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Das 13. Kapitel

1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:

2. Heilige mir alle Erstgeburt, die allerlei Mutter bricht, bei den Kindern Israel, beide unter den Menschen und dem Vieh; denn sie sind mein.

3. Da sprach Mose zum Volk: Gedenkt an diesen Tag, an dem ihr aus Ägypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, dass der Herr euch mit mächtiger Hand von hinnen hat ausgeführt; darum sollst du nicht Sauerteig essen.

4. Heute seid ihr ausgegangen, in dem Mond Abib.

5. Wenn dich nun der Herr bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter, das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben, ein Land, da Milch und Honig innen fließt, so sollst du diesen Dienst halten in diesem Mond.

6. Sieben Tage sollst du ungesäuert Brot essen, und am siebten Tage ist des Herrn Fest.

7. Darum sollst du sieben Tage ungesäuert Brot essen, dass bei dir kein Sauerteig noch gesäuert Brot gesehen werde an allen deinen Orten.

8. Und sollt euren Söhnen sagen an dem selbigen Tage: Solches halten wir um deswillen, das uns der Herr getan hat, da wir aus Ägypten zogen.

9. Darum soll dir's sein ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen, auf dass des Herrn Gesetz sei in deinem Munde, dass der Herr dich mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt hat.

10. Darum halte diese Weise zu seiner Zeit jährlich.

11. Wenn dich nun der Herr ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat, und dir's gegeben,

12. so sollst du aussondern dem Herrn alles, was die Mutter bricht, und die Erstgeburt unter dem Vieh, das ein Männlein ist.

13. Die Erstgeburt vom Esel sollst du lösen mit einem Schaf; wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Kindern sollst du lösen.

14. Und wenn dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? sollst du ihm sagen: Der Herr hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten, von dem Diensthause, geführt.

15. Denn da Pharao hart war, uns loszulassen, erschlug der Herr alle Erstgeburt in Ägyptenland, von der Menschen Erstgeburt an bis an die Erstgeburt des Viehes. Darum opfere ich dem Herrn alles, was die Mutter bricht, das ein Männlein ist, und die Erstgeburt meiner Kinder löse ich.

16. Und das soll dir ein Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor deinen Augen, dass uns der Herr hat mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt.

17. Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, führte sie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, die am nächsten war; denn Gott gedachte, es möchte das Volk gereuen, wenn sie den Streit sahen, und wieder nach Ägypten umkehren.

18. Darum führte er das Volk um auf die Straße durch die Wüste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägyptenland.

19. Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; so führt meine Gebeine mit euch von hinnen.

20. Also zogen sie aus von Suchoth und lagerten sich in Etham, vorn an der Wüste.

21. Und der Herr zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, dass er sie den rechten Weg führte, und des Nachts in einer Feuersäule, dass er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht.

22. Die Wolkensäule wich nimmer von dem Volk des Tages, noch die Feuersäule des Nachts.

Das 14. Kapitel

1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:

2. Rede mit den Kindern Israel und sprich, dass sie sich herumlenken und sich lagern gegen dem Tal Hiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal-Zephon, und daselbst gegenüber sich lagern ans Meer.

3. Denn Pharao wird sagen von den Kindern Israel: Sie sind verirrt im Lande, die Wüste hat sie beschlossen.

4. Und ich will sein Herz verstocken, dass er ihnen nachjage, und will an Pharao und an aller seiner Macht Ehre einlegen, und die Ägypter sollen inne werden, dass ich der Herr bin. Und sie taten also.

5. Und da es dem Könige in Ägypten wurde angesagt, dass das Volk war geflohen, wurde sein Herz verwandelt und seiner Knechte gegen das Volk, und sprachen: Warum haben wir das getan, dass wir Israel haben gelassen, dass sie uns nicht dienten?

6. Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit ihm

7. und nahm sechshundert auserlesene Wagen, und was sonst von Wagen in Ägypten war, und die Hauptleute über all sein Heer.

8. Denn der Herr verstockte das Herz Pharaos, des Königs in Ägypten, dass er den Kindern Israel nachjagete. Aber die Kinder Israel waren durch eine hohe Hand ausgegangen.

9. Und die Ägypter jagten ihnen nach und ereilten sie (da sie sich gelagert hatten am Meer) mit Rossen und Wagen und Reitern und allem Heer des Pharao im Tal Hiroth, gegen Baal-Zephon.

10. Und da Pharao nahe zu ihnen kam, huben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her; und sie fürchteten sich sehr und schrieen zu dem Herrn.

11. Und sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, dass du uns mußtest wegführen, dass wir in der Wüste sterben? Warum hast du das getan, dass du uns aus Ägypten geführt hast?

12. Ist's nicht das, das wir dir sagten in Ägypten: Höre auf und laß uns den Ägyptern dienen? Denn es wäre uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, denn in der Wüste sterben.

13. Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu was für ein Heil der Herr heute an euch tun wird. Denn diese Ägypter, die ihr heute seht, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich.

14. Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.

15. Der Herr sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Kindern Israel, dass sie ziehen!

16. Du aber heb deinen Stab auf und recke deine Hand über das Meer und teile es voneinander, dass die Kinder Israel hineingehen, mitten hindurch auf dem Trockenen.

17. Siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, dass sie euch nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner Macht, an seinen Wagen und Reitern.

18. Und die Ägypter sollen's inne werden, dass ich der Herr bin, wenn ich Ehre eingelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern.

