein Furcht erregendes Lachen. Dieses gehört dem weißhaarigen Geist (Chieko Naniwa), der seelenruhig in seiner Hütte sitzt und an zwei Spinnrädern spinnt. Wie bei Shakespeare die Hexen, hat hier der Geist natürlich auch eine Prophezeiung für die beiden Krieger parat: Beide würden nach ihrer Rückkehr zu Führern bestimmter Festungen ernannt. Washizu werde danach sogar selbst zum Fürsten, während Mikis Sohn Yoshiaki (Minoru Chiaki) später ebenfalls zum Fürsten werde. Das birgt natürlich das gleiche Konfliktpotential wie bei Macbeth: Als der erste Teil der Prophezeiung eintritt und beide des Fürsten Belohnung erhalten haben, stelllt sich die Frage: Wie wird man nun selbst zum Nachfolger des Fürsten? Die vorgebliche Lösung präsentiert Washizus Frau, Asaji (Isuzu Yamada): Bevor der Fürst eines Tages von seinem Freund Miki erfährt, dass er der Nachfolger werden soll und ihn dafür töten lassen würde, müsse er selbst den Fürsten umbringen und die Macht übernehmen. Wie Lady Macbeth bringt Asajis "Idee" Betrug, Verderben und Unheil über das Fürstentum. Was nun folgt ist eine Ausgeburt des krankhaften Ehrgeizes von Washizus Frau: So tötet Washizu den Fürsten und lässt dessen Sohn (Hiroshi Tachikawa) und dem Fürsten treuen Heerführer Noriyasu (Takashi Shimura) verfolgen. Zudem tötet einer seiner Vasallen seinen langjährigen Freund und Kampfgefährten Miki. Nun ist er der unumschränkte Herrscher auf dem "Throne of blood", wie der Film auf Englisch heißt. Doch der Preis für die absolute Macht ist hoch: Seine Gräueltaten lassen ihm keine Ruhe mehr...und es kommt wie es kommen muss: Mikis Sohn verbündet sich mit dem Sohn des alten Fürsten und zieht gegen das Spinnwebschloss. Das tragische Ende a la Shakespeare droht nun auch Washizu, und dessen Frau verfällt zur Strafe nach einer Fehlgeburt dem Wahnsinn... "Das Schloss im Spinnwebwald"- ein weiteres Meisterwerk des großartigen Akira Kurosawa. Mit seiner sensationellen Kameraarbeit und Schnitttechnik ein wahres Lehrstück in Sachen Filmkunst. Virtuos gelingt es dem "Regie-Wunder" das Shakespearesche Opus Macbeth auf die Leinwand zu bannen - eine perfekte Mischung aus Theater und Film. Ein wirklich kraftvolles Epos, das den Zuschauer mit Action, Dramatik und Atmosphäre in seinen Bann zieht. Absolut sehenswert ! Die DVD von NewKSM präsentiert den Film in Deutsch sowie in der japanischen Originalversion mit deutschen Untertiteln.
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Shakespeare im alten Japan 5 von 5 Punkten Nicht erst mit "Ran" verfilmte der grosse Meister Kurosawa einen Stoff von Shakespeare. Bereits 3 Jahrzehnte vorher nahm er sich dem "Macbeth" Stoff an. Wieder verlagert er die Geschichte in das alte Japan und lässt eine magische, brutale und faszinierende zeit auferstehen.
Man darf diesen düsteren s/w-Film annähernd mit der Klasse der Polanski Adaption vergleichen.
Toshiro Mifune spielt den japanischen Krieger, der durch eine Weissagung einer unheimlichen alten Frau im Spinnwebwald zum neuen Herrn seines siegreichen Hauses ausgerufen wird - nur dumm, dass der Herrscher noch lebt. Ich habe den Stoff auch schon deshalb immer sehr interessant gefunden, weil er beleuchtet, zu was für fatalen Reaktionen ein Mensch zustande ist, wenn er ein Zukunftsorakel von "oben" erhält. Das Schicksal selbst.. oder die Handlungsweisen wie er diese Ereignisse dann eben mit seinem eigenen Zutun herbeiführen und steuern kann, was vorher vielleicht nur als Wunsch im Unterbewussten schlummerte - und nun durch dieses Orakel plötzlich Bilder in Richtung Verwirklichung hat. Eine Legitimation für sein Handeln hat, weil es von "Oben" so dirigiert wird. Der Mensch in dieser auferlegten Rolle der Marionette ? sogar zum Mörder werden kann, weil Ruhm und Macht vorhergesagt wurden. Geradezu widersprüchlich, wenn er einerseits machtlos und dennoch ganz aktiv als der Täter daran beteiligt ist.
Es gibt aber noch ein zweites Orakel, dass der Freund, der mit ihm durch den Wald ritt, erhalten hat.
Toller Stoff, klasse Bilder...einer dieser unvergesslichen Filme von Kurosawa.
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Akira Kurosawa: Nachtasyl - The lower depths (DigiPack) Toshirô Mifune, Isuzu Yamada, Ganjiro Nakamura DVD, 8. Mai 2008 Verkaufsrang: 23197 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Einer der großen Klassiker von Akira Kurosawa im schönen Digipack in verbesserter Bildqualität.
