Physik, Geist und Gott?

Ist unser Schicksal vorherbestimmt?

Mit "Schicksal" meine ich ausdrücklich nicht, dass unser Leben und Handeln vorherbestimmt ist. Denn auch und gerade dann hätte das Leben keinen Sinn. Mit der Frage, ob wir unserem Schicksal durch Willenskraft entgehen können, hat sich übrigens schon Johann Wolfgang von Goethe in seinem Drama Iphigenie auf Tauris auseinandergesetzt. Iphigenie entkommt ihrem Schicksal, allerdings mit Hilfe der Göttin Diana (Artemis).

Es ergibt keinen Sinn, eine Vorherbestimmung aller Handlungen anzuehmen. Ein Gott jedoch, der sich außerhalb der Zeit befindet, kann Änderungen in der Zukunft durch Einflussnahme in der Gegenwart quasi in Echtzeit sehen und sein Handeln darauf einstellen. Petrus formuliert es in seinem zweiten Brief an die Christen in Kleinasien ähnlich: »...daß ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.«  (2. Petrus, 3. Kapitel, Vers 8). Das heißt nüchtern übersetzt nichts anderes als »Für die Geistige Welt spielen Raum und Zeit keine Rolle!«

Eine erstaunliche Feststellung, fast zwei Jahrtausende bevor Albert Einstein die Zeit relativierte!

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Bitte beachten Sie: © 2010, 2021 von Erwin Purucker


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