19. Da erhub sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensäule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie

20. und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, dass sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten.

21. Da nun Mose seine Hand reckte über das Meer, ließ es der Herr hinwegfahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken; und die Wasser teilten sich voneinander.

22. Und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem Trockenen; und das Wasser war ihnen für Mauern zur Rechten und zur Linken.

23. Und die Ägypter folgten und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse Pharaos und Wagen und Reiter, mitten ins Meer.

24. Als nun die Morgenwache kam, schaute der Herr auf der Ägypter Heer aus der Feuersäule und Wolke und machte ein Schrecken in ihrem Heer;

25. und stieß die Räder von ihren Wagen, stürzte sie mit Ungestüm. Da sprachen die Ägypter: Lasst uns fliehen von Israel! Der Herr streitet für sie wider die Ägypter.

26. Aber der Herr sprach zu Mose: Recke deine Hand aus über das Meer, dass das Wasser wieder herfalle über die Ägypter, über ihre Wagen und Reiter.

27. Da reckte Mose seine Hand aus über das Meer; und das Meer kam wieder vor Morgens in seinen Strom, und die Ägypter flohen ihm entgegen. Also stürzte sie der Herr mitten ins Meer,

28. dass das Wasser wiederkam und bedeckte Wagen und Reiter und alle Macht des Pharao, die ihnen nachgefolgt waren ins Meer, dass nicht einer aus ihnen überblieb.

29. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer; und das Wasser war ihnen für Mauern zur Rechten und zur Linken.

30. Also half der Herr Israel an dem Tage von der Ägypter Hand. Und sie sahen die Ägypter tot am Ufer des Meers,

31. und die große Hand, die der Herr an den Ägyptern erzeigt hatte. Und das Volk fürchtete den Herrn, und glaubten ihm und seinem Knechte Mose.

Das 15. Kapitel

1. Da sang Mose und die Kinder Israel dies Lied dem Herrn und sprachen: Ich will dem Herrn singen; denn er hat eine herrliche Tat getan: Roß und Wagen hat er ins Meer gestürzt.

2. Der Herr ist meine Stärke und Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben.

3. Der Herr ist der rechte Kriegsmann. Herr ist sein Name.

4. Die Wagen Pharaos und seine Macht warf er ins Meer, seine auserwählten Hauptleute versanken im Schilfmeer.

5. Die Tiefe hat sie bedeckt, sie fielen zu Grund wie die Steine.

6. Herr, deine rechte Hand tut große Wunder; Herr, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen.

7. Und mit deiner großen Herrlichkeit hast du deine Widerwärtigen gestürzt; denn da du deinen Grimm ausließest, verzehrte er sie wie Stoppeln.

8. Durch dein Blasen taten sich die Wasser auf, und die Fluten standen auf Haufen; die Tiefe wallete voneinander mitten im Meer.

9. Der Feind gedachte: Ich will ihnen nachjagen und erhaschen und den Raub austeilen und meinen Mut an ihnen kühlen; ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soll sie verderben.

10. Da ließest du deinen Wind blasen, und das Meer bedeckte sie, und sanken unter wie Blei im mächtigen Wasser.

11. Herr, wer ist dir gleich unter den Göttern? Wer ist dir gleich, der so mächtig, heilig, schrecklich, löblich und wundertätig sei?

12. Da du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde.

13. Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlöst hast, und hast sie geführt durch deine Stärke zu deiner heiligen Wohnung.

14. Da das die Völker hörten, erbebeten sie; Angst kam die Philister an;

15. da erschraken die Fürsten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; alle Einwohner Kanaans wurden feig.

16. Laß über sie fallen Erschrecken und Furcht durch deinen großen Arm, dass sie erstarren wie die Steine, bis dein Volk, Herr, hindurchkomme, bis das Volk hindurchkomme, das du erworben hast.

17. Bringe sie hinein und pflanze sie auf dem Berge deines Erbteils, den du, Herr, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, Herr, das deine Hand bereitet hat.

18. Der Herr wird König sein immer und ewig.

19. Denn Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Reitern, und der Herr ließ das Meer wieder über sie fallen. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer.

20. Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre Hand; und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken am Reigen.

21. Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem Herrn singen; denn er hat eine herrliche Tat getan, Mann und Roß hat er ins Meer gestürzt.

22. Mose ließ die Kinder Israel ziehen vom Schilfmeer hinaus zu der Wüste Sur. Und sie wanderten drei Tage in der Wüste, dass sie kein Wasser fanden.

23. Da kamen sie gen Mara; aber sie konnten des Wassers zu Mara nicht trinken, denn es war fast bitter. Daher hieß man den Ort Mara.

24. Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?

25. Er schrie zu dem Herrn; und der Herr weisete ihm einen Baum, den tat er ins Wasser; da wurde es süß. Daselbst stellete er ihnen ein Gesetz und ein Recht und versuchte sie

26. und sprach: Wirst du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheit keine auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt.

27. Und sie kamen nach Elim, da waren zwölf Wasserbrunnen und siebenzig Palmbäume; und lagerten sich daselbst ans Wasser.

Das 16. Kapitel

1. Von Elim zogen sie, und kam die ganze Gemeinde der Kinder Israel in die Wüste Sin, die da liegt zwischen Elim und Sinai, am fünfzehnten Tage des andern Monats, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren.

2. Und es murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron in der Wüste

3. und sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des Herrn Hand, da wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten die Fülle Brot zu essen! Denn ihr habt uns darum ausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasst.