Akira Kurosawa - dieser Name bürgt in der internationalen Filmwelt für absolute Qualität. Der 1910 in Tokio geborene japanische Meisterregisseur schuf zwischen 1943 und 1993 unzählige Filme, ein wahrlich großes und vielseitiges Oeuvre: Die berühmtesten unter ihnen, wie "Die sieben Samurai", "Yojimbo, der Leibwächter", "Sanjuro", "Rashomon" oder "Ran" sind heutzutage Meilensteine der Kinogeschichte. In den 1950er und 60er Jahren gehörte Kurosawa neben Regisseuren wie Federico Fellini, Ingmar Bergman, Luchino Visconti oder Luis Buñuel zu den prägendsten Figuren der Filmkunst. Diverse Filmpreise und Oscar-Nominierungen waren der Lohn für den 1998 verstorbenen Ausnahme-Regisseur. Doch die höchste Auszeichnung, den Oscar, durfte Akira Kurosawa nie entgegennehmen. Warum, wissen wohl nur die Jury-Mitglieder, denn auf dem Höhepunkt seines Schaffens legte Kurosawa eine ungewöhnliche visuelle und intellektuelle Lebendigkeit an den Tag, die völlig konkurrenzlos war. Getreu seinem Lebensmotto "Wenn man allem mit offenen Blick begegnet, gibt es nichts, wovor man Angst haben müsste" ging der Filmemacher keinem Problem oder Widerspruch aus dem Weg. Ob seine Filme in mittelalterlichen Wäldern oder in modernen Großstadtschluchten spielen, immer zeigen sie gewaltige, fast übermenschliche Konflikte. Dazu seine legendäre Bildsprache: Mittels seiner dynamischen Schnitttechnik oder seinem Faible für die Schaffung düsterer und bedrohlicher Stimmungen durch bestimmte Wetterphänomene wie Regen oder Sturm, unterstrich "Nippons Regiestolz" eindrucksvoll seine Szenerien. Zudem ist die Erfolgsgeschichte Akira Kurosawas eng verbunden mit der bekannten Toho-Filmgesellschaft, für die er im Alter von 26 Jahren zu arbeiten begann. Hier traf er auch erstmals seine Lieblingsdarsteller Toshiro Mifune, Takashi Shimura und Seiji Miyaguchi, die in zahlreichen seiner Filme bedeutende Rollen verkörpern sollten. So besetzte Kurosawa auch in "Nachtasyl"aus dem Jahre 1957 die Hauptrolle mit seinem Lieblingsmimen Toshiro Mifune ("Grand Prix", "Die Hölle sind wir", "Rivalen unter roter Sonne"), der später als einer der wenigen japanischen Schauspieler in Hollywood Fuß fassen konnte und zu einem echten Weltstar wurde. Als Dieb Sutekichi ist Mifune in der Adaption des gleichnamigen Schauspiels von Maxim Gorki nur einer unter etlichen verkrachten Existenzen, die in einem Nachtasyl Unterschlupf finden. Neben der Wirtin Osugi (Isuzu Yamada, "Das Schloß im Spinnwebwald", "Yojimbo, der Leibwächter") und ihrem Mann halten sich eine Hure, ein straffällig gewordener Gelehrter, ein heruntergekommener Samurai, ein alkoholkranker Schauspieler und ein Handwerker mit seiner sterbenskranken Frau in dem heruntergekommenen Schuppen auf. Alle leben sie zusammen in der schäbigen Unterkunft, wofür sie einen Haufen Miete aufbringen müssen. Ausgebeutet und gedemütigt werden sie vom geldgierigen Besitzer der Unterkunft, Robukei, während seine Frau und deren Schwester Okayo in den Kleindieb Sutekichi verliebt sind. Als eines Tages der freundliche, buddhistische Priester Kahei im Schuppen auftaucht und die Bewohner bekehren will, löst sein Erscheinen ein Drama aus. Er versucht den Charakteren in ihrer Selbstfindung zu helfen und sie so zu einem besseren Leben zu führen. Da er aber deren physische und psychische Abhängigkeiten verkennt, scheitert er und richtet dadurch noch größeres Unheil an... Akira Kurosawa schuf mit "Nachasyl" eine mehr als gelungene Version von Gorkis Theaterstück, die sich eng an die Vorlage hält. Die bedrohliche Enge des Schuppens fängt der Kult-Regisseur virtuos ein. So gelingt ihm durch den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Kameras ein visuelles Meisterwerk. Gleichzeitig schafft er es, die Hilflosigkeit der einzelnen Charaktere so auf sehr authentische Weise zu zeigen, so dass dem Zuschauer schnell bewusst wird, dass diese Menschen die Hoffnung aufgegeben haben, je wieder aus dieser Situation herauszufinden. Ein ergreifender Film, der auf seine Art ein immer noch aktuelles Thema verarbeitet. "Nachtasyl" - ein echtes cineastisches Meisterwerk a la Kurosawa. Nicht nur für Fans des Meisters ein Muss ! Die deutsche DVD von NewKSM präsentiert den Film in Deutsch und Japanisch (mit deutschen Untertiteln).
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Nachtasyl - The Lower Depth Toshirô Mifune, Isuzu Yamada, Ganjiro Nakamura DVD, 17. Oktober 2005 Verkaufsrang: 30558 Akira Kurosawa - dieser Name bürgt in der internationalen Filmwelt für absolute Qualität. Der 1910 in Tokio geborene japanische Meisterregisseur schuf zwischen 1943 und 1993 unzählige Filme, ein wahrlich großes und vielseitiges Oeuvre: Die berühmtesten unter ihnen, wie Die sieben Samurai, Yojimbo, der Leibwächter, Sanjuro, Rashomon oder Ran sind heutzutage Meilensteine der Kinogeschichte. In den 1950er und 60er Jahren gehörte Kurosawa neben Regisseuren wie Federico Fellini, Ingmar Bergman, Luchino Visconti oder Luis Buñuel zu den prägendsten Figuren der Filmkunst. Diverse Filmpreise und Oscar-Nominierungen waren der Lohn für den 1998 verstorbenen Ausnahme-Regisseur. Doch die höchste Auszeichnung, den Oscar, durfte Akira Kurosawa nie entgegennehmen. Warum, wissen wohl nur die Jury-Mitglieder, denn auf dem Höhepunkt seines Schaffens legte Kurosawa eine ungewöhnliche visuelle und intellektuelle Lebendigkeit an den Tag, die völlig konkurrenzlos war. Getreu seinem Lebensmotto "Wenn man allem mit offenen Blick begegnet, gibt es nichts, wovor man Angst haben müsste" ging der Filmemacher keinem Problem oder Widerspruch aus dem Weg. Ob seine Filme in mittelalterlichen Wäldern oder in modernen Großstadtschluchten spielen, immer zeigen sie gewaltige, fast übermenschliche Konflikte. Dazu seine legendäre Bildsprache: Mittels seiner dynamischen Schnitttechnik oder seinem Faible für die Schaffung düsterer und bedrohlicher Stimmungen durch bestimmte Wetterphänomene wie Regen oder Sturm, unterstrich "Nippons Regiestolz" eindrucksvoll seine Szenerien. Zudem ist die Erfolgsgeschichte Akira Kurosawas eng verbunden mit der bekannten Toho-Filmgesellschaft, für die er im Alter von 26 Jahren zu arbeiten begann. Hier traf er auch erstmals seine Lieblingsdarsteller Toshiro Mifune, Takashi Shimura und Seiji Miyaguchi, die in zahlreichen seiner Filme bedeutende Rollen verkörpern sollten.
