Physik, Geist und Gott?

Das Große Buch unseres Lebens

Werden unsere Taten in einem Großen Buch aufgeschrieben oder gespeichert?


Haley Joel Osment als David in A.I. - Künstliche Intelligenz
Der zwölfjährige Haley Joel Osment
als David in A.I. - Künstliche Intelligenz
Da sich die geistige Welt außerhalb von Raum und Zeit befinden muss, ist eine Speicherung überhaupt nicht erforderlich. Alles ist allgegenwärtig und kann nicht vergehen. Die Informationen und unser Dasein in der Quantenwelt oder einer andersartigen geistigen Welt außerhalb von Raum und Zeit können auch durch die größte denkbare Explosion nicht zerstört werden. Das wäre so abwegig, als hätten wir die Befürchtung, durch ein Feuer in einem Film könnte die Leinwand oder das Kino zerstört werden. Deshalb übersteht unser "Leben" in diesem "Jenseits" sogar den Untergang der Welt, weil es außerhalb aller Ereignisse in diesem Kosmos, außerhalb unserer Zeit existiert, zu welchem Zweck auch immer. Alles wird gespeichert, nichts geht verloren, auch nicht in einem Schwarzen Loch.

So wie in A.I. - Künstliche Intelligenz von Brian Aldiss, Steven Spielberg und Stanley Kubrick, in dem David gesagt bekommt: »... dass in der inneren Struktur der Raumzeit selbst, Informationen über alle Ereignisse gespeichert sind, die sich jemals in der Vergangenheit zugetragen haben.« Auch Geschöpfe wie der künstliche David in dem Film oder  Pinocchio in dem alten Märchen könnten ein Bewusstsein und eine Seele haben. Wissen werden wir das nie.

Viele haben es ähnlich ausgedrückt, Matthias W. Seidel aus Schönwald im Fichtelgebirge geht sogar so weit, diesen Informationen eine Rückkopplung auf unser gegenwärtiges Leben zuzugestehen, wie in seinem Fichtelgebirgskrimi Zeitelmoos: »Die Gesamtheit all unserer Handlungen und Taten, die guten wie die schlechten, finden sich in den Ereignissen, die uns widerfahren. Wir alle sind durchtränkt davon«, oder die Informationen möglicherweise sogar auszulesen, wie in Epprechtstein: »Ich meine, dass jedes außergewöhnliche Ereignis seiner Umgebung einen Stempel aufdrückt. Ähnlich wie ein Fingerabdruck. Oder nein, mehr noch: Dass das Ereignis selbst sich wie ein Hologramm in die Materie einbrennt. In jedes einzelne Atom. Es braucht nur eines Mediums, um die ganze Wahrheit zugänglich zu machen«.

Ich denke, das Prinzip ist richtig, aber Formulierungen wie "jedes einzelne Atom" oder Wörter wie "Umgebung" oder "Materie" gehören hier nicht her. Alle Begriffe, die Raum und Zeit betreffen, sind für die geistige Welt nicht anwendbar. Für diese gibt es keine menschliche Sprache, weil wir sie uns nicht vorstellen können. Die Ereignisse brauchen überhaupt nicht gespeichert zu werden, denn von außerhalb der Zeit und des Raumes gesehen, sind sie allgegenwärtig, egal wo und wann, vergangen oder bevorstehend, alles ist für "Gott" eins.

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Bitte beachten Sie: © 2010, 2021 von Erwin Purucker


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