4. Da sprach der Herr zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und sammeln täglich, was es des Tages bedarf, dass ich's versuche, ob es in meinem Gesetz wandele oder nicht.

5. Des sechsten Tages aber sollen sie sich schicken, dass sie zwiefältig eintragen, weder sie sonst täglich sammeln.

6. Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr inne werden, dass euch der Herr aus Ägyptenland geführt bat,

7. und des Morgens werdet ihr des Herrn Herrlichkeit sehen; denn er hat euer Murren wider den Herrn gehört. Was sind wir, dass ihr wider uns murrt?

8. Weiter sprach Mose: Der Herr wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brots die Fülle, darum dass der Herr euer Murren gehört hat, das ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den Herrn.

9. Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Kommt herbei vor den Herrn; denn er hat euer Murren gehört.

10. Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, wandten sie sich gegen die Wüste; und siehe, die Herrlichkeit des Herrn erschien in einer Wolke.

11. Und der Herr sprach zu Mose:

12. Ich habe der Kinder Israel Murren gehört. Sage ihnen: Zwischen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen Brots satt werden und inne werden, dass ich der Herr, euer Gott bin.

13. Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Heer. Und am Morgen lag der Tau um das Heer her.

14. Und als der Tau weg war, siehe, da lag es in der Wüste rund und klein, wie der Reif auf dem Lande.

15. Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Das ist Man; denn sie wußten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der Herr zu essen gegeben hat.

16. Das ist's aber, das der Herr geboten hat: Ein jeglicher sammle des, soviel er für sich essen mag, und nehme ein Gomor auf ein jeglich Haupt, nach der Zahl der Seelen in seiner Hütte.

17. Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der andere wenig.

18. Aber da man's mit dem Gomor maß, fand der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht drunter, der wenig gesammelt hatte, sondern ein jeglicher hatte gesammelt, soviel er für sich essen mochte.

19. Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon über bis morgen.

20. Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche ließen davon über bis morgen; da wuchsen Würmer drinnen, und wurde stinkend. Und Mose wurde zornig auf sie.

21. Sie sammelten aber desselben alle Morgen, soviel ein jeglicher für sich essen mochte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es.

22. Und des sechsten Tages sammelten sie des Brots zwiefältig, je zwei Gomor für einen. Und alle Obersten der Gemeinde kamen hinein und verkündigten es Mose.

23. Und er sprach zu ihnen: Das ist's, das der Herr gesagt hat: Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des Herrn; was ihr backen wollt, das backet, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das lasst bleiben, dass es behalten werde bis morgen.

24. Und sie ließen's bleiben bis morgen, wie Mose geboten hatte; da wurde es nicht stinkend, und war auch kein Wurm drinnen.

25. Da sprach Mose: Esst das heute, denn es ist heute der Sabbat des Herrn; ihr werdet es heute nicht finden auf dem Felde.

26. Sechs Tage sollt ihr sammeln, aber der siebente Tag ist der Sabbat, darinnen wird's nicht sein.

27. Aber am siebten Tage gingen etliche vom Volk hinaus zu sammeln, und fanden nichts.

28. Da sprach der Herr zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, zu halten meine Gebote und Gesetze?

29. Seht, der Herr hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage zweier Tage Brot. So bleibe nun ein jeglicher in dem Seinen, und niemand gehe heraus von seinem Ort des siebten Tages!

30. Also feierte das Volk des siebten Tages.

31. Und das Haus Israel hieß es Man. Und es war wie Koriandersamen und weiß, und hatte einen Schmack wie Semmel mit Honig.

32. Und Mose sprach: Das ist's, das der Herr geboten hat: Fülle ein Gomor davon, zu behalten auf eure Nachkommen, auf dass man sehe das Brot, damit ich euch gespeist habe in der Wüste, da ich euch aus Ägyptenland führte.

33. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Krüglein und tu ein Gomor voll Man drein; und laß es vor dem Herrn, zu behalten auf eure Nachkommen.

34. Wie der Herr Mose geboten hat, also ließ es Aaron daselbst vor dem Zeugnis, zu behalten.

35. Und die Kinder Israel aßen Man vierzig Jahre, bis dass sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan aßen sie Man.

36. Ein Gomor aber ist das zehnte Teil eines Epha.

Das 17. Kapitel

1. Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wüste Sin, ihre Tagereisen, wie ihnen der Herr befahl, und lagerten sich in Raphidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken.

2. Und sie zankten mit Mose und sprachen: Gebet uns Wasser, dass wir trinken! Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr den Herrn?

3. Da aber das Volk daselbst dürstete nach Wasser, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns lassen aus Ägypten ziehen, dass du uns, unsere Kinder und Vieh Durst sterben ließest?

4. Mose schrie zum Herrn und sprach: Wie soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht weit, sie werden mich noch steinigen.

5. Der Herr sprach zu ihm: Gehe vorhin vor dem Volk und nimm etliche Älteste von Israel mit dir; und nimm deinen Stab in deine Hand, damit du das Wasser schlugest, und gehe hin.

6. Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels in Horeb; da sollst du den Felsen schlagen, so wird Wasser heraus laufen, dass das Volk trinke. Mose tat also vor den Ältesten von Israel.

7. Da hieß man den Ort Massa und Meriba um des Zanks willen der Kinder Israel, und dass sie den Herrn versucht und gesagt hatten: Ist der Herr unter uns oder nicht?