So besetzte Kurosawa auch in Nachtasyl aus dem Jahre 1957 die Hauptrolle mit seinem Lieblingsmimen Toshiro Mifune (Grand Prix, Die Hölle sind wir, Rivalen unter roter Sonne), der später als einer der wenigen japanischen Schauspieler in Hollywood Fuß fassen konnte und zu einem echten Weltstar wurde. Als Dieb Sutekichi ist Mifune in der Adaption des gleichnamigen Schauspiels von Maxim Gorki nur einer unter etlichen verkrachten Existenzen, die in einem Nachtasyl Unterschlupf finden. Neben der Wirtin Osugi (Isuzu Yamada, Das Schloß im Spinnwebwald, Yojimbo, der Leibwächter) und ihrem Mann halten sich eine Hure, ein straffällig gewordener Gelehrter, ein heruntergekommener Samurai, ein alkoholkranker Schauspieler und ein Handwerker mit seiner sterbenskranken Frau in dem heruntergekommenen Schuppen auf. Alle leben sie zusammen in der schäbigen Unterkunft, wofür sie einen Haufen Miete aufbringen müssen. Ausgebeutet und gedemütigt werden sie vom geldgierigen Besitzer der Unterkunft, Robukei, während seine Frau und deren Schwester Okayo in den Kleindieb Sutekichi verliebt sind. Als eines Tages der freundliche, buddhistische Priester Kahei im Schuppen auftaucht und die Bewohner bekehren will, löst sein Erscheinen ein Drama aus. Er versucht den Charakteren in ihrer Selbstfindung zu helfen und sie so zu einem besseren Leben zu führen. Da er aber deren physische und psychische Abhängigkeiten verkennt, scheitert er und richtet dadurch noch größeres Unheil an... Akira Kurosawa schuf mit Nachasyl eine mehr als gelungene Version von Gorkis Theaterstück, die sich eng an die Vorlage hält. Die bedrohliche Enge des Schuppens fängt der Kult-Regisseur virtuos ein. So gelingt ihm durch den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Kameras ein visuelles Meisterwerk. Gleichzeitig schafft er es, die Hilflosigkeit der einzelnen Charaktere so auf sehr authentische Weise zu zeigen, so dass dem Zuschauer schnell bewusst wird, dass diese Menschen die Hoffnung aufgegeben haben, je wieder aus dieser Situation herauszufinden. Ein ergreifender Film, der auf seine Art ein immer noch aktuelles Thema verarbeitet. Nachtasyl - ein echtes cineastisches Meisterwerk a la Kurosawa. Nicht nur für Fans des Meisters ein Muss!
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
FILM ALLER FILME 5 von 5 Punkten Der hier ist die Quintesenz der Lebensweisheiten und des Leben mit großem Herz. Obwohl von einem Russen und keinem geringerem als Gorki geschrieben (typisch dieses russische Heiterkeit, diese verrückt-geniale Sprüche der Russen), habe ich mich gewundert, was für eine großartige Tradition des Humors un Weisheit Japaner haben. Bis ich schießlich, da ich Slawistik studiert habe, herausfand, dass es Adaption von Gorki's Stück ist. Aber - egal! Es ist so verjapanisiert und so genial dargestellt, dass ich mir von neuem meine Gedanken über das Leben und Tod machte und mich bis heute mit der Frage plage: "Wo sind, verdammt, all diese geniale Schauspieler hin?!" |
Akira Kurosawa's Das Schloß im Spinnwebwald Isuzu Yamada, Toshirô Mifune, Takashi Shimura DVD, 12. September 2005 Verkaufsrang: 22236
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Genialer Film aber mangelhafte DVD 4 von 5 Punkten Seit ich "Das Schloß im Spinnwebwald" das erste mal auf arte gesehen habe, bin ich ein riesen Fan dieses Filmes. Kurosawa war wahrlich ein Meister seines Fachs. Geniale Bilder, großartige Adaption eines Shakespeare-Stoffs und tolle Darsteller. Wirklich zu empfehlen und das nicht nur für Fans der japanischen Kultur und der Samurai.
Leider vermisse ich auf der DVD die Untertitel der Szene, in der die Hexe in der Waldhütte Washizu und Maki die Zukunft prophezeit. In der Fernsehversion von arte gab es diese Untertitel. Schade drum, denn in der Szene werden durchaus interessante philosophische Ansichten verkündet.
Shakespeare auf japanisch 5 von 5 Punkten Es geht um Moral, Loyalität und Ehrgeiz. Oder im zen-buddhistischen Sinn um GIER, HASS und VERBLENDUNG.
Mit diesem Werk hat Kurosawa es einmal umgekehrt gemacht und einen ausländischen Stoff, hier den europäischen Klassiker MACBETH adaptiert, wie später auch RAN.
Natürlich liegt es nahe, diese blutige Parabel um die oben angeführten Basisursachen allen Übels in das mittelalterliche Japan zu verlegen.
Der in den Diensten der Kumonsosu, die selbst durch eine Bluttat an die Macht kamen, stehende Feldherr Taketoki (natürlich genial besetzt mit Toshiro Mifune) kehrt von einem Feldzug zurück, den er wider Erwarten aufgrund der gegnerischen Überlegenheit siegreich gestalten konnte. Zusammen mit seinem Freund verirrt er sich im Spinnwebwald und trifft auf einen Geist, der im weissagt, dass er eines Tages Herr des Schlosses und als König herrschen werde, jedoch der Sohn seines Freundes ihm in dieser Position nachfolge. Zuvor aber würden sie beide durch besondere Lehensgüter geehrt.
Die beiden Krieger glauben diese Weissagung wegen der Unmöglichkeit des Ganzen nicht. Als sie aber aufgrund ihrer Leistungen beide mit Lehen bedacht werden, zeigt sich die Möglichkeit auf, dass auch die anderen Weissagungen wahr werden könnten.
Die Weissagung lässt Taketoki nicht mehr los, insbesondere nachdem seine Frau ihn anstachelt, die Erfüllung zu beschleunigen.
Dadurch wird der ursprünglich redliche Krieger Opfer seines Ehrgeizes und Machthungers, in dem er sich letztendlich verfängt, mit der Folge, dass er die Macht an sich reißt und wieder alles verliert. Mit diesem Hinweis wird nichts verraten, denn wer die Handlung von Macbeth nicht kennt ist selbst dran schuld.
Was den Film so einzigartig macht, ist die phantastisch gut gelungene Darstellung eines an und für sich ehrenhaften und geradlinigen Menschen zu einem verschlagenen und skrupellosen Despoten. Dazu trägt nicht nur die unzweifelhaft starke Regieleistung Kurosawas, sondern auch das ausdrucksvolle Spiel Mifunes bei, ebenso wie das der japanischen Lady Macbeth, die kaum agierend, sondern ebenso emotionslos wie nachhaltig ihren Mann in das Verderben treibt.
Der Film, in Schwarz-Weiß gedreht ist von ungeheuerlicher Instensität und mahnt, dass das Schicksal eine selbsterfüllende Prophezeiung sein kann, wenn man nicht die Kraft hat, eben dem zu widerstehen.
Für mich einer der stärksten, wenn nicht gar der stärkste Film des japanischen Meisterregisseurs. HMcM
Macbeth im Land der Geister und Dämonen 5 von 5 Punkten Erst ein Genie wie Kurosawa musste kommen, um 300 Jahre nach Shakespeare die gespenstische Seite des Macbeth-Stoffes zu entdecken; denn nichts anderes als ein früher japanischer Horrorfilm ist seine Adaption.
Der Regisseur ist großzügig bei der Umsetzung des Stoffes: Statt des mittelalterlichen Schottlands versetzt er die Geschichte in das japanische Kaiserreich des 16. Jahrhunderts; Macbeth und Banquo sind beide Samurai und König Duncan ist ein hoher kaiserlicher Statthalter. Die wichtigste Änderung betrifft allerdings die Träger der Vorraussagung: Statt der drei Hexen tritt ein böser Geist der japanischen Mythologie auf; eine weissgeschminkte alte Frau, die am Spinnrad die unheilvollen Prophezeiungen in Versen vorträgt; es ist diese archaische, unbekannte Sprache mit für den Westeuropäer so fremder Mimik und Gestik, die eine verstörende und unheimliche Stimmung erzeugt. Und der Filmkenner kann sich denken, auch die autistisch-emotionslose Lady Macbeth steht Pate für Figuren, die wir fünfzig Jahre später in "Ring" oder "Ju-On" zu sehen bekamen.
Man darf sich von dieser Adaption keine Textreue erwarten (dafür gibt es Polanskis Film); er versetzt Shakespeares Drama in einen fundamental anderen Kulturkreis; nimmt den Plot als Blaupause und reichert ihn mit Figuren der eigenen Sagenwelt an - und darin liegt der Reiz des Films: Obwohl man weiss, wie die Geschichte weitergeht, ist man doch immer wieder überrascht von den fremden und doch gleichzeitig faszinierenden Mitteln und der japanischen Ästhetik. "Das Schloss im Spinnenwald" ist ein schaurig-grimmiges Meisterstück und zeigt überdeutlich: Shakespeares Genie ist wie eine Universalsprache die auf der ganzen Welt verstanden wird.
Meisterwerk unter Vorbehalt 3 von 5 Punkten Darf man einem Klassiker der Filmgeschichte in einer schnöden Rezension tatsächlich 3 Sterne antun? Ich gebe zu, ich habe mir diese Frage gestellt, denn Akira Kurosawas Film ist - unter Ignorierung gewisser Aspekte - ein düsteres Machwerk über den Macbeth-Stoff. Wer Interesse an der Kultur der Samurai hat, dürfte ein wahre Freude mit diesem Film haben - und Filmwissenschaftler, ob seiner technischen Eleganz, ohnehin!
Mein Background ist ein anderer. Ich wollte wissen, wie sich die mediale Verschiebung des vielleichten besten Shakespeare-Dramas ins Filmische gibt und welche Geheimnisse sie dem Text entlockt. Wenn auch der Titel ein anderer ist, so darf, nein, muss sich diese filmische Adaption dennoch einem Vergleich zur Bühnenfassung hingeben.
Dazu nun einige Punkte. Erstens einmal die Texttreue, die de facto gleich Null ist. Erwarten Sie nicht Shakespeare, denn Shakespeares Dramen leben - nicht nur, aber zu einem Großteil - von der so genannten Wortkulisse; der Fähigkeit mittels einer gewaltigen Suggestionskraft der Sprache, Geschehnisse zu schildern. Ein Film, der sich dem verweigert, gibt leider schon a priori einiges auf, was zu einer Erhellung des Stoffes beiführen könnte.
Wie dem auch sei, Texttreue ist nicht alles, man kann sie verschmerzen, wenn vielleicht der Film mehr über die Psychologie verrät. Worum geht es in Macbeth? Um Ehrgeiz und Machtstreben? Um das Verderben, was dem blüht, der sich - wider besseres Wissen - vom rechten Weg abbringen lässt? Um eine negative Selbstverwirklichung, an deren Ende der Tod steht? Gewiss, darum geht es. Und was macht Kurosawa, er nimmt sich diese psychologische Deutung heraus und verpackt sie als Moral in seine Samurai-Geschichte, stellt sie gar noch einmal überdeutlich ans Ende des Films.
Das ist ein wenig dürftig und fördert nichts Neues zutage. Hier ist der Polanski-Film um Längen besser, deutet er doch in Nebenfiguren einen größeren Kreislauf der Geschehnisse an.
Was zu loben bleibt, ist Kurosawas düstere Atmosphäre, was bei heutigem Stand der Technik in Anbetracht dieses Schwarzweißfilms voll und ganz überzeugt. Ob man mit technischer Perfektion alleine dem Macbeth-Stoff auch nur annäherend gerecht wird, darf allerdings gefragt werden.
Shakespeare im alten Japan 5 von 5 Punkten Nicht erst mit "Ran" verfilmte der grosse Kurosawa einen Stoff von Shakespeare. Bereits 3 Jahrzehnte vorher nahm er sich dem "Macbeth" Stoff an. Wieder verlagert er die Geschichte in das alte Japan und lässt eine magische, brutale und faszinierende zeit auferstehen. Man darf diesen düsteren s/w-Film annähernd mit der Klasse der Polanski Adaption vergleichen. Toshiro Mifune spielt den japanischen Krieger, der durch eine Weissagung einer unheimlichen alten Frau im Spinnwebwald zum neuen Herrn seines siegreichen Hauses ausgerufen wird - nur doof, dass der Herrscher noch lebt. Ich habe den Stoff auch schon deshalb immer interessant gefunden, weil er beleuchtet, zu was für fatalen Reaktionen ein Mensch zustande ist, wenn er ein Zukunftsorakel von "oben" erhält. Das Schicksal selbst.. oder die Handlungsweisen wie er ein kommendes Schicksal herbeiführen kann, ohne es vorher zu wollen - oder doch will, nur noch keine Bilder in Richtung Verwirklichung hatte. Sogar zum Mörder zu werden, weil Ruhm und Macht vorhergesagt wurden. Der Mensch machtlos und doch aktiv daran beteiligt, wenn die Zukunft mit einer Phantasie aus der Gegenwart geschaffen wird. Noch dazu das Ausblenden eines zweiten Orakels, das der Freund, der mit ihm durch den Wald ritt, erhalten hatte.