8. Da kam Amalek und stritt wider Israel in Raphidim.

9. Und Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer, zeuch aus und streite wider Amalek; morgen will ich auf des Hügels Spitze stehen und den Stab Gottes, in meiner Hand haben.

10. Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, dass er wider Amalek stritte. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Spitze des Hügels.

11. Und dieweil Mose seine Hände emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hände niederließ, siegte Amalek.

12. Aber die Hände Moses waren schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn unter ihn, dass er sich darauf setzte. Aaron aber und Hur unter hielten ihm seine Hände, auf jeglicher Seite einer. Also blieben seine Hände steif, bis die Sonne unterging.

13. Und Josua dämpfte den Amalek und sein Volk durch des Schwerts Schärfe.

14. Und der Herr sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedächtnis in ein Buch und befiehl es in die Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man sein nicht mehr gedenke.

15. Und Mose baute einen Altar und hieß ihn: Der Herr Nissi.

16. Denn er sprach: Es ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des Herrn, dass der Herr streiten wird wider Amalek von Kind zu Kindeskind.

Das 18. Kapitel

1. Und da Jethro, der Priester in Midian, Moses Schwiegervater, hörte alles, was Gott getan hatte mit Mose und seinem Volk Israel, dass der Herr Israel hätte aus Ägypten geführt,

2. nahm er Zipora, Moses Weib, die er hatte zurückgesandt,

3. samt ihren zwei Söhnen, der eine hieß Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Gast worden in fremdem Lande;

4. und der andere Elieser; denn er sprach: Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet von dem Schwert Pharaos.

5. Da nun Jethro, Moses Schwäher, und seine Söhne und sein Weib zu ihm kamen in die Wüste, an den Berg Gottes, da er sich gelagert hatte,

6. ließ er Mose sagen: Ich, Jethro, dein Schwäher, bin zu dir kommen, und dein Weib und ihre beiden Söhne mit ihr.

7. Da ging ihm Mose entgegen hinaus und neigte sich vor ihm und küsste ihn. Und da sie sich untereinander gegrüßt hatten, gingen sie in die Hütte.

8. Da erzählte Mose seinem Schwäher alles, was der Herr Pharao und den Ägyptern getan hatte Israels halben, und alle die Mühe, die ihnen auf dem Wege begegnet war, und dass sie der Herr errettet hätte.

9. Jethro aber freute sich all des Guten, das der Herr Israel getan hatte, dass er sie errettet hatte von der Ägypter Hand.

10. Und Jethro sprach: Gelobt sei der Herr, der euch errettet hat von der Ägypter und Pharaos Hand, der weiß sein Volk von der Ägypter Hand zu erretten.

11. Nun weiß ich, dass der Herr größer ist denn alle Götter, darum dass sie Hochmut an ihnen geübt haben.

12. Und Jethro, Moses Schwäher, nahm Brandopfer und opferte Gott. Da kam Aaron und alle Ältesten in Israel, mit Moses Schwäher das Brot zu essen vor Gott.

13. Des andern Morgens setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her von Morgen an bis zu Abend.

14. Da aber sein Schwäher sah alles, was er mit dem Volk tat, sprach er: Was ist, das du tust mit dem Volk? Warum sitzt du allein, und alles Volk steht um dich her von Morgen an bis zu Abend?

15. Mose antwortete ihm: Das Volk kommt zu mir und fragen Gott um Rat.

16. Denn wo sie was zu schaffen haben, kommen sie zu mir, dass ich richte zwischen einem jeglichen und seinem Nächsten und zeige ihnen Gottes Rechte und seine Gesetze.

17. Sein Schwäher sprach zu ihm: Es ist nicht gut, das du tust.

18. Du machest dich zu müde, dazu das Volk auch, das mit dir ist. Das Geschäft ist dir zu schwer, du kannst es allein nicht ausrichten.

19. Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein. Pflege du des Volks vor Gott und bringe die Geschäfte vor Gott;

20. und stelle ihnen Rechte und Gesetze, dass du sie lehrst den Weg, darin sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen.

21. Sieh dich aber um unter allem Volk nach redlichen Leuten, die Gott fürchten, wahrhaftig und dem Geiz feind sind; die setze über sie, etliche über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn,

22. dass sie das Volk allezeit richten; wo aber eine große Sache ist, dass sie dieselbe an dich bringen, und sie alle geringen Sachen richten. So wird dir's leichter werden, und sie mit dir tragen.

23. Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was dir Gott gebeut, und all dies Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen.

24. Mose gehorchte seines Schwähers Wort und tat alles, was er sagte,

25. und redliche Leute aus dem ganzen Israel und machte sie zu Häuptern über das Volk, etliche über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn

26. dass sie das Volk allezeit richteten, was aber schwere Sachen wären, zu Mose brächten, und die kleinen Sachen sie richteten.

27. Also ließ Mose seinen Schwäher in sein Land ziehen.

Das 19. Kapitel

1. Im dritten Mond nach dem Ausgang der Kinder Israel aus Ägyptenland kamen sie dieses Tages in die Wüste Sinai.

2. Denn sie waren ausgezogen von Raphidim und wollten in die Wüste Sinai; und lagerten sich in der Wüste daselbst gegen dem Berg.

3. Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr rief ihm vom Berge und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und verkündigen den Kindern Israel:

4. Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern getan habe, und wie ich euch getragen habe auf Adlersflügeln und habe euch zu mir gebracht.

5. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.

6. Und ihr sollt mir ein priesterlich Königreich und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst.

7. Mose kam und forderte die Ältesten im Volk und legte ihnen alle diese Worte vor, die der Herr geboten hatte.

8. Und alles Volk antwortete zugleich und sprachen: Alles, was der Herr geredet hat, wollen wir tun. Und Mose sagte die Rede des Volks dem Herrn wieder.

9. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf dass dies Volk meine Worte höre, die ich mit dir rede, und glaube dir ewiglich. Und Mose verkündigte dem Herrn die Rede des Volks.

10. Der Herr sprach zu Mose: Gehe hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, dass sie ihre Kleider waschen.

11. und bereit seien auf den dritten Tag. Denn am dritten Tage wird der Herr vor allem Volk herabfahren auf den Berg Sinai.

12. Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Hütet euch, dass ihr nicht auf den Berg steigt, noch sein Ende anrührt; denn wer den Berg anrührt, soll des Todes sterben.

13. Keine Hand soll ihn anrühren, sondern er soll gesteinigt oder mit Geschoß erschossen werden; es sei ein Tier oder Mensch, so soll er nicht leben. Wenn es aber lange tönen wird, dann sollen sie an den Berg gehen.

14. Mose stieg vom Berge zum Volk und heiligte sie, und sie wuschen ihre Kleider.

15. Und er sprach zu ihnen: Seid bereit auf den dritten Tag, und keiner nahe sich zum Weibe.

16. Als nun der dritte Tag kam und Morgen war, da hub sich ein Donnern und Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berge und ein Ton einer sehr starken Posaune. Das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.

17. Und Mose führte das Volk aus dem Lager Gott entgegen; und sie traten unten an den Berg.

18. Der ganze Berg aber Sinai rauchte, darum dass der Herr herab auf den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, dass der ganze Berg sehr bebete.

19. Und der Posaunen Ton wurde immer stärker. Mose redete, und Gott antwortete ihm laut.

20. Als nun der Herr herniederkommen war auf den Berg Sinai, oben auf seine Spitze, forderte er Mose oben auf die Spitze des Berges, und Mose stieg hinauf.

21. Da sprach der Herr zu ihm: Steig hinab und zeuge dem Volk, dass sie nicht herzubrechen zum Herrn, dass sie sehen, und viele aus ihnen fallen.

22. Dazu die Priester, die zum Herrn nahen, sollen sich heiligen, dass sie der Herr nicht zerschmettere.

23. Mose aber sprach zum Herrn: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen; denn du hast uns bezeugt und gesagt: Mache ein Gehege um den Berg und heilige ihn.

24. Und der Herr sprach zu ihm: Gehe hin, steige hinab; du und Aaron mit dir soll heraufsteigen; aber die Priester und das Volk sollen nicht herzubrechen, dass sie hinaufsteigen zu dem Herrn, dass er sie nicht zerschmettere.

25. Und Mose stieg herunter zum Volk und sagte es ihnen.

Das 20. Kapitel

1. Und Gott redete alle diese Worte:

2. Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe.

3. Du sollst keine andern Götter neben mir haben.

4. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.

5. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen,

6. und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.

7. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.

8. Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.

9. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken;

10. aber am siebten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist.

11. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was drinnen ist, und ruhte am siebten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

12. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest im Lande, das dir der Herr, dein Gott gibt.

13. Du sollst nicht töten.

14. Du sollst nicht ehebrechen.

15. Du sollst nicht stehlen.

16. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

17. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechts, noch seiner Magd, noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles, das dein Nächster hat.

18. Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von ferne;

19. und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen, und laß Gott nicht mit uns reden, wir möchten sonst sterben.

20. Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht; denn Gott ist kommen, dass er euch versuchte, und dass seine Furcht euch vor Augen wäre, dass ihr nicht sündigt.

21. Also trat das Volk von ferne; aber Mose machte sich hinzu ins Dunkel, da Gott innen war.

22. Und der Herr sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, dass ich mit euch vom Himmel geredet habe.

23. Darum sollt ihr nichts neben mir machen, silberne und güldene Götter sollt ihr nicht machen.

24. Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedächtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen.

25. Und so du mir einen steinernen Altar willst machen, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darüber fährest, so wirst du ihn entweihen.

26. Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, dass nicht deine Scham aufgedeckt werde vor ihm.

Das 21. Kapitel

1. Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen:

2. So du einen hebräischen Knecht kaufest, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebten Jahr soll er frei ledig ausgehen.

3. Ist er ohne Weib kommen, so, soll er auch ohne Weib ausgehen. Ist er aber mit Weib kommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen.

4. Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben und hat Söhne oder Töchter gezeugt, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein; er aber soll ohne Weib ausgehen.

5. Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herrn lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden,

6. So bringe ihn sein Herr vor die Götter und halte ihn an die Tür oder Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriemen durch sein Ohr; und er sei sein Knecht ewig.

7. Verkauft jemand seine Tochter zur Magd, so soll sie nicht ausgehen wie die Knechte.

8. Gefällt sie aber ihrem Herrn nicht und will ihr nicht zur Ehe helfen, so soll er sie zu lösen geben. Aber unter ein fremd Volk sie zu verkaufen, hat er nicht Macht, weil er sie verschmäht hat.

9. Vertraut er sie aber seinem Sohn, so soll er Tochterrecht an ihr tun.

10. Gibt er ihm aber eine andere, so soll er ihr an ihrem Futter, Decke und Eheschuld nicht abbrechen.

11. Tut er diese drei nicht, so soll sie frei ausgehen ohne Lösegeld.

12. Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben.