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Das Schloss im Spinnwebwald Isuzu Yamada, Toshirô Mifune, Takashi Shimura DVD, 12. September 2005 Verkaufsrang: 54927 Akira Kurosawa - dieser Name bürgt in der internationalen Filmwelt für absolute Qualität. Der 1910 in Tokio geborene japanische Meisterregisseur schuf zwischen 1943 und 1993 unzählige Filme, ein wahrlich großes und vielseitiges Oeuvre: Die berühmtesten unter ihnen, wie Die sieben Samurai, Rashomon oder Ran sind heutzutage Meilensteine der Kinogeschichte. In den 1950er und 60er Jahren gehörte Kurosawa neben Regisseuren wie Federico Fellini, Ingmar Bergman, Luchino Visconti oder Luis Buñuel zu den prägendsten Figuren der Filmkunst.
Diverse Filmpreise und Oscar-Nominierungen waren der Lohn für den 1998 verstorbenen Ausnahme-Regisseur. Doch die höchste Auszeichnung, den Oscar, durfte Akira Kurosawa nie entgegennehmen. Warum, wissen wohl nur die Jury-Mitglieder, denn auf dem Höhepunkt seines Schaffens legte Kurosawa eine ungewöhnliche visuelle und intellektuelle Lebendigkeit an den Tag, die völlig konkurrenzlos war. Getreu seinem Lebensmotto "Wenn man allem mit offenen Blick begegnet, gibt es nichts, wovor man Angst haben müsste" ging der Filmemacher keinem Problem oder Widerspruch aus dem Weg. Ob seine Filme in mittelalterlichen Wäldern oder in modernen Großstadtschluchten spielen, immer zeigen sie gewaltige, fast übermenschliche Konflikte. Dazu seine legendäre Bildsprache: Mittels seiner dynamischen Schnittechnik oder seinem Faible für die Schaffung düsterer und bedrohlicher Stimmungen durch bestimmte Wetterphänomene wie Regen oder Sturm, unterstrich "Nippons Regiestolz" eindrucksvoll seine Szenerien. Zudem ist die Erfolgsgeschichte Akira Kurosawas eng verbunden mit der bekannten Toho-Filmgesellschaft, für die er im Alter von 26 Jahren zu arbeiten begann. Hier traf er auch erstmals seine Lieblingsdarsteller Toshiro Mifune, Takashi Shimura und Seiji Miyaguchi, die in zahlreichen seiner Filme bedeutende Rollen verkörpern sollten. Seinen "Stamm-Hauptdarstellern" Toshiro Mifune und Takashi Shimura bleibt Regie-Legende Kurosawa auch in Das Schloss im Spinnwebwald von 1957 treu. In diesem Film wagt sich der Japaner an ganz großen Stoff: Die Vorlage ist keine geringere als das Meisterwerk "Macbeth" des englischen Dichterhelden William Shakespeare. Doch davon bleibt bei Akira Kurosawa nicht mehr viel übrig. Im Stile des traditionellen japanischen Nō-Theaters inszeniert er einen Historienfilm, deren Handlung er in das feudale Japan, in die Zeit von Unruhe und Gewaltherrschaft, verlegt.
Die Grundstory bleibt aber erhalten: Die beiden Samurai Taketori Washizu (Toshiro Mifune) und Yoshiteru Miki (Akira Kubo) kehren nach einem erfolgreichen Feldzug zum Spinnwebschloss ihres Fürsten Kuniharu Tsuzuki (Takamura Sasaki) zurück. Dabei verirren sie sich im nebligen und düsteren Spinnwebwald, der wie ein Irrgarten wirkt. Nach mehreren Stunden hören sie plötzlich ein Furcht erregendes Lachen. Dieses gehört dem weißhaarigen Geist (Chieko Naniwa), der seelenruhig in seiner Hütte sitzt und an zwei Spinnrädern spinnt. Wie bei Shakespeare die Hexen, hat hier der Geist natürlich auch eine Prophezeiung für die beiden Krieger parat: Beide würden nach ihrer Rückkehr zu Führern bestimmter Festungen ernannt. Washizu werde danach sogar selbst zum Fürsten, während Mikis Sohn Yoshiaki (Minoru Chiaki) später ebenfalls zum Fürsten werde. Das birgt natürlich das gleiche Konfliktpotential wie bei Macbeth: Als der erste Teil der Prophezeiung eintritt und beide des Fürsten Belohnung erhalten haben, stelllt sich die Frage: Wie wird man nun selbst zum Nachfolger des Fürsten? Die vorgebliche Lösung präsentiert Washizus Frau, Asaji (Isuzu Yamada): Bevor der Fürst eines Tages von seinem Freund Miki erfährt, dass er der Nachfolger werden soll und ihn dafür töten lassen würde, müsse er selbst den Fürsten umbringen und die Macht übernehmen. Wie Lady Macbeth bringt Asajis "Idee" Betrug, Verderben und Unheil über das Fürstentum. Was nun folgt ist eine Ausgeburt des krankhaften Ehrgeizes von Washizus Frau: So tötet Washizu den Fürsten und lässt dessen Sohn (Hiroshi Tachikawa) und dem Fürsten treuen Heerführer Noriyasu (Takashi Shimura) verfolgen. Zudem tötet einer seiner Vasallen seinen langjährigen Freund und Kampfgefährten Miki. Nun ist er der unumschränkte Herrscher auf dem "Throne of blood", wie der Film auf Englisch heißt. Doch der Preis für die absolute Macht ist hoch: Seine Gräueltaten lassen ihm keine Ruhe mehr...und es kommt wie es kommen muss: Mikis Sohn verbündet sich mit dem Sohn des alten Fürsten und zieht gegen das Spinnwebschloss. Das tragische Ende a la Shakespeare droht nun auch Washizu, und dessen Frau verfällt zur Strafe nach einer Fehlgeburt dem Wahnsinn... Das Schloss im Spinnwebwald- ein weiteres Meisterwerk des großartigen Akira Kurosawa. Mit seiner sensationellen Kameraarbeit und Schnitttechnik ein wahres Lehrstück in Sachen Filmkunst. Virtuos gelingt es dem "Regie-Wunder" das Shakespearesche Opus Macbeth auf die Leinwand zu bannen - eine perfekte Mischung aus Theater und Film. Ein wirklich kraftvolles Epos, das den Zuschauer mit Action, Dramatik und Atmosphäre in seinen Bann zieht. Absolut sehenswert!
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Throne Of Blood [UK IMPORT] Toshiro Mifune, Isuzu Yamada, Minoru Chiaki Videokassette, 9. November 1998 Verkaufsrang: 20554
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Genialer Film aber mangelhafte DVD 4 von 5 Punkten Seit ich "Das Schloß im Spinnwebwald" das erste mal auf arte gesehen habe, bin ich ein riesen Fan dieses Filmes. Kurosawa war wahrlich ein Meister seines Fachs. Geniale Bilder, großartige Adaption eines Shakespeare-Stoffs und tolle Darsteller. Wirklich zu empfehlen und das nicht nur für Fans der japanischen Kultur und der Samurai.
Leider vermisse ich auf der DVD die Untertitel der Szene, in der die Hexe in der Waldhütte Washizu und Maki die Zukunft prophezeit. In der Fernsehversion von arte gab es diese Untertitel. Schade drum, denn in der Szene werden durchaus interessante philosophische Ansichten verkündet.
Shakespeare auf japanisch 5 von 5 Punkten Es geht um Moral, Loyalität und Ehrgeiz. Oder im zen-buddhistischen Sinn um GIER, HASS und VERBLENDUNG.
Mit diesem Werk hat Kurosawa es einmal umgekehrt gemacht und einen ausländischen Stoff, hier den europäischen Klassiker MACBETH adaptiert, wie später auch RAN.
Natürlich liegt es nahe, diese blutige Parabel um die oben angeführten Basisursachen allen Übels in das mittelalterliche Japan zu verlegen.
Der in den Diensten der Kumonsosu, die selbst durch eine Bluttat an die Macht kamen, stehende Feldherr Taketoki (natürlich genial besetzt mit Toshiro Mifune) kehrt von einem Feldzug zurück, den er wider Erwarten aufgrund der gegnerischen Überlegenheit siegreich gestalten konnte. Zusammen mit seinem Freund verirrt er sich im Spinnwebwald und trifft auf einen Geist, der im weissagt, dass er eines Tages Herr des Schlosses und als König herrschen werde, jedoch der Sohn seines Freundes ihm in dieser Position nachfolge. Zuvor aber würden sie beide durch besondere Lehensgüter geehrt.
Die beiden Krieger glauben diese Weissagung wegen der Unmöglichkeit des Ganzen nicht. Als sie aber aufgrund ihrer Leistungen beide mit Lehen bedacht werden, zeigt sich die Möglichkeit auf, dass auch die anderen Weissagungen wahr werden könnten.
Die Weissagung lässt Taketoki nicht mehr los, insbesondere nachdem seine Frau ihn anstachelt, die Erfüllung zu beschleunigen.
Dadurch wird der ursprünglich redliche Krieger Opfer seines Ehrgeizes und Machthungers, in dem er sich letztendlich verfängt, mit der Folge, dass er die Macht an sich reißt und wieder alles verliert. Mit diesem Hinweis wird nichts verraten, denn wer die Handlung von Macbeth nicht kennt ist selbst dran schuld.
Was den Film so einzigartig macht, ist die phantastisch gut gelungene Darstellung eines an und für sich ehrenhaften und geradlinigen Menschen zu einem verschlagenen und skrupellosen Despoten. Dazu trägt nicht nur die unzweifelhaft starke Regieleistung Kurosawas, sondern auch das ausdrucksvolle Spiel Mifunes bei, ebenso wie das der japanischen Lady Macbeth, die kaum agierend, sondern ebenso emotionslos wie nachhaltig ihren Mann in das Verderben treibt.
Der Film, in Schwarz-Weiß gedreht ist von ungeheuerlicher Instensität und mahnt, dass das Schicksal eine selbsterfüllende Prophezeiung sein kann, wenn man nicht die Kraft hat, eben dem zu widerstehen.
Für mich einer der stärksten, wenn nicht gar der stärkste Film des japanischen Meisterregisseurs. HMcM
Macbeth im Land der Geister und Dämonen 5 von 5 Punkten Erst ein Genie wie Kurosawa musste kommen, um 300 Jahre nach Shakespeare die gespenstische Seite des Macbeth-Stoffes zu entdecken; denn nichts anderes als ein früher japanischer Horrorfilm ist seine Adaption.
Der Regisseur ist großzügig bei der Umsetzung des Stoffes: Statt des mittelalterlichen Schottlands versetzt er die Geschichte in das japanische Kaiserreich des 16. Jahrhunderts; Macbeth und Banquo sind beide Samurai und König Duncan ist ein hoher kaiserlicher Statthalter. Die wichtigste Änderung betrifft allerdings die Träger der Vorraussagung: Statt der drei Hexen tritt ein böser Geist der japanischen Mythologie auf; eine weissgeschminkte alte Frau, die am Spinnrad die unheilvollen Prophezeiungen in Versen vorträgt; es ist diese archaische, unbekannte Sprache mit für den Westeuropäer so fremder Mimik und Gestik, die eine verstörende und unheimliche Stimmung erzeugt. Und der Filmkenner kann sich denken, auch die autistisch-emotionslose Lady Macbeth steht Pate für Figuren, die wir fünfzig Jahre später in "Ring" oder "Ju-On" zu sehen bekamen.
Man darf sich von dieser Adaption keine Textreue erwarten (dafür gibt es Polanskis Film); er versetzt Shakespeares Drama in einen fundamental anderen Kulturkreis; nimmt den Plot als Blaupause und reichert ihn mit Figuren der eigenen Sagenwelt an - und darin liegt der Reiz des Films: Obwohl man weiss, wie die Geschichte weitergeht, ist man doch immer wieder überrascht von den fremden und doch gleichzeitig faszinierenden Mitteln und der japanischen Ästhetik. "Das Schloss im Spinnenwald" ist ein schaurig-grimmiges Meisterstück und zeigt überdeutlich: Shakespeares Genie ist wie eine Universalsprache die auf der ganzen Welt verstanden wird.
Meisterwerk unter Vorbehalt 3 von 5 Punkten Darf man einem Klassiker der Filmgeschichte in einer schnöden Rezension tatsächlich 3 Sterne antun? Ich gebe zu, ich habe mir diese Frage gestellt, denn Akira Kurosawas Film ist - unter Ignorierung gewisser Aspekte - ein düsteres Machwerk über den Macbeth-Stoff. Wer Interesse an der Kultur der Samurai hat, dürfte ein wahre Freude mit diesem Film haben - und Filmwissenschaftler, ob seiner technischen Eleganz, ohnehin!
Mein Background ist ein anderer. Ich wollte wissen, wie sich die mediale Verschiebung des vielleichten besten Shakespeare-Dramas ins Filmische gibt und welche Geheimnisse sie dem Text entlockt. Wenn auch der Titel ein anderer ist, so darf, nein, muss sich diese filmische Adaption dennoch einem Vergleich zur Bühnenfassung hingeben.