13. Hat er ihm aber nicht nachgestellt sondern Gott hat ihn lassen ohngefähr in seine Hände fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen soll.

14. Wo aber jemand an seinem Nächsten frevelt und ihn mit List erwürgt, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, dass man ihn töte.

15. Wer seinen Vater oder Mutter schlägt, der soll des Todes sterben.

16. Wer einen Menschen stiehlt und verkauft, dass man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben.

17. Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.

18. Wenn sich Männer miteinander hadern, und einer schlägt den andern mit einem Stein oder mit einer Faust, dass er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt:

19. kommt er auf, dass er ausgeht an seinem Stabe so soll, der ihn schlug, unschuldig sein, ohne dass er ihm bezahle, was er versäumt hat, und das Arztgeld gebe.

20. Wer seinen Knecht oder Magd schlägt mit einem Stabe, dass er stirbt unter seinen Händen, der, soll darum gestraft werden.

21. Bleibt er aber einen oder zwei Tage, so soll er nicht darum gestraft werden; denn es ist sein Geld.

22. Wenn sich Männer hadern und verletzen ein schwanger Weib, dass ihr die Frucht abgeht, und ihr kein Schade widerfährt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und soll's geben nach der Teidingsleute Erkennen.

23. Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele,

24. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß,

25. Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule.

26. Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Auge schlägt und verdirbt es, der soll sie frei loslassen um das Auge.

27. Desselbigengleichen, wenn er seinem Knecht oder Magd einen Zahn ausschlägt, soll er sie frei loslassen um den Zahn.

28. Wenn ein Ochse einen Mann oder Weib stößt, dass er stirbt, so soll man den Ochsen steinigen und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des Ochsen unschuldig.

29. Ist aber der Ochse vorhin stößig gewesen, und seinem Herrn ist's angesagt, und er ihn nicht verwahrt hat, und tötet darüber einen Mann oder Weib, soll man den Ochsen steinigen, und sein Herr soll sterben.

30. Wird man aber ein Geld auf ihn legen, so soll er geben, sein Leben zu lösen, was man ihm auflegt.

31. Desselbigengleichen soll man mit ihm handeln, wenn er Sohn oder Tochter stößt.

32. Stößt er aber einen Knecht oder Magd, so soll er ihrem Herrn dreißig silberne Sekel geben, und den Ochsen soll man steinigen.

33. so jemand eine Grube auftut, oder gräbt eine Grube und deckt sie nicht zu, und fällt darüber ein Ochse oder Esel hinein,

34. so soll's der Herr der Grube mit Geld dem andern wieder bezahlen; das Aas aber soll sein sein.

35. Wenn jemandes Ochse eines andern Ochsen stößt, dass er stirbt, so sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das Geld teilen und das Aas auch teilen.

36. Ist's aber kund gewesen, dass der Ochse stößig vorhin gewesen ist, und sein Herr hat ihn nicht verwahrt, so soll er einen Ochsen um den andern vergelten und das Aas haben.

Das 22. Kapitel

1. Wenn jemand einen Ochsen oder Schaf stiehlt und schlachtet es oder verkauft es, der soll fünf Ochsen für einen Ochsen wiedergeben und vier Schafe für ein Schaf.

2. Wenn ein Dieb ergriffen wird, dass er einbricht, und wird drob geschlagen, dass er stirbt, so soll man kein Blutgericht über jenen lassen gehen.

3. Ist aber die Sonne über ihm aufgegangen, so soll man das Blutgericht gehen lassen. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten. Hat er nichts, so verkaufe man ihn um seinen Diebstahl.

4. Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei Ochse, Esel oder Schaf, so soll er's zwiefältig wiedergeben.

5. Wenn jemand einen Acker oder Weinberg beschädigt, dass er sein Vieh lässt Schaden tun in eines andern Acker, der soll von dem Besten auf seinem Acker und Weinberge wiedererstatten.

6. Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennt die Garben oder Getreide, das noch steht, oder den Acker, so soll der wiedererstatten, der das Feuer angezündet hat.

7. Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Geräte zu behalten tut, und wird demselbigen aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zwiefältig wiedergeben.

8. Findet man aber den Dieb nicht, so soll man den Hauswirt vor die Götter bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Nächsten Habe gelegt.

9. Wo einer den andern schuldet um einigerlei Unrecht, es sei um Ochsen oder Esel oder Schaf oder Kleider oder allerlei, das verloren ist, so sollen beider Sachen vor die Götter kommen. Welchen die Götter verdammen, der soll's zwiefältig seinem Nächsten wiedergeben.

10. Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder Ochsen oder Schaf oder irgend ein Vieh zu behalten tut, und stirbt ihm, oder wird beschädigt, oder wird ihm weggetrieben, dass es niemand sieht,

11. so soll man's unter ihnen auf einen Eid bei dem Herrn kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Nächsten Habe gelegt; und des Guts Herr soll's annehmen, dass jener nicht bezahlen müsse.

12. Stiehlt es ihm aber ein Dieb, so soll er's seinem Herrn bezahlen.

13. Wird es aber zerrissen, so soll er Zeugnis davon bringen und nicht bezahlen.

14. Wenn es jemand von seinem Nächsten entlehnt, und wird beschädigt oder stirbt, dass sein Herr nicht dabei ist, so soll er's bezahlen.