Dazu nun einige Punkte. Erstens einmal die Texttreue, die de facto gleich Null ist. Erwarten Sie nicht Shakespeare, denn Shakespeares Dramen leben - nicht nur, aber zu einem Großteil - von der so genannten Wortkulisse; der Fähigkeit mittels einer gewaltigen Suggestionskraft der Sprache, Geschehnisse zu schildern. Ein Film, der sich dem verweigert, gibt leider schon a priori einiges auf, was zu einer Erhellung des Stoffes beiführen könnte.
Wie dem auch sei, Texttreue ist nicht alles, man kann sie verschmerzen, wenn vielleicht der Film mehr über die Psychologie verrät. Worum geht es in Macbeth? Um Ehrgeiz und Machtstreben? Um das Verderben, was dem blüht, der sich - wider besseres Wissen - vom rechten Weg abbringen lässt? Um eine negative Selbstverwirklichung, an deren Ende der Tod steht? Gewiss, darum geht es. Und was macht Kurosawa, er nimmt sich diese psychologische Deutung heraus und verpackt sie als Moral in seine Samurai-Geschichte, stellt sie gar noch einmal überdeutlich ans Ende des Films.
Das ist ein wenig dürftig und fördert nichts Neues zutage. Hier ist der Polanski-Film um Längen besser, deutet er doch in Nebenfiguren einen größeren Kreislauf der Geschehnisse an.
Was zu loben bleibt, ist Kurosawas düstere Atmosphäre, was bei heutigem Stand der Technik in Anbetracht dieses Schwarzweißfilms voll und ganz überzeugt. Ob man mit technischer Perfektion alleine dem Macbeth-Stoff auch nur annäherend gerecht wird, darf allerdings gefragt werden.
Shakespeare im alten Japan 5 von 5 Punkten Nicht erst mit "Ran" verfilmte der grosse Kurosawa einen Stoff von Shakespeare. Bereits 3 Jahrzehnte vorher nahm er sich dem "Macbeth" Stoff an. Wieder verlagert er die Geschichte in das alte Japan und lässt eine magische, brutale und faszinierende zeit auferstehen. Man darf diesen düsteren s/w-Film annähernd mit der Klasse der Polanski Adaption vergleichen. Toshiro Mifune spielt den japanischen Krieger, der durch eine Weissagung einer unheimlichen alten Frau im Spinnwebwald zum neuen Herrn seines siegreichen Hauses ausgerufen wird - nur doof, dass der Herrscher noch lebt. Ich habe den Stoff auch schon deshalb immer interessant gefunden, weil er beleuchtet, zu was für fatalen Reaktionen ein Mensch zustande ist, wenn er ein Zukunftsorakel von "oben" erhält. Das Schicksal selbst.. oder die Handlungsweisen wie er ein kommendes Schicksal herbeiführen kann, ohne es vorher zu wollen - oder doch will, nur noch keine Bilder in Richtung Verwirklichung hatte. Sogar zum Mörder zu werden, weil Ruhm und Macht vorhergesagt wurden. Der Mensch machtlos und doch aktiv daran beteiligt, wenn die Zukunft mit einer Phantasie aus der Gegenwart geschaffen wird. Noch dazu das Ausblenden eines zweiten Orakels, das der Freund, der mit ihm durch den Wald ritt, erhalten hatte.
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Genialer Film aber mangelhafte DVD 4 von 5 Punkten Seit ich "Das Schloß im Spinnwebwald" das erste mal auf arte gesehen habe, bin ich ein riesen Fan dieses Filmes. Kurosawa war wahrlich ein Meister seines Fachs. Geniale Bilder, großartige Adaption eines Shakespeare-Stoffs und tolle Darsteller. Wirklich zu empfehlen und das nicht nur für Fans der japanischen Kultur und der Samurai.
Leider vermisse ich auf der DVD die Untertitel der Szene, in der die Hexe in der Waldhütte Washizu und Maki die Zukunft prophezeit. In der Fernsehversion von arte gab es diese Untertitel. Schade drum, denn in der Szene werden durchaus interessante philosophische Ansichten verkündet.
Shakespeare auf japanisch 5 von 5 Punkten Es geht um Moral, Loyalität und Ehrgeiz. Oder im zen-buddhistischen Sinn um GIER, HASS und VERBLENDUNG.
Mit diesem Werk hat Kurosawa es einmal umgekehrt gemacht und einen ausländischen Stoff, hier den europäischen Klassiker MACBETH adaptiert, wie später auch RAN.
Natürlich liegt es nahe, diese blutige Parabel um die oben angeführten Basisursachen allen Übels in das mittelalterliche Japan zu verlegen.
Der in den Diensten der Kumonsosu, die selbst durch eine Bluttat an die Macht kamen, stehende Feldherr Taketoki (natürlich genial besetzt mit Toshiro Mifune) kehrt von einem Feldzug zurück, den er wider Erwarten aufgrund der gegnerischen Überlegenheit siegreich gestalten konnte. Zusammen mit seinem Freund verirrt er sich im Spinnwebwald und trifft auf einen Geist, der im weissagt, dass er eines Tages Herr des Schlosses und als König herrschen werde, jedoch der Sohn seines Freundes ihm in dieser Position nachfolge. Zuvor aber würden sie beide durch besondere Lehensgüter geehrt.
Die beiden Krieger glauben diese Weissagung wegen der Unmöglichkeit des Ganzen nicht. Als sie aber aufgrund ihrer Leistungen beide mit Lehen bedacht werden, zeigt sich die Möglichkeit auf, dass auch die anderen Weissagungen wahr werden könnten.
Die Weissagung lässt Taketoki nicht mehr los, insbesondere nachdem seine Frau ihn anstachelt, die Erfüllung zu beschleunigen.
Dadurch wird der ursprünglich redliche Krieger Opfer seines Ehrgeizes und Machthungers, in dem er sich letztendlich verfängt, mit der Folge, dass er die Macht an sich reißt und wieder alles verliert. Mit diesem Hinweis wird nichts verraten, denn wer die Handlung von Macbeth nicht kennt ist selbst dran schuld.
Was den Film so einzigartig macht, ist die phantastisch gut gelungene Darstellung eines an und für sich ehrenhaften und geradlinigen Menschen zu einem verschlagenen und skrupellosen Despoten. Dazu trägt nicht nur die unzweifelhaft starke Regieleistung Kurosawas, sondern auch das ausdrucksvolle Spiel Mifunes bei, ebenso wie das der japanischen Lady Macbeth, die kaum agierend, sondern ebenso emotionslos wie nachhaltig ihren Mann in das Verderben treibt.
Der Film, in Schwarz-Weiß gedreht ist von ungeheuerlicher Instensität und mahnt, dass das Schicksal eine selbsterfüllende Prophezeiung sein kann, wenn man nicht die Kraft hat, eben dem zu widerstehen.
Für mich einer der stärksten, wenn nicht gar der stärkste Film des japanischen Meisterregisseurs. HMcM
Macbeth im Land der Geister und Dämonen 5 von 5 Punkten Erst ein Genie wie Kurosawa musste kommen, um 300 Jahre nach Shakespeare die gespenstische Seite des Macbeth-Stoffes zu entdecken; denn nichts anderes als ein früher japanischer Horrorfilm ist seine Adaption.
Der Regisseur ist großzügig bei der Umsetzung des Stoffes: Statt des mittelalterlichen Schottlands versetzt er die Geschichte in das japanische Kaiserreich des 16. Jahrhunderts; Macbeth und Banquo sind beide Samurai und König Duncan ist ein hoher kaiserlicher Statthalter. Die wichtigste Änderung betrifft allerdings die Träger der Vorraussagung: Statt der drei Hexen tritt ein böser Geist der japanischen Mythologie auf; eine weissgeschminkte alte Frau, die am Spinnrad die unheilvollen Prophezeiungen in Versen vorträgt; es ist diese archaische, unbekannte Sprache mit für den Westeuropäer so fremder Mimik und Gestik, die eine verstörende und unheimliche Stimmung erzeugt. Und der Filmkenner kann sich denken, auch die autistisch-emotionslose Lady Macbeth steht Pate für Figuren, die wir fünfzig Jahre später in "Ring" oder "Ju-On" zu sehen bekamen.
Man darf sich von dieser Adaption keine Textreue erwarten (dafür gibt es Polanskis Film); er versetzt Shakespeares Drama in einen fundamental anderen Kulturkreis; nimmt den Plot als Blaupause und reichert ihn mit Figuren der eigenen Sagenwelt an - und darin liegt der Reiz des Films: Obwohl man weiss, wie die Geschichte weitergeht, ist man doch immer wieder überrascht von den fremden und doch gleichzeitig faszinierenden Mitteln und der japanischen Ästhetik. "Das Schloss im Spinnenwald" ist ein schaurig-grimmiges Meisterstück und zeigt überdeutlich: Shakespeares Genie ist wie eine Universalsprache die auf der ganzen Welt verstanden wird.
Meisterwerk unter Vorbehalt 3 von 5 Punkten Darf man einem Klassiker der Filmgeschichte in einer schnöden Rezension tatsächlich 3 Sterne antun? Ich gebe zu, ich habe mir diese Frage gestellt, denn Akira Kurosawas Film ist - unter Ignorierung gewisser Aspekte - ein düsteres Machwerk über den Macbeth-Stoff. Wer Interesse an der Kultur der Samurai hat, dürfte ein wahre Freude mit diesem Film haben - und Filmwissenschaftler, ob seiner technischen Eleganz, ohnehin!
Mein Background ist ein anderer. Ich wollte wissen, wie sich die mediale Verschiebung des vielleichten besten Shakespeare-Dramas ins Filmische gibt und welche Geheimnisse sie dem Text entlockt. Wenn auch der Titel ein anderer ist, so darf, nein, muss sich diese filmische Adaption dennoch einem Vergleich zur Bühnenfassung hingeben.
Dazu nun einige Punkte. Erstens einmal die Texttreue, die de facto gleich Null ist. Erwarten Sie nicht Shakespeare, denn Shakespeares Dramen leben - nicht nur, aber zu einem Großteil - von der so genannten Wortkulisse; der Fähigkeit mittels einer gewaltigen Suggestionskraft der Sprache, Geschehnisse zu schildern. Ein Film, der sich dem verweigert, gibt leider schon a priori einiges auf, was zu einer Erhellung des Stoffes beiführen könnte.
Wie dem auch sei, Texttreue ist nicht alles, man kann sie verschmerzen, wenn vielleicht der Film mehr über die Psychologie verrät. Worum geht es in Macbeth? Um Ehrgeiz und Machtstreben? Um das Verderben, was dem blüht, der sich - wider besseres Wissen - vom rechten Weg abbringen lässt? Um eine negative Selbstverwirklichung, an deren Ende der Tod steht? Gewiss, darum geht es. Und was macht Kurosawa, er nimmt sich diese psychologische Deutung heraus und verpackt sie als Moral in seine Samurai-Geschichte, stellt sie gar noch einmal überdeutlich ans Ende des Films.
Das ist ein wenig dürftig und fördert nichts Neues zutage. Hier ist der Polanski-Film um Längen besser, deutet er doch in Nebenfiguren einen größeren Kreislauf der Geschehnisse an.
Was zu loben bleibt, ist Kurosawas düstere Atmosphäre, was bei heutigem Stand der Technik in Anbetracht dieses Schwarzweißfilms voll und ganz überzeugt. Ob man mit technischer Perfektion alleine dem Macbeth-Stoff auch nur annäherend gerecht wird, darf allerdings gefragt werden.
Shakespeare im alten Japan 5 von 5 Punkten Nicht erst mit "Ran" verfilmte der grosse Kurosawa einen Stoff von Shakespeare. Bereits 3 Jahrzehnte vorher nahm er sich dem "Macbeth" Stoff an. Wieder verlagert er die Geschichte in das alte Japan und lässt eine magische, brutale und faszinierende zeit auferstehen. Man darf diesen düsteren s/w-Film annähernd mit der Klasse der Polanski Adaption vergleichen. Toshiro Mifune spielt den japanischen Krieger, der durch eine Weissagung einer unheimlichen alten Frau im Spinnwebwald zum neuen Herrn seines siegreichen Hauses ausgerufen wird - nur doof, dass der Herrscher noch lebt. Ich habe den Stoff auch schon deshalb immer interessant gefunden, weil er beleuchtet, zu was für fatalen Reaktionen ein Mensch zustande ist, wenn er ein Zukunftsorakel von "oben" erhält. Das Schicksal selbst.. oder die Handlungsweisen wie er ein kommendes Schicksal herbeiführen kann, ohne es vorher zu wollen - oder doch will, nur noch keine Bilder in Richtung Verwirklichung hatte. Sogar zum Mörder zu werden, weil Ruhm und Macht vorhergesagt wurden. Der Mensch machtlos und doch aktiv daran beteiligt, wenn die Zukunft mit einer Phantasie aus der Gegenwart geschaffen wird. Noch dazu das Ausblenden eines zweiten Orakels, das der Freund, der mit ihm durch den Wald ritt, erhalten hatte.
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