15. Ist aber sein Herr dabei, so soll er's nicht bezahlen, so er's um sein Geld gedingt hat.

16. Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht vertraut ist, und beschläft sie, der soll ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben.

17. Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, so soll er Geld darwägen, wieviel einer Jungfrau zur Morgengabe gebührt.

18. Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen.

19. Wer ein Vieh beschläft, der soll des Todes sterben.

20. Wer den Göttern opfert, ohne dem Herrn allein, der sei verbannt,

21. Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen.

22. Ihr sollt keine Witwen und Waisen beleidigen.

23. Wirst du sie beleidigen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde ihr Schreien erhören;

24. so wird mein Zorn ergrimmen, dass ich euch mit dem Schwert töte und eure Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden.

25. Wenn du Geld leihest meinem Volk, das arm ist bei dir, sollst du ihn nicht zu Schaden dringen und keinen Wucher auf ihn treiben.

26. Wenn du von deinem Nächsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergeht.

27. Denn sein Kleid ist seine einige Decke seiner Haut, darin er schläft. Wird er aber zu mir schreien, so werde ich, ihn erhören; denn ich bin gnädig.

28. Den Göttern sollst du nicht fluchen und den Obersten in deinem Volk sollst du nicht lästern.

29. Deine Fülle und Tränen sollst du nicht verziehen. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben.

30. So sollst du auch tun mit deinem Ochsen und Schaf. Sieben Tage laß es bei seiner Mutter sein, am achten Tage sollst du mir's geben.

31. Ihr sollt heilige Leute vor mir sein: darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern vor die Hunde werfen.

Das 23. Kapitel

1. Du sollst falscher Anklage nicht glauben, dass du einem Gottlosen Beistand tust und ein falscher Zeuge seist.

2. Du sollst nicht folgen der Menge zum Bösen und nicht antworten vor Gericht, dass du der Menge nach vom Rechten weichest.

3. Du sollst den Geringen nicht schmücken in seiner Sache.

4. Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, dass er irrt, so sollst du ihm denselben wieder zuführen.

5. Wenn du des, der dich hasst, Esel siehst unter seiner Last liegen, hüte dich und laß ihn nicht, sondern versäume gerne das Deine, um seinetwillen.

6. Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache.

7. Sei ferne von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht erwürgen; denn ich lasse den Gottlosen nicht recht haben.

8. Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verkehren die Sachen der Gerechten.

9. Die Fremdlinge sollt ihr nicht unter, drücken; denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seid Fremdlinge in Ägyptenland gewesen.

10. Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine Früchte einsammeln.

11. Im siebten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, dass die Armen unter deinem Volk davon essen; und was über bleibt, laß das Wild auf dem Felde essen. Also sollst du auch tun mit deinem Weinberge und Ölberge.

12. Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun, aber des siebten Tages sollst du feiern, auf dass dein Ochse und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und Fremdling sich erquicken.

13. Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehört werden.

14. Dreimal sollt ihr mir Fest halten im Jahr.

15. Nämlich das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten, dass du sieben Tage ungesäuert Brot essest (wie ich dir geboten habe) um die Zeit des Monats Abib; denn in demselbigen bist du aus Ägypten gezogen. Erscheint aber nicht leer vor mir!

16. Und das Fest der ersten Ernte der Früchte, die du auf dem Felde gesät hast. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahrs, wenn du deine Arbeit eingesammelt hast vom Felde.

17. Dreimal im Jahr sollen erscheinen vor dem Herrn, dem Herrscher, alle deine Mannsbilde.

18. Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und das Fette von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen.

19. Das Erstling von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen in das Haus des Herrn, deines Gottes. Und sollst das Böcklein nicht kochen, dieweil es an seiner Mutter Milch ist.

20. Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe.

21. Darum hüte dich vor seinem Angesicht und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht; denn er wird euer Übertreten nicht vergeben, und mein Name ist in ihm.

22. Wirst du aber seine Stimme hören und tun alles, was ich dir sagen werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widerwärtigen Widerwärtiger sein.

23. Wenn nun mein Engel vor dir hergeht und dich bringt an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter, und ich sie vertilge,

24. so sollst du ihre Götter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Götzen umreißen und zerbrechen.

25. Aber dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden.

26. Und soll nichts Unträchtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, und will dich lassen alt werden.

27. Ich will mein Schrecken vor dir hersenden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst; und will dir geben alle deine Feinde in die Flucht.

28. Ich will Hornissen vor dir hersenden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter.

29. Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstoßen vor dir, auf dass nicht das Land wüste werde, und sich wilde Tiere wider dich mehren.

30. Einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoßen, bis dass du wachsest und das Land besitzt.

31. Und will deine Grenze setzen das Schilfmeer und das Philistermeer und die Wüste bis an das Wasser. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, dass du sie sollst ausstoßen vor dir her.

32. Du sollst mit ihnen oder mit ihren Göttern keinen Bund machen,

33. sondern laß sie nicht wohnen in deinem Lande, dass sie dich nicht verführen wider mich. Denn wo du ihren Göttern dienest, wird dir's zum Ärgernis geraten.

Das 24. Kapitel

1. Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum Herrn, du und Aaron, Nadab und Abihu, und die siebenzig Ältesten Israels, und betet an von ferne.

2. Aber Mose alleine nahe sich zum Herrn, und laß jene sich nicht herzunahen; und das Volk komme auch nicht mit ihm herauf.

3. Mose kam und erzählte dem Volk alle Worte des Herrn und alle Rechte. Da antwortete alles Volk mit einer Stimme und sprachen: Alle Worte, die der Herr gesagt hat, wollen wir tun.

4. Da schrieb Mose alle Worte des Herrn und machte sich des Morgens frühe auf und baute einen Altar unten am Berge mit zwölf Säulen nach den zwölf Stämmen Israels.

5. Und sandte hin Jünglinge aus den Kindern Israel, dass sie Brandopfer darauf opferten und Dankopfer dem Herrn von Farren.

6. Und Mose nahm die Hälfte des Bluts und tat's in ein Becken; die andere Hälfte sprengete er auf den Altar.

7. Und nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volks. Und da sie sprachen: Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun und gehorchen,

8. da nahm Mose das Blut und sprengete das Volk damit und sprach: Seht, das ist Blut des Bundes, den der Herr mit euch machte über allen diesen Worten.

9. Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und die siebenzig Ältesten Israels hinauf

10. und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie ein schöner Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn es klar ist.

11. Und er ließ seine Hand nicht über dieselben Obersten in Israel. Und da sie Gott geschaute hatten, aßen und tranken sie.

12. Und der Herr sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleibe daselbst, dass ich dir gebe steinerne Tafeln und Gesetze und Gebote, die ich geschrieben habe, die du sie lehren sollst.

13. Da machte sich Mose auf und sein Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes.

14. Und sprach zu den Ältesten: Bleibt hie, bis wir wieder zu euch kommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Sache, der komme vor dieselben.

15. Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg.

16. Und die Herrlichkeit des Herrn wohnte auf dem Berge Sinai und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage; und rief Mose am siebten Tage aus der Wolke.

17. Und das Ansehen der Herrlichkeit des Herrn war wie ein verzehrend Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel.

18. Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg; und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.

Das 25. Kapitel

1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:

2. Sage den Kindern Israel, dass sie mir ein Hebopfer geben; und nehmt dasselbe von jedermann, der es williglich gibt.

3. Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz,

4. gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot, weiße Seide, Ziegenhaar,

5. rötliche Widderfelle, Dachsfelle, Föhrenholz,

6. Öl zur Lampe, Spezerei zur Salbe und gutem Räuchwerk,

7. Onyxsteine und eingefaßte Steine zum Leibrock und zum Schildlein.

8. Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.

9. Wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und alles seines Geräts zeigen werde, so sollt ihr's machen.

10. Macht eine Lade von Föhrenholz. Dritthalb Ellen soll die Länge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Höhe.

11. Und sollst sie mit feinem Golde überziehen, inwendig und auswendig; und mache einen güldenen Kranz oben umher.

12. Und geuß vier güldene Rinken und mache sie an ihre vier Ecken, also dass zwei Rinken seien auf einer Seite und zwei auf der andern Seite.

13. Und mache Stangen von Föhrenholz und überzeuch sie mit Golde.

14. Und stecke sie in die Rinken an der Lade Seiten, dass man sie dabei trage;

15. und sollen in den Rinken bleiben und nicht herausgetan werden.

16. Und sollt in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.

17. Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite.

18. Und sollst zwei Cherubim machen von dichtem Golde, zu beiden Enden des Gnadenstuhls,

19. dass ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zwei Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden.

20. Und die Cherubim sollen Flügel ausbreiten, oben überher, dass sie mit ihren Flügeln den Gnadenstuhl bedecken, und eines jeglichen Antlitz gegen dem andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen.

21. Und sollt den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.

22. Von dem Ort will ich dir zeugen und mit dir reden, nämlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel.

23. Du sollst auch einen Tisch machen von Föhrenholz; zwo Ellen soll seine Länge sein und eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe.

24. Und sollst ihn überziehen mit feinem Golde und einen güldenen Kranz umher machen

25. und eine Leiste umher, einer Hand breit hoch, und einen güldenen Kranz um die Leiste her.

26. Und sollst vier güldene Ringe dran machen an die vier Orte an seinen vier Füßen.

27. Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, dass man Stangen drein tue und den Tisch trage;

28. Und sollst die Stangen von Föhrenholz machen und sie mit Golde überziehen, dass der Tisch damit getragen werde.

29. Du sollst auch seine Schüsseln, Becher, Kannen, Schalen aus feinem Golde machen, damit man aus und einschenke.

30. Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir.

31. Du sollst auch einen Leuchter von feinem dichten Golde machen; daran soll der Schaft mit Röhren, Schalen, Knäufen und Blumen sein.

32. Sechs Röhren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus jeglicher Seite drei Röhren.

33. Eine jegliche Röhre soll drei offene Schalen, Knäufe und Blumen haben; das sollen sein die sechs Röhren aus dem Leuchter.

34. Aber der Schaft am Leuchter soll vier offene Schalen mit Knäufen und Blumen haben

35. und je einen Knauf unter zwo Röhren, welcher sechs aus dem Leuchter gehen.

36. Denn beide ihre Knäufe und Röhren sollen aus ihm gehen, alles ein dicht lauter Gold.

37. Und sollst sieben Lampen machen obenauf, dass sie gegeneinander leuchten,

38. und Lichtschneuzen und Löschnäpfe von feinem Golde.

39. Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du das machen mit allem diesem Geräte.

40. Und siehe zu, dass du es machest nach ihrem Bilde, das du auf dem Berge gesehen hast